{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20124080,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20124080,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20124080,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20124080,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20124080,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20124080,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20124080,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20124080,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20124080,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20124080,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20124080,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20124080,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20124080,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20124080,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20124080,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20124080,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20124080,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20124080,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"12.4080","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Welche Forschungsentwicklung bei der KTI? Welche Chancen f\u00fcr die Fachhochschulen?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Forschungspolitik der Kommission f\u00fcr Technologie und Innovation (KTI) ist offensichtlich im Wandel. Nicht nur Gesuchsteller monieren eine Neuausrichtung der KTI mit verst\u00e4rkter Fokussierung auf die \"Wirtschaftlichkeit\" der eingereichten Projekte. Dies macht es gleichzeitig immer schwieriger, dass innovative Projekte mit einem Realisierungsrisiko bewilligt werden.</p><p>Zwar haben sich im Grundsatz die Beurteilungskriterien nicht ge\u00e4ndert. Trotzdem wird der wirtschaftliche Nutzen (Umsatz, Marktanteil, Arbeitspl\u00e4tze usw.) gegen\u00fcber der Innovation bzw. der Wissenschaftlichkeit heute deutlich st\u00e4rker gewichtet. Wenn diese Tendenz anh\u00e4lt, werden in Zukunft nur noch Entwicklungsprojekte gef\u00f6rdert, die einer klaren Wirtschaftsf\u00f6rderung entsprechen.</p><p>Ein solcher Trend bzw. seine Verst\u00e4rkung erschwert es namentlich den Fachhochschulen (FH) zunehmend, ihre Forschung zu finanzieren. Sie k\u00f6nnen heute zusammen mit Wirtschaftspartnern echte Innovationen (mit Realisierungsrisiko) realisieren. Das sollen sie auch in Zukunft tun k\u00f6nnen. Die zu starke Ausrichtung der angewandten Forschung auf \"Wirtschaftlichkeit\" schw\u00e4cht nicht nur die Forschung, sondern letztlich die Innovationskraft der Wirtschaft und der Schweiz.</p><p>Nun hat der Schweizerische Nationalfonds (SNF) die F\u00f6rderkategorie Anwendungsorientierte Grundlagenforschung neu geschaffen, in die auch die FH verst\u00e4rkt vorstossen sollen. Da haben aber die universit\u00e4ren Hochschulen l\u00e4ngere Spiesse. Wenn sich gleichzeitig die KTI in Richtung Wirtschaftsf\u00f6rderung bewegt, f\u00e4llt die (anwendungsorientierte) Innovationsforschung mehr und mehr zwischen Stuhl und Bank. Diese Zusammenarbeit mit Wirtschaftspartnern war bisher ein sehr starkes Forschungsstandbein der FH und leistete wichtige Impulse f\u00fcr die Innovation in der Schweiz. Die Tr\u00e4gerfinanzierung (Kantone) der FH reicht nicht aus, um die tendenziell wegfallenden Mittel der KTI in diesem Bereich zu kompensieren.</p><p>Fragen:</p><p>1. Wie beurteilt der Bundesrat die Forschungsentwicklung bei der KTI?</p><p>2. Wie stellt er sich zur Vorhaltung, dass in der KTI statt der innovativen angewandten Forschung immer mehr der Wirtschaftsf\u00f6rderung zugearbeitet wird?</p><p>3. Ist er bereit, den Leistungsauftrag der KTI im Sinne obiger Ausf\u00fchrungen anzupassen bzw. die KTI so zu begleiten?