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W\u00e4re es nicht sinnvoll, wenn das Kapitel 3 des Kreisschreibens 09/1 der FINMA die bisherige Doktrin wiederg\u00e4be, die Artikel\u00a0400 des Obligationenrechts als zwingend auslegte und eine einwandfreie Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit besser sicherstellte, als die neue Doktrin, die diesem Artikel dispositive Geltung beimisst und damit offensichtlich keine einwandfreie Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit sicherstellen kann?</p>","ReasonText":"<p>Ein Verg\u00fctungssystem, in dem Kundinnen und Kunden im Voraus auf die Herausgabe von Retrozessionen verzichten k\u00f6nnen, stellt f\u00fcr den Schweizer Finanzmarkt offensichtlich eine Gefahr dar. Ein solches System birgt auch die Gefahr von Interessenkonflikten und der Verletzung der Treuepflicht, die der Verm\u00f6gensverwalter gegen\u00fcber seinen Anlegerinnen und Anlegern hat - im Unterschied zu einem Verg\u00fctungssystem ohne Retrozessionen. In einem solchen System sieht sich der unabh\u00e4ngige Verm\u00f6gensverwalter oder die Bank veranlasst, eine Senkung der Verg\u00fctung f\u00fcr Dienstleistungen Dritter anstatt der Retrozessionen, ja eigentlich seine oder ihre Entsch\u00e4digung auszuhandeln. Ein Verg\u00fctungssystem mit Retrozessionen garantiert nicht, dass die Anforderungen an die Preistransparenz, die das Bundesgesetz \u00fcber den unlauteren Wettbewerb festlegt, eingehalten werden, ohne die administrativen Kosten der Beauftragten in die H\u00f6he zu treiben. Kosten, die selbstverst\u00e4ndlich ebenso auf die Kundinnen und Kunden abgew\u00e4lzt werden, wie die zus\u00e4tzlichen Kosten f\u00fcr das Risikomanagement und die prudenzielle Aufsicht, die durch ein Verg\u00fctungssystem mit Vorausverzicht auf die Herausgabe der Retrozessionen entstehen. Schliesslich hat sich zwar das Bundesgericht auf die neue Doktrin gest\u00fctzt und hat es anerkannt, dass ein Kunde oder eine Kundin im Voraus auf die Herausgabe der Retrozessionen verzichten kann; doch es hat auch gesagt, kein Kunde und keine Kundin k\u00f6nne auf das Informationsrecht verzichten. 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