{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133357,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133357,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133357,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133357,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133357,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133357,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133357,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133357,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133357,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133357,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133357,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133357,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133357,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133357,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133357,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133357,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133357,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20133357,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"13.3357","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Mehr Landessprachen anstatt Anglizismen im \u00f6ffentlich-rechtlichen Fernsehen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Im \u00f6ffentlich-rechtlichen Fernsehen machen sich immer mehr Anglizismen breit. Anstatt beispielsweise Sendungen in den Landessprachen zu titulieren, wird Englisch verwendet. Gleichzeitig hat sich der Bund durch das Sprachengesetz verpflichtet, den Austausch und die Verst\u00e4ndigung unter den Sprachgemeinschaften zu f\u00f6rdern. Es stellt sich somit folgende Frage:</p><p>W\u00e4re es nicht im Sinn der Sprachf\u00f6rderung, wenn auch das vom Bund (Fernsehgeb\u00fchren) massgeblich unterst\u00fctzte \u00f6ffentlich-rechtliche Fernsehen diesbez\u00fcglich einen sichtbaren Beitrag leisten w\u00fcrde?</p>","ReasonText":"<p>Die Sendungen des deutschsprachigen \u00f6ffentlich-rechtlichen Fernsehens tragen heute vielfach Titel wie \"The Voice of Switzerland\", \"Top Secret\", \"Don't say it - bring it!\" und \"Happy Day\". Offenbar werden Anglizismen immer beliebter. Als H\u00f6hepunkt dieser Entwicklung wird der angebliche Schweizer des Jahres im Rahmen der Sendung \"Swiss Award\" gekr\u00f6nt. Gleichzeitig bem\u00fcht sich der Bund sehr zu Recht, j\u00e4hrlich mit massgeblichen Beitr\u00e4gen den sprachlichen Austausch und die gegenseitige Verst\u00e4ndigung innerhalb des Landes zu f\u00f6rdern. Diese F\u00f6rdermassnahmen werden durch das ebenfalls vom Bund unterst\u00fctzte \u00f6ffentlich-rechtliche Fernsehen nur bedingt unterst\u00fctzt. So kann man sich fragen: Wenn nicht einmal mehr im \u00f6ffentlich-rechtlichen Fernsehen die jeweils anderen Landessprachen gegen\u00fcber dem Englischen priorit\u00e4r behandelt werden, weswegen macht deren Erlernen dann \u00fcberhaupt noch Sinn? Oder sollen wir uns \u00fcberhaupt noch in den Landessprachen verst\u00e4ndigen lernen? Das \u00f6ffentlich-rechtliche Fernsehen k\u00f6nnte helfen, solchen f\u00fcr den Zusammenhalt unseres Landes sch\u00e4dlichen Tendenzen durch eine konsequentere F\u00f6rderung der Landessprachen Abhilfe zu schaffen. Der Bundesrat ist aufgerufen, seinen Einfluss geltend zu machen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat hat sich mehrfach kritisch \u00fcber den zunehmenden Gebrauch von Anglizismen in unseren Sprachregionen ge\u00e4ussert, zuletzt in seinen Antworten auf die parlamentarischen Vorst\u00f6sse Baettig 10.3119, Berberat 06.1146 und Rennwald 03.1112. Der Gebrauch von Anglizismen ist mittlerweile eine gesellschaftliche Realit\u00e4t geworden. Trotzdem f\u00fchrt diese Tendenz zu einer gewissen Vernachl\u00e4ssigung der Landessprachen. Die Bundeskanzlei hat bereits verschiedene Massnahmen ergriffen, um innerhalb der Bundesverwaltung den \u00fcberm\u00e4ssigen Gebrauch von Anglizismen in der Beh\u00f6rdenkommunikation einzuschr\u00e4nken. Dies entspricht auch dem Anliegen einer sachgerechten, klaren und b\u00fcrgerfreundlichen Sprache nach Artikel\u00a07 Absatz\u00a01 des Sprachengesetzes vom 5. Oktober 2007 (SR 441.1).