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Nachdem die Haifische einmal gefangen sind, werden ihnen die Flossen abgeschnitten, und die Tiere selber werden lebend wieder ins Wasser geworfen, wo sie elendiglich verenden. Es ist der menschlichen Zivilisation unw\u00fcrdig, ein solches Prozedere weiterhin zu dulden. Die Schweiz sollte mit dem Beispiel vorangehen und den Import von Haifischflossen verbieten, denn es l\u00e4sst sich auch ohne Haifischflossensuppe sehr gut leben.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat teilt die Auffassung, dass es sich beim Abtrennen von Flossen von lebenden Haifischen nicht um eine tiergerechte Fischereipraxis handelt. Dennoch erachtet er ein generelles Importverbot f\u00fcr Haifischflossen nicht als sinnvoll. Einerseits werden gem\u00e4ss Zollstatistik keine Haifischflossen in die Schweiz importiert, weshalb ein Verbot keinerlei Druck auf die Produzentenl\u00e4nder aus\u00fcben w\u00fcrde. Andererseits werden im internationalen Rahmen verschiedene Anstrengungen unternommen, um den Fang von Haifischen zu kontrollieren und nachhaltig zu gestalten. So gibt es verschiedene regionale Fischereimanagement-Organisationen, welche den Fang von bestimmten Haifischarten entweder verbieten, streng reglementieren oder das Finning (das Fangen zum alleinigen Zweck, die Flossen abzuschneiden) verbieten. Auch einzelne L\u00e4nder und die EU haben das Finning generell verboten. Damit ist kein generelles Import- oder Exportverbot von Haifischflossen verbunden, der Handel ist jedoch nur unter strengen Bedingungen erlaubt. Weiter wurden an der diesj\u00e4hrigen Vertragsstaatenkonferenz von Cites (\u00dcbereinkommen \u00fcber den internationalen Handel mit gef\u00e4hrdeten Arten frei lebender Tiere und Pflanzen vom 3. M\u00e4rz 1973; SR 0.453) mehrere der am h\u00e4ufigsten wegen ihrer Flossen gefangenen Haifischarten dem Schutz dieses \u00dcbereinkommens unterstellt. Damit wird deren Nutzung einem nachhaltigen Regime unterworfen.</p><p>Der Bundesrat erachtet die Unterst\u00fctzung der weltweit unternommenen Anstrengungen als erfolgversprechender als ein Importverbot. Zudem bestehen bei einseitigen Importverboten immer auch Bedenken hinsichtlich der WTO-Kompatibilit\u00e4t. Der erwartete Entscheid des WTO-Panels zum Importverbot der EU f\u00fcr Robbenprodukte wird hierzu weitere Anhaltspunkte liefern.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1370563200000)\/","SubmittedBy":"Freysinger Oskar","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1433808000000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52","Category":null,"Modified":"\/Date(1690557510263)\/","SubmissionDate":"\/Date(1366156800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4908,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt"}}