{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133567,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133567,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133567,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133567,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133567,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133567,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133567,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133567,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133567,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133567,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133567,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133567,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133567,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133567,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133567,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133567,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133567,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20133567,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"13.3567","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Wann wird die Darmspiegelung zur Fr\u00fcherkennung von Darmkrebs in der Schweiz fl\u00e4chendeckend eingef\u00fchrt?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Bev\u00f6lkerung unseres Landes ist von verschiedenen Krebsarten betroffen. Besonders h\u00e4ufig kommt der Dickdarmkrebs vor, der sich mithilfe der Darmspiegelung zuverl\u00e4ssig feststellen l\u00e4sst. Diese Fr\u00fcherkennungsmethode erlaubt nicht nur eine sichere histologische Diagnose, sondern f\u00fchrt auch zu sehr wenigen Falsch-negativ-Resultaten - im Gegensatz zur Untersuchung des Stuhls auf Blut. Hier besteht n\u00e4mlich ein hohes Risiko, dass Vorstufen von Krebs nicht erkannt werden (falsch negativ), das Resultat aber aus anderen Gr\u00fcnden positiv ausf\u00e4llt, z. B. wegen H\u00e4morrhoiden. Vor allem aber erm\u00f6glicht es die Darmspiegelung, fast alle so entdeckten Vorstufen von Krebserkrankungen endg\u00fcltig zu heilen. </p><p>Eine Eigenheit des Dickdarmkrebses ist es, dass er sich aus einem gutartigen Polypen entwickelt, der sich im Verlauf mehrerer Jahre - oft nach acht bis zehn Jahren - mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zun\u00e4chst zu einer Krebsvorstufe und schliesslich zu einer Krebserkrankung entwickelt. </p><p>Wird der Polyp fr\u00fchzeitig entfernt, l\u00e4sst sich das Problem l\u00f6sen. </p><p>Die Mammografie zur Brustkrebsvorsorge oder das PSA-Screening zur Prostatakrebsvorsorge sind Methoden, die mit erg\u00e4nzenden Untersuchungen verbunden sind, wenn ein verd\u00e4chtiges Resultat vorliegt. Der Anteil falsch positiver Resultate solcher Untersuchungen ist hoch. Hinzu kommen zahlreiche unn\u00f6tige Tests und Eingriffe. Die Fr\u00fcherkennung von Dickdarmkrebs hingegen ist besonders effizient, weil man direkt Zugang zur erkrankten Stelle hat, histologische Untersuchungen durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen und behandelnde Eingriffe m\u00f6glich sind. </p><p>Nicht ausser Acht gelassen werden d\u00fcrfen jedoch die Kosten, und der Untersuch ist keine Bagatelle. Wenn es aber darum geht, Leiden, verursacht durch Darmkrebs, und den damit einhergehenden Verlust von Lebensqualit\u00e4t zu vermeiden, ist kein Preis zu hoch. Die Behandlung von Darmkrebs f\u00fchrt \u00fcberdies zu hohen Folgekosten (Chirurgie, Chemotherapie, Pflege, Palliativbehandlung). </p><p>Ich stelle dem Bundesrat folgende Fragen:</p><p>1. Ist der Bundesrat der Meinung, dass die Wirksamkeit, die Zweckm\u00e4ssigkeit und die Wirtschaftlichkeit bei der Fr\u00fcherkennung von Darmkrebs erf\u00fcllt sind? </p><p>2. Wenn ja, im Rahmen welcher Art von Fr\u00fcherkennung? Durch die Untersuchung des Stuhls auf Blut, gefolgt von einer Darmspiegelung bei einem positiven Resultat, oder durch eine fl\u00e4chendeckende Einf\u00fchrung der Darmspiegelung?