{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133436,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133436,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133436,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133436,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133436,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133436,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133436,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133436,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133436,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133436,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133436,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133436,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133436,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133436,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133436,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133436,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133436,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20133436,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"13.3436","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Das Wolfsproblem ernst nehmen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird angesichts der j\u00fcngsten Ereignisse im Goms, welche eine klare Versch\u00e4rfung der Situation darstellen, gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Sieht er bei der Umsetzung der Berner Konvention einen Interpretationsspielraum, der den Erhalt einer Abschussbewilligung erlaubt, wenn sich ein Wolf nachweislich in die unmittelbare N\u00e4he von Siedlungen begibt, und ist er bereit, diesen zu nutzen?</p><p>2. Ist er bereit, die f\u00fcr eine Abschussbewilligung notwendige Mindestzahl gerissener Nutztiere drastisch zu reduzieren, wenn ein Wolf in Gebieten auftaucht, welche nach anerkannten Schafalppl\u00e4nen nicht sch\u00fctzbar sind? (Ein entsprechender Alpplan wird zurzeit im Wallis in Zusammenarbeit mit dem Bund erstellt und wird 2014 abgeschlossen.)</p><p>3. Ist er bereit, solche nichtsch\u00fctzbare Gebiete zu wolfsfreien Zonen zu erkl\u00e4ren?</p><p>4. Was ist zahlenm\u00e4ssig, gemessen an der alpinen Wolfspopulation, der Bestand, der nach Ansicht des Bundesrates in der Schweiz anwesend sein muss, damit eine Regulation im Sinne der Berner Konvention m\u00f6glich ist? Wie wird die Verteilung dieser W\u00f6lfe innerhalb der Schweiz bestimmt, und inwieweit k\u00f6nnen die Kantone bei diesen Entscheiden mitreden?</p><p>5. Ist er bereit, die notwendigen finanziellen Mittel f\u00fcr eine umfassende Wolfspr\u00e4vention, also auch f\u00fcr Hirten, Hilfshirten und Z\u00e4une, zur Verf\u00fcgung zu stellen sowie die Bev\u00f6lkerung \u00fcber diese Kosten zu informieren?</p><p>6. Ist er bereit, falls die finanziellen Mittel nicht zur Verf\u00fcgung gestellt werden k\u00f6nnen, eine restriktive Wolfspolitik, welche ein rasches Anwachsen der Wolfspopulation verhindert, einzuf\u00fchren und anzuwenden?</p><p>7. Kennt er die Risszahlen der Nutztiere in Frankreich, welche trotz dem Einsatz von \u00fcber 1500 Herdenschutzhunden j\u00e4hrlich entstehen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. W\u00f6lfe in Mitteleuropa ern\u00e4hren sich haupts\u00e4chlich von den nat\u00fcrlichen Beutetieren Rothirsch, Reh, G\u00e4mse und Wildschwein. Dabei passen sie ihr nat\u00fcrliches Raumnutzungsverhalten demjenigen der Beutetiere an. In einem Hochtal wie dem Goms konzentrieren sich die Rothirsche und Rehe im Fr\u00fchjahr in den zuerst ausapernden Tallagen. Dass sich die W\u00f6lfe zu dieser Zeit deshalb wie Rothirsche und Rehe h\u00e4ufiger in der N\u00e4he von Siedlungen des Menschen bewegen, ist nichts Aussergew\u00f6hnliches. Sollte sich ein Wolf zu sehr an Menschen gew\u00f6hnen und seine nat\u00fcrliche Scheu verlieren, bieten sowohl die Berner Konvention als auch die nationale Rechtsetzung und das Konzept Wolf Schweiz gen\u00fcgend Spielraum, um einen solchen Wolf abzuschiessen. Es wird an den interkantonalen Kommissionen f\u00fcr das Grossraubtiermanagement sein, die konkreten F\u00e4lle zu beurteilen.