{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133115,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133115,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133115,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133115,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133115,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133115,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133115,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133115,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133115,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133115,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133115,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133115,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133115,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133115,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133115,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133115,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133115,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20133115,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"13.3115","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Nutzen und Kosten des Projekts Mars","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Beim Bundesamt f\u00fcr Statistik laufen gegenw\u00e4rtig Projektarbeiten zum Aufbau der Statistiken der ambulanten Gesundheitsversorgung (Projekt Mars). Ziel dieses Projektes ist die Schliessung der heute angeblich bestehenden Datenl\u00fccken im ambulanten Bereich. Es soll die bereits heute bestehenden obligatorischen Bundeserhebungen im station\u00e4ren Bereich (Krankenhausstatistik, medizinische Statistik, Statistik der sozialmedizinischen Institutionen) erg\u00e4nzen. </p><p>Die rechtlichen Grundlagen zum Aufbau dieser Statistiken finden sich in den Artikel\u00a022a und Artikel\u00a023 KVG.</p><p>Der Umfang des Projektes ist enorm. So sollen neu erhoben werden:</p><p>- Strukturdaten Spital ambulant</p><p>- Patientendaten Spital ambulant</p><p>- Strukturdaten Arztpraxen</p><p>- Patientendaten Arztpraxen</p><p>- Patientendaten Spitex</p><p>Zu den bereits heute j\u00e4hrlich erfassten 1,3 Millionen station\u00e4ren F\u00e4llen kommen demzufolge alle ambulanten F\u00e4lle in den Spit\u00e4lern, in den Arztpraxen und bei der Spitex dazu. Die Arztpraxen sollen zus\u00e4tzlich Daten zur Infrastruktur sowie Finanz- und Betriebsdaten liefern. Ebenso sollen bei der Spitex nicht mehr nur die Strukturdaten, sondern neu auch die Patientendaten als Einzeldaten erfasst werden. </p><p>F\u00fcr die operative Durchf\u00fchrung der Erhebungen sind die Kantone zust\u00e4ndig. Die Einf\u00fchrung soll gestaffelt in den Jahren 2013 bis 2016 erfolgen. Es ist unverkennbar, dass der Aufbau der Statistiken und die j\u00e4hrlichen Erhebungen im ambulanten Bereich f\u00fcr die Kantone einen erheblichen Aufwand bedeuten. Aber auch die Leistungserbringer (Spit\u00e4ler, \u00c4rzte, Spitex-Organisationen und Apotheken) m\u00fcssen erhebliche finanzielle und personelle Ressourcen zur Verf\u00fcgung stellen. </p><p>Es stellen sich bei diesem Grossprojekt die folgenden kritischen Fragen:</p><p>1. Zu welchem Zweck sollen zus\u00e4tzliche Daten erhoben werden?</p><p>2. Wie hoch sind die Kosten f\u00fcr den Bund?</p><p>a. Sach- und Personalkosten erstmalig beim Aufbau?</p><p>b. Sach- und Personalkosten j\u00e4hrlich?</p><p>3. Wie hoch sind die Kosten f\u00fcr die Kantone?</p><p>a. Sach- und Personalkosten erstmalig beim Aufbau?</p><p>b. Sach- und Personalkosten j\u00e4hrlich?