{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133899,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133899,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133899,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133899,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133899,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133899,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133899,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133899,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133899,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133899,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133899,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133899,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133899,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133899,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133899,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133899,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20133899,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20133899,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"13.3899","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Wildbienen und andere wilde Best\u00e4uberinsekten besser sch\u00fctzen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Ich bitte den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen zu der Bedeutung, dem Zustand und der Gef\u00e4hrdung von Wildbienen, Solit\u00e4rbienen, Hummeln und anderen wilden Best\u00e4uberinsekten in der Schweiz:</p><p>1. Wie sind die \u00f6kologische und \u00f6konomische Bedeutung sowie der Zustand und die Gef\u00e4hrdung von Wildbienen und anderen wilden Best\u00e4uberinsekten in der Schweiz zu bewerten?</p><p>2. Wie unterscheiden sich die erhobenen Daten bez\u00fcglich Wildbest\u00e4uberpopulationen in landwirtschaftlich stark genutzten Gegenden, im Siedlungsraum, im Wald und in abgelegenen (Berg-)Gebieten?</p><p>3. Welche Gefahren gehen f\u00fcr Wildbest\u00e4uber aus von einem einseitigen Trachtangebot, Zeitpunkt und Methoden der Ernte, synthetischen Pestiziden, vermehrt auftretenden Wetterextremen, der Sauerbrut oder Varroamilbe usw.?</p><p>4. Welchen Handlungsbedarf leitet er aus den gewonnenen Erkenntnissen ab, bzw. welche Massnahmen zum Schutz von wilden Best\u00e4uberinsekten h\u00e4lt er f\u00fcr dringlich?</p><p>5. Neue Richtlinien der Efsa zur Risikobewertung von Pestiziden f\u00fcr Bienen sehen auch die Bewertung von Risiken f\u00fcr Hummeln und Solit\u00e4rbienen vor. Ist er bereit, solche Bewertungen einzuf\u00fchren, und wenn ja, auf welchen wissenschaftlichen Grundlagen will er diese aufbauen?</p>","ReasonText":"<p>Zu Bedeutung, Zustand und Gef\u00e4hrdung der Honigbienen in der Schweiz liegen zahlreiche wissenschaftliche Erkenntnisse vor. Faktoren wie ein einseitiges Trachtangebot, Zeitpunkt und Methoden der Ernte, letale und subletale Effekte durch Pestizide, vermehrt auftretende Wetterextreme, Sauerbrut oder die Varroamilbe schw\u00e4chen V\u00f6lker, machen Bienen anf\u00e4llig f\u00fcr Krankheiten und f\u00fchren in besorgniserregendem Ausmass zum Tod. Weitgehend unklar sind jedoch Bedeutung, Zustand und Gef\u00e4hrdung von Wildbienen, Solit\u00e4rbienen, Hummeln und anderen wilden Best\u00e4uberinsekten. Derweil legen neueste wissenschaftliche Erkenntnisse nahe, dass deren Best\u00e4uberleistung ebenso von hoher \u00f6kologischer und \u00f6konomischer Relevanz ist: So ist es die Pr\u00e4senz verschiedener wilder Best\u00e4uberinsekten - zusammen mit den Honigbienen -, die in landwirtschaftlichen Kulturen die besten Ertr\u00e4ge garantiert (Garibaldi et al., 2013). Allerdings ist davon auszugehen, dass Wildbest\u00e4uber auf Umwelteinfl\u00fcsse wie chemische Pestizide empfindlicher reagieren als staatenbildende, vom Imker gepflegte Honigbienenv\u00f6lker.