</p><p>2. Wenn auf einer Alp keine technisch m\u00f6glichen, praktikablen und finanzierbaren Schutzmassnahmen ergriffen werden k\u00f6nnen, wendet das jetzige Konzept f\u00fcr eine Wolfsabschussbewilligung auf diesen Alpen bereits heute ein reduziertes Kriterium von 15 gerissenen Schafen an. Eine \u00c4nderung dieses Kriteriums ist zurzeit nicht angezeigt. Zuerst m\u00fcssen Erfahrungen mit den neuen Alppl\u00e4nen gemacht werden.</p><p>3. Die eidgen\u00f6ssischen Gesetze \u00fcber die Jagd und den Schutz wildlebender S\u00e4ugetiere und V\u00f6gel (JSG, SR 922.0) und \u00fcber den Natur- und Heimatschutz (NHG, SR 451) gehen davon aus, dass einheimische Tierarten im Grundsatz dort leben k\u00f6nnen sollen, wo sie geeigneten Lebensraum finden. Bei Wildschadenproblemen sind deren Best\u00e4nde anzupassen. Dies gilt insbesondere auch f\u00fcr die gr\u00f6sseren und Konflikte verursachenden Tierarten wie den Rothirsch, das Wildschwein oder den Wolf. Die Ausscheidung von wolfsfreien Zonen ist deshalb keine Konzeption, welche das Bundesrecht vorsieht und der Bundesrat dadurch unterst\u00fctzen kann.</p><p>4. Die Berner Konvention enth\u00e4lt keine Vorgaben betreffend die notwendigen L\u00e4nderbest\u00e4nde von einzelnen Arten. Das internationale Vertragswerk will den Schutz von langfristig \u00fcberlebensf\u00e4higen Populationen gew\u00e4hrleisten und verpflichtet die Vertragsstaaten solidarisch zum Schutz von deren Lebensr\u00e4umen. Wie gross der Wolfsbestand in der Schweiz werden soll, kann im Rahmen des Konzepts Wolf Schweiz diskutiert werden. In diese Diskussionen werden selbstverst\u00e4ndlich auch die Kantone integriert.</p><p>5. In Erf\u00fcllung der Motion Hassler 10.3242 erarbeitet das Bafu zurzeit einen Bericht \u00fcber die \u00dcberwachung der Herdenschutzhunde, die Regelung von Haftpflichtfragen im Zusammenhang mit dem Einsatz von Herdenschutzhunden sowie die langfristige Finanzierung des Herdenschutzes in der Schweiz. Nach der Verabschiedung dieses Berichtes durch den Bundesrat stehen diese Informationen allen interessierten Personen zur Verf\u00fcgung. Im Rahmen der laufenden Revision der Jagdverordnung wird der Bundesrat zudem pr\u00fcfen, inwieweit die Beratung sowie die Zucht, die Ausbildung und der Einsatz von Herdenschutzhunden als wirksamste Elemente im Herdenschutz unterst\u00fctzt werden sollen. Ebenfalls ist zu erw\u00e4hnen, dass das BLW die Behirtung von Schafen im S\u00f6mmerungsgebiet und die Umtriebsweide aus Gr\u00fcnden einer \u00f6kologisch ausgerichteten Weidef\u00fchrung bereits heute finanziell unterst\u00fctzt.</p><p>6. Der Bundesrat wird den Bericht zum Herdenschutz und die Revisionsvorlage des Konzepts Wolf Schweiz gemeinsam evaluieren. Es ist heute schon klar, dass ein effizienter und effektiver Herdenschutz nicht nur eine Frage der finanziellen Mittel ist, sondern auch von der Bereitschaft der Betroffenen und der zust\u00e4ndigen Kantone abh\u00e4ngt. Die Absch\u00fcsse von W\u00f6lfen richten sich gem\u00e4ss dem eidgen\u00f6ssischen Jagdrecht an der H\u00f6he der verursachten Sch\u00e4den aus, die trotz Herdenschutzmassnahmen entstehen.</p><p>7. Dem Bafu liegen zum jetzigen Zeitpunkt keine offiziellen Zahlen vor. Das Bafu trifft sich jedoch demn\u00e4chst mit der zust\u00e4ndigen franz\u00f6sischen Beh\u00f6rde. Das Treffen hat im Rahmen der Umsetzung der Motion Hassler 10.3605 zum Ziel, Erfahrungen mit dem franz\u00f6sischen System des Managements des Wolfes zu diskutieren. Dabei werden auch Fragen zur Effizienz der Herdenschutzmassnahmen zur Sprache kommen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1377043200000)\/","SubmittedBy":"Amherd Viola","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1380240000000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1690535983873)\/","SubmissionDate":"\/Date(1371081600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4909,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft"}}