</p><p>4. Mit welchem zeitlichen und finanziellen Aufwand m\u00fcssen die Spit\u00e4ler, \u00c4rzte, Spitex-Organisationen und Apotheken pro Patient und Jahr rechnen?</p><p>5. Welche Folgen h\u00e4tte ein Abbruch des Projektes?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Die Datenlage im Gesundheitswesen weist insbesondere im ambulanten Sektor, welcher rund ein Drittel der Gesundheitskosten ausmacht, bedeutende L\u00fccken auf. Es bestehen keine systematischen Statistiken, welche den Entscheidungstr\u00e4gern mit fundierten datenbasierten Informationen dienen k\u00f6nnten. Dazu geh\u00f6ren z. B. die Angaben zur Hausarztmedizin oder zu den medizinischen und pflegerischen Ausbildungspl\u00e4tzen. Im internationalen Vergleich verweist auch die OECD regelm\u00e4ssig in ihren Berichten \u00fcber die Schweiz auf das Fehlen eines Informationssystems. Die Forschung muss mangels Input auf unsichere, minderwertige oder ausl\u00e4ndische Quellen zur\u00fcckgreifen. Zahlreiche politische Vorst\u00f6sse strebten deshalb eine Verbesserung an (insbesondere die Interpellation Hollenstein 00.3557, die Motion Rossini 04.3138 sowie die Motion Wehrli 05.3756). Mit der Revision des Bundesgesetzes \u00fcber die Krankenversicherung (KVG) im Bereich der Spitalfinanzierung vom 21. Dezember 2007 hat der Gesetzgeber bereits in Form der Artikel\u00a022a und 23 KVG einen Ausbau der Datengrundlagen - zwecks Schliessung der L\u00fccken im ambulanten Bereich und Aufbau entsprechender Statistiken - verabschiedet. Den Auftrag f\u00fcr die Erhebung der Daten hat der Gesetzgeber dem Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS) erteilt. Das BFS-Projekt Mars (Modules Ambulatoires des Relev\u00e9s sur la Sant\u00e9) wurde mit Beschluss vom Bundesrat zur \u00c4nderung der Verordnungen zum KVG gestartet. Mars ist ein wesentlicher Bestandteil der mit der Umsetzung der Teilrevision des KVG (Spitalfinanzierung) zusammenh\u00e4ngenden Massnahmen, welche im Bereich der Grundlagen und Folgen der neuen station\u00e4ren Spitaltarifstrukturen zus\u00e4tzlich zum BFS auch das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) und die Preis\u00fcberwachung betreffen.</p><p>Die zu erhebenden Daten werden wie bereits im station\u00e4ren Bereich sowohl f\u00fcr administrative als auch f\u00fcr statistische Zwecke verwendet. Der statistische Auftrag im Rahmen des KVG zur Erstellung von Grundlagen f\u00fcr die Beurteilung von Funktions- und Wirkungsweise des Gesetzes erfordert eine Erweiterung der bestehenden Bundeserhebungen, um Aufschluss \u00fcber die Inanspruchnahme der ambulanten Medizin und deren Gr\u00fcnde (Diagnosen), das Leistungsgeschehen sowie die damit verbundenen Kosten zu geben. Durch Verbindung der Daten aus dem ambulanten mit denen des station\u00e4ren Bereichs lassen sich Patienten \u00fcber mehrere Leistungserbringer verfolgen und damit Behandlungsverl\u00e4ufe nachzeichnen. Dies erm\u00f6glicht den Vergleich von Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit unterschiedlicher Behandlungsformen und Versorgungsmodelle. Die administrativen Daten werden f\u00fcr die Aufsicht und den Vollzug des KVG ben\u00f6tigt (Art. 22a). Diese Daten dienen der \u00dcberpr\u00fcfung der Wirtschaftlichkeit und der Qualit\u00e4t von Leistungen durch die Organe der Krankenversicherung. Dadurch k\u00f6nnen u. a. die Kantone ihre Kompetenzen zur Aufsicht der Leistungserbringer aus\u00fcben, z. B. f\u00fcr eine fundierte Versorgungsplanung.