</p><p>3. Was steht der fl\u00e4chendeckenden Einf\u00fchrung der Darmspiegelung allenfalls entgegen, wenn der Bundesrat den Nutzen der Methode anerkennen sollte? Die Kosten einer solchen Fr\u00fcherkennung? Ein Mangel an Magen-Darm-Spezialistinnen und -Spezialisten, die eine Darmspiegelung vornehmen k\u00f6nnen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Der Bundesrat erachtet die Fr\u00fcherkennung von Dickdarmkrebs als eine wirksame, zweckm\u00e4ssige und wirtschaftliche Leistung. Solche Untersuchungen k\u00f6nnen Krebserkrankungen rechtzeitig entdecken und erm\u00f6glichen eine erfolgreichere und kosteng\u00fcnstigere Behandlung im Fr\u00fchstadium, dies bei gesch\u00e4tzten Nettokosten von 3 bis 8 Millionen Franken pro Jahr (Kosten der Untersuchung abz\u00fcglich der eingesparten Kosten dank fr\u00fchzeitiger Therapie). Das Eidgen\u00f6ssische Departement des Innern (EDI) hat deshalb gest\u00fctzt auf einen Antrag der Schweizerischen Krebsliga entschieden, dass seit dem 1. Juli 2013 bei Personen im Alter von 50 bis 69 Jahren die Kosten folgender Untersuchungen von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) \u00fcbernommen werden: Nachweis von Blut im Stuhl alle zwei Jahre mit nachfolgender Koloskopie, falls Blut nachgewiesen wird, oder prim\u00e4re Koloskopie alle zehn Jahre. Dieser Schritt entspricht auch den Zielen der Strategie Gesundheit 2020 des Bundesrates, die der Pr\u00e4vention und Fr\u00fcherkennung einen hohen Stellenwert zuweist.</p><p>2. Zur Fr\u00fcherkennung von Darmkrebs werden international drei Methoden eingesetzt: der Nachweis von Blut im Stuhl, die Spiegelung des letzten Abschnittes des Dickdarms (Sigmoidoskopie) und die Spiegelung des ganzen Dickdarms (Koloskopie). Die Sigmoidoskopie wird in der Schweiz kaum zur Fr\u00fcherkennung verwendet. Die beiden anderen Methoden haben je Vor- und Nachteile: Der Nachweis von Blut im Stuhl ist sicher und einfach durchzuf\u00fchren. Unter Umst\u00e4nden werden aber Krebsvorstufen, die noch nicht bluten, verpasst. Deshalb muss dieser Nachweis alle zwei Jahre wiederholt werden. Zudem besteht die M\u00f6glichkeit von falsch positiven Befunden durch kleine Blutungen anderer Ursache. Die Koloskopie ist empfindlicher, und Krebsvorstufen k\u00f6nnen gleichzeitig entfernt werden. Eine Wiederholung ist erst nach zehn Jahren n\u00f6tig. Sie erfordert aber ein vorg\u00e4ngiges Abf\u00fchren und in der Regel eine Sedierung, und es besteht ein kleines Risiko, dass die Darmwand verletzt wird. Gem\u00e4ss Erkenntnissen aus Pilotstudien ist die Bereitschaft der Bev\u00f6lkerung, Stuhluntersuchungen durchzuf\u00fchren, gr\u00f6sser, als sich einer Koloskopie zu unterziehen. Mit der seit 1. Juli 2013 g\u00fcltigen Regelung besteht die Wahlfreiheit der Versicherten. Falls Kantone die Untersuchung im Rahmen von Fr\u00fcherkennungsprogrammen (\u00e4hnlich wie die Screening-Mammografie) anbieten wollen, k\u00f6nnen sie ebenfalls beide Methoden als prim\u00e4re Untersuchungsmethode vorsehen. In solchen Programmen besteht zudem die M\u00f6glichkeit f\u00fcr das EDI, die Untersuchung von der Franchise zu befreien.</p><p>3. Mit der Einf\u00fchrung der Leistungspflicht sind die Voraussetzungen geschaffen worden, dass sich die Bev\u00f6lkerung zulasten der OKP fr\u00fchzeitig auf das Vorliegen einer Dickdarmkrebs-Erkrankung untersuchen lassen kann, dass die \u00c4rzte ihren Patienten diese Untersuchungen anbieten und die Kantone entsprechende Fr\u00fcherkennungsprogramme etablieren k\u00f6nnen. Nach Angaben von Krebsliga und Fachgesellschaften sind die Kapazit\u00e4ten f\u00fcr die Durchf\u00fchrung der Koloskopien vorhanden.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1377043200000)\/","SubmittedBy":"Fridez Pierre-Alain","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1380240000000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690549070373)\/","SubmissionDate":"\/Date(1371686400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4909,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}