{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134018,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134018,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134018,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134018,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134018,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134018,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134018,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134018,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134018,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134018,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134018,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134018,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134018,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134018,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134018,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134018,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134018,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20134018,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"13.4018","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Warum den Verzehr von Insekten verbieten?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>\u00dcberall auf der Welt werden Insekten verzehrt - ausser in Europa. Der Verzehr von Insekten sorgt f\u00fcr eine gen\u00fcgende Proteinzufuhr und gleicht so die mangelnde Verf\u00fcgbarkeit von Fleisch aus. Pro Hektare k\u00f6nnen n\u00e4mlich sehr viel mehr Insekten- als Tierproteine hergestellt werden: 10 Kilo Nahrung ergeben 9 Kilo Insekten, jedoch nur 1 Kilo Rind. Diese Art der Produktion st\u00f6sst auch sehr viel weniger Treibhausgase aus. Aus diesen Gr\u00fcnden kann der Verzehr von Insekten eine ausgezeichnete und \u00f6kologische Alternative f\u00fcr die n\u00f6tige Steigerung der Proteinproduktion sein. Mehrere Unternehmen in der Schweiz w\u00e4ren an einer solchen Produktion interessiert, werden jedoch von der gegenw\u00e4rtigen Gesetzgebung daran gehindert.</p><p>Darum gelange ich mit folgenden Fragen an den Bundesrat:</p><p>1. Ist er bereit, dem Parlament eine Gesetzes\u00e4nderung zu unterbreiten, die den Verzehr von Insekten erlaubt?</p><p>2. Aus welchen Gr\u00fcnden ist das Verzehren von Insekten verboten, wenn doch Millionen von Menschen genau dies seit Jahrtausenden tun (bereits Aristoteles huldigte dem Verzehr von Zikadenpuppen)?</p><p>3. W\u00e4re ein offener und kontrollierbarer Markt nicht einem grauen Markt ohne Hygienekontrollen vorzuziehen?</p><p>4. W\u00e4re der Verzehr von Insekten angesichts der abnehmenden Kulturfl\u00e4che nicht eine gute Alternative f\u00fcr die so wichtige und n\u00f6tige Proteinproduktion?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat begr\u00fcsst die Bestrebungen, Alternativen f\u00fcr eine nachhaltige Ern\u00e4hrung zu finden, und verfolgt die Entwicklungen mit Interesse. Zu den Fragen der Interpellantin nimmt er wie folgt Stellung:</p><p>1./2. Der Konsum von Insekten ist nicht verboten. Konsumentinnen und Konsumenten d\u00fcrfen Insekten, die sie in der Natur sammeln oder selber z\u00fcchten, verspeisen. Die Abgabe und das Anbieten von Insekten als Lebensmittel sind hingegen nicht erlaubt. Das Lebensmittelrecht schreibt vor, dass nur Lebensmittel, die in der Lebensmittel- und Gebrauchsgegenst\u00e4ndeverordnung vom 23. November 2005 (LGV; SR 817.02) umschrieben sind, als solche in Verkehr gebracht werden d\u00fcrfen. Insekten sind in der LGV nicht umschrieben und bed\u00fcrfen daher, wie alle nichtumschriebenen Lebensmittel, einer Bewilligung des Bundesamtes f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und Veterin\u00e4rwesen, damit sie auf den Markt gebracht werden d\u00fcrfen. Bis heute wurde kein vollst\u00e4ndiges Bewilligungsgesuch eingereicht. Es wurden jedoch schon zeitlich befristete, genau definierte und mit Auflagen zum Schutz der Gesundheit verbundene Markttests bewilligt, z. B. als Showevent im Rahmen einer Ausstellung. In der Europ\u00e4ischen Union werden Insekten als \"novel food\" angeschaut, und sie unterliegen ebenfalls einer Bewilligungspflicht.</p><p>Um Insekten als Lebensmittel umschreiben zu k\u00f6nnen, muss gem\u00e4ss Artikel\u00a013 Absatz\u00a01 