</p><p>Die bestehenden Datenl\u00fccken werden auch von Bund und Kantonen im Rahmen des Dialogs Nationale Gesundheitspolitik diskutiert: Das Thema \"Datengrundlagen\" ist eines der zentralen strategischen Themen. Eine mandatierte Arbeitsgruppe erarbeitet Vorschl\u00e4ge zur Schliessung der Datenl\u00fccken. Der Bundesrat hat ausserdem im Januar 2013 das Projekt Mars in seinen gesundheitspolitischen Priorit\u00e4ten gem\u00e4ss \"Gesundheit 2020\" als Massnahme integriert.</p><p>2. Die Kosten des Projektes Mars f\u00fcr das BFS belaufen sich: a. f\u00fcr die Projektausgaben 2010 bis 2014 auf Fr. 5 033 300.- (Sachkosten) und Fr. 3 590 000.- (Personalkosten) und b. f\u00fcr den j\u00e4hrlichen Betrieb ab 2014 auf Fr. 650 000.- (Sachkosten) und Fr. 1 069 200.- (Personalkosten).</p><p>3.a./b. F\u00fcr die Erhebungsstellen der Kantone fallen mit dem Projekt Mars keine Sachkosten an, da die Erhebungsinfrastruktur durch das BFS erstellt und betrieben wird. Die Investitionskosten, einschliesslich der Schulung, werden mit den Mitteln unter 2.a. vom Bund getragen. Der personelle Mehraufwand der Kantone f\u00fcr das Projekt Mars konzentriert sich auf die Datenvalidierung. Er ist bescheiden, weil dieser durch den Einsatz von verbesserten Befragungsinstrumenten in den nachfolgenden Datenprozess beim BFS verlagert und durch die oben unter 2.b. dargestellten Mittel getragen wird. Die zus\u00e4tzlichen Ressourcenbed\u00fcrfnisse bei den einzelnen Kantonen sind abh\u00e4ngig von der jeweiligen Organisationsform. Sie werden in Bezug auf Erfahrungswerte von vergangenen Statistikrevisionen als gering gesch\u00e4tzt. Hingegen erhalten die Kantone bei der Aufsicht und Zulassung der Leistungserbringer optimierte Instrumente zur Ausf\u00fchrung dieser Aufgaben.</p><p>4. Das BFS stellt mit den Projektmitteln (vgl. Ziffer 2.a.) die Erhebungsinstrumente und die Schnittstellenspezifikationen zur Verf\u00fcgung. Wie bei jeder Einf\u00fchrung einer neuen Erhebung m\u00fcssen die Leistungserbringer mit einem anf\u00e4nglichen Mehraufwand rechnen. Sie m\u00fcssen eine einmalige Investition t\u00e4tigen, um ihre internen Informationssysteme anzupassen. Danach kann die j\u00e4hrliche Daten\u00fcbermittlung automatisiert erfolgen. Der Aufwand der Datenlieferanten wird minimal gehalten, indem haupts\u00e4chlich Informationen erhoben werden, welche nach M\u00f6glichkeit bereits bei den Leistungserbringern oder in bestehenden Datenbanken und Registern in elektronischer Form vorhanden sein sollten. Das Projekt wird regelm\u00e4ssig der Expertengruppe Gesundheitsstatistik pr\u00e4sentiert, und die Projektarbeiten werden von einer Begleitgruppe unterst\u00fctzt. In beiden Gremien sind die Leistungserbringer und Stakeholder, u. a. \u00fcber ihre Dachverb\u00e4nde H plus und FMH, vertreten.</p><p>5. Ein Abbruch des Projektes h\u00e4tte zur Folge, dass die unter 1. erw\u00e4hnten Ziele und Zwecke nicht erreicht werden k\u00f6nnen. Die beabsichtigte F\u00f6rderung der Transparenz im Gesundheitswesen w\u00e4re erschwert, und die Schaffung eines integrierten statistischen Gesundheitsinformationssystems w\u00fcrde scheitern. Besonders die Verwender der Daten, seien es Forschung, Politik, Bundesverwaltung oder Kantone, k\u00f6nnten ihre Aktivit\u00e4ten nur auf ungen\u00fcgende Datengrundlagen st\u00fctzen und manche ihrer geplanten Aufgaben nicht erf\u00fcllen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1369785600000)\/","SubmittedBy":"Lohr Christian","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1371772800000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690491740890)\/","SubmissionDate":"\/Date(1363651200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4907,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}