</p><p>4. Wie beurteilt er die Wirkung der beiden haupts\u00e4chlichsten F\u00f6rderagenturen SNF und KTI auf die duale Hochschullandschaft und die spezifische Profilierung der Hochschultypen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Der Anteil an Projektmitteln der Kommission f\u00fcr Technologie und Innovation (KTI), welcher an die Fachhochschulen fliesst, hat in den letzten Jahren stark zugenommen: W\u00e4hrend 2004 29 Prozent der Forschungs- und Entwicklungsmittel an die Fachhochschulen gingen, waren es 2011 bereits 48 Prozent. Mit knapp der H\u00e4lfte der bewilligten Projekte sind die Fachhochschulen heute die h\u00e4ufigsten Forschungspartnerinnen in KTI-Projekten. Ein Drittel entf\u00e4llt auf den ETH-Bereich, 10 Prozent entfallen auf die kantonalen Universit\u00e4ten und 8 Prozent auf weitere beitragsberechtigte Forschungsst\u00e4tten. Der Bundesrat beurteilt diese Entwicklung positiv. Die Fachhochschulen \u00fcbernehmen in der Innovationskette eine zentrale Br\u00fcckenfunktion zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.</p><p>2. \u00dcber die KTI f\u00f6rdert der Bund die wissenschaftsbasierte Innovation, d. h. die Entwicklung neuer Produkte, Verfahren, Prozesse und Dienstleistungen durch die anwendungsorientierte Forschung. Die erfolgreiche Umsetzung am Markt und der volkswirtschaftliche Nutzen der Forschungsresultate sind seit je wichtige Bestandteile der Innovationsf\u00f6rderung. Der Bundesrat versteht die beiden Komponenten der Forschung und des Markterfolgs nicht als Gegens\u00e4tze, sondern als komplement\u00e4re Elemente einer erfolgreichen Innovationsf\u00f6rderung. Die KTI betreibt keine direkte Wirtschaftsf\u00f6rderung, vielmehr fliessen die F\u00f6rderbeitr\u00e4ge ausschliesslich an die Forschungseinrichtungen, gef\u00f6rdert wird rein subsidi\u00e4r: Die F\u00f6rderung der KTI kommt nur dort zum Zuge, wo wissenschaftsbasierte Innovation in Kooperation zwischen \u00f6ffentlicher Forschung und Wirtschaft ohne staatliche Unterst\u00fctzung nicht stattfinden w\u00fcrde und Marktpotenzial ungenutzt bliebe. Dies gilt insbesondere f\u00fcr jene Vorhaben, bei denen das Risiko f\u00fcr rein privatwirtschaftliche Initiativen zu hoch ist.</p><p>3. Die wirkungsvolle Innovationsf\u00f6rderung leistet einen wichtigen Beitrag zum internationalen Spitzenplatz des Innovationsstandorts Schweiz und zur Finanzierung von Projekten in der Forschung der Fachhochschulen. Angesichts der hohen Qualit\u00e4t der von der KTI gef\u00f6rderten Forschungs- und Entwicklungsprojekte und der stark wachsenden Nachfrage nach KTI-F\u00f6rdermitteln sieht der Bundesrat keinen Bedarf, den Auftrag der KTI anzupassen.</p><p>4. Die F\u00f6rdermittel der beiden Organe Schweizerischer Nationalfonds (SNF) und KTI werden kompetitiv vergeben und erg\u00e4nzen sich. Weder beim SNF noch bei der KTI bestehen Quoten zugunsten einzelner Hochschultypen. Die 2011 vom SNF eingef\u00fchrte Kategorie der anwendungsorientierten Grundlagenforschung strebt eine st\u00e4rkere \u00d6ffnung der Projektf\u00f6rderung f\u00fcr Forschung mit Anwendungsbezug an. Diese \u00d6ffnung ist insbesondere f\u00fcr jene Forschung interessant, bei der sich die Fachhochschulen speziell profilieren k\u00f6nnen. Die Einf\u00fchrung dieser Kategorie bietet ihnen neue Chancen f\u00fcr das Einwerben von Drittmitteln.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1359504000000)\/","SubmittedBy":"Schelbert Louis","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1363910400000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"36","Category":null,"Modified":"\/Date(1690545888397)\/","SubmissionDate":"\/Date(1355097600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4906,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wissenschaft und Forschung"}}