</p><p>Ausserhalb der Bundesverwaltung will der Bundesrat aber nicht auf dirigistische Massnahmen setzen. Er lehnt es aus verfassungsrechtlichen Gr\u00fcnden ab, Vorschriften f\u00fcr den Sprachengebrauch zu machen und sich in die Gesch\u00e4ftspolitik von Unternehmen einzumischen, selbst wenn der Bund Eigner ist, wie beispielsweise bei der Post.</p><p>Der Gesetzgeber hat bei der SRG eine Norm zum Sprachengebrauch vorgesehen: Gem\u00e4ss Artikel\u00a024 Absatz\u00a05 des Bundesgesetzes \u00fcber Radio und Fernsehen vom 24. M\u00e4rz 2006 (SR 784.40) muss die SRG in wichtigen, \u00fcber die Sprach- und Landesgrenze hinaus interessierenden Informationssendungen die Standardsprache verwenden. Dar\u00fcber hinausgehende Massnahmen sind im Licht der verfassungsm\u00e4ssig garantierten Staatsunabh\u00e4ngigkeit und Programmautonomie der SRG kritisch zu beurteilen. Die vom Interpellanten gew\u00fcnschte Einflussnahme auf die Betitelung von Sendungen erachtet der Bundesrat nicht f\u00fcr angezeigt. Es ist zudem fraglich, ob mit einer derartigen Sensibilisierungsmassnahme das Ziel des Interpellanten erreicht werden kann. Die Betitelung einer SRG-Sendung an sich hat kaum Auswirkungen auf die F\u00f6rderung der nationalen Koh\u00e4sion. Zu den Leistungen der SRG f\u00fcr den sprachregionalen Austausch hat sich der Bundesrat in seinem Bericht vom 7. Dezember 2012 \"St\u00e4rkung der gegenseitigen Verst\u00e4ndigung und des nationalen Zusammenhalts durch die SRG SSR\" (<a href=\"http://www.news.admin.ch/NSBSubscriber/message/attachments/29015.pdf\">http://www.news.admin.ch/NSBSubscriber/message/attachments/29015.pdf</a>) eingehend ge\u00e4ussert.</p><p>Die SRG muss sich bei der Erf\u00fcllung ihres Leistungsauftrages auch unternehmerisch verhalten, um sich in der harten Konkurrenz mit ausl\u00e4ndischen Programmen beim Schweizer Publikum behaupten zu k\u00f6nnen. Es ist deshalb nachvollziehbar, dass sie erfolgreiche Sendungen und Sendungskonzepte mit englischsprachigen Titeln ausstrahlt. Dabei muss sich die SRG oft vertraglich binden und kann die Titelgebung nur beschr\u00e4nkt beeinflussen.</p><p>Im \u00dcbrigen stellt der Bundesrat keine Tendenz zu einer exzessiven Verwendung von Anglizismen in den SRG-Programmen fest. Nach den Informationen der SRG sind es rund 8 Prozent der Sendungstitel. Der Grossteil der SRG-Sendungen, etwa 90 Prozent, ist in einer der Landessprachen getitelt, wenige deutschsprachige Sendungen sogar in Mundart (\"SRF bi de L\u00fct\", \"Hopp de B\u00e4se\" oder \"Alper\u00f6\u00f6sli\").</p><p>Der Bundesrat sieht nach dem Gesagten keinen Anlass, bei der SRG hinsichtlich des Gebrauchs von Anglizismen zu intervenieren.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1371168000000)\/","SubmittedBy":"Candinas Martin","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1434672000000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"34|2831","Category":null,"Modified":"\/Date(1690538851140)\/","SubmissionDate":"\/Date(1366156800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4908,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Medien und Kommunikation|Kultur"}}