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass die Rolle der Wildbienen und anderer Wildbest\u00e4uber f\u00fcr die Best\u00e4ubung von Wild- und Kulturpflanzen bisher deutlich untersch\u00e4tzt wurde. Wildbienen sind aufgrund von physiologischen, morphologischen oder verhaltensbiologischen Eigenschaften im Vergleich zur Honigbiene oftmals ebenb\u00fcrtige, effizientere oder gar die alleinigen Best\u00e4uber bestimmter Bl\u00fctenpflanzen. Insbesondere die Wildbienen erlitten aber in den vergangenen Jahrzehnten teilweise betr\u00e4chtliche R\u00fcckg\u00e4nge sowohl in ihrer Artenvielfalt als auch in ihren Bestandesgr\u00f6ssen. So sind in Mitteleuropa je nach Land und Region zwischen 25 Prozent und 68 Prozent aller Wildbienenarten auf aktuellen Roten Listen aufgef\u00fchrt. In der Schweiz gelten gem\u00e4ss einer Einsch\u00e4tzung aus dem Jahr 1994 45 Prozent der rund 600 Wildbienenarten als gef\u00e4hrdet, und einige sind schon verschollen. Die Bestandessituation der Wildbienen d\u00fcrfte sich nach Einsch\u00e4tzung von Fachleuten seither eher noch verschlechtert haben. Die aktuelle Gef\u00e4hrdungssituation der Wildbienen in der Schweiz ist jedoch unbekannt, und es fehlt eine langfristige \u00dcberwachung der Wildbest\u00e4uberfauna.</p><p>2. Es gibt wenig Daten, die speziell die Frage der Wildbest\u00e4uberpopulation in Abh\u00e4ngigkeit von den Gebieten beantworten. Wildbienen haben hohe Anspr\u00fcche an ihre Nahrungs- (Bl\u00fcten) und Nistressourcen (Kleinstrukturen) und reagieren entsprechend empfindlich auf alle Landschafts- und Lebensraumver\u00e4nderungen, die zu einer Verringerung oder zu einer r\u00e4umlichen Ver\u00e4nderung des Angebotes an Bl\u00fcten und Kleinstrukturen f\u00fchren. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts f\u00fchrten die Intensivierung der Landwirtschaft, die Ausr\u00e4umung der offenen Kulturlandschaft sowie die rasante Ausdehnung des Siedlungsgebietes in der Schweiz vielerorts zu einer massiven Abnahme des qualitativen und quantitativen Angebotes an Nahrungs- und Nistressourcen. Andererseits verwaldeten wertvolle Grenzertragsstandorte durch Nutzungsaufgabe, und Wald ist bekanntlich arm an Wildbienen. Siedlungsraum kann durch die gezielte Ansiedlung geeigneter Pflanzenarten oder durch die Schaffung von geeigneten Nistpl\u00e4tzen ein Refugium bzw. eine Oase f\u00fcr Wildbienen sein.</p><p>3. Sauerbrut und Varroamilbe sind spezifisch an der Honigbiene. Unter den aufgef\u00fchrten Gef\u00e4hrdungsfaktoren d\u00fcrfte die starke Abnahme des qualitativen und quantitativen Bl\u00fctenangebots und von Nistplatzm\u00f6glichkeiten (Boden, Altb\u00e4ume) eine der Hauptursachen f\u00fcr den R\u00fcckgang der Wildbienenvielfalt und -h\u00e4ufigkeit in weiten Teilen Europas sein. Tats\u00e4chlich ist - bedingt durch den hohen Anteil an Nahrungsspezialisten unter den Wildbienen - die Artenvielfalt der Bl\u00fctenpflanzen oft der entscheidende Faktor f\u00fcr die Diversit\u00e4t der Wildbienen auf Landschaftsebene. Gerade diejenigen Bl\u00fctenpflanzen, welche von Wildbienen besonders stark genutzt werden, gingen am st\u00e4rksten zur\u00fcck. Das M\u00e4hen mit einem Kreiselm\u00e4her mit Aufbereiter w\u00e4hrend Flugstunden kann der Honigbiene schaden. Das kann auch der Fall f\u00fcr die Wildbest\u00e4uber sein. Pestizide k\u00f6nnen bei falscher Anwendung Honigbienen sch\u00e4digen. Effekte auf Wildbienen k\u00f6nnen gleich oder sogar gr\u00f6sser sein (Einfluss auf die Reproduktion).</p><p>4. Im August 2013 wurde in Erf\u00fcllung der Motion UREK-N 13.3372 eine Arbeitsgruppe gebildet mit dem Ziel, einen Massnahmenplan zur Bienengesundheit in der Schweiz auszuarbeiten, der auch Wildbienen und Hummeln ber\u00fccksichtigt. In der Arbeitsgruppe sind Experten auf diesem Gebiet vertreten.</p><p>5. Die Schweiz beteiligt sich an den laufenden Gespr\u00e4chen (Efsa, OECD, Setac) \u00fcber die Einf\u00fchrung neuer Bewilligungsverfahren f\u00fcr Pestizide in der EU und namentlich \u00fcber die Beurteilung des Risikos f\u00fcr andere Best\u00e4uberinsekten als die Honigbiene. Neue Evaluierungsmethoden m\u00fcssen erarbeitet werden. Diese Methoden werden in der Schweiz angewendet, sobald sie von den zust\u00e4ndigen internationalen Organisationen gepr\u00fcft wurden.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1384300800000)\/","SubmittedBy":"Masshardt Nadine","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1386892800000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1690529118290)\/","SubmissionDate":"\/Date(1380240000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4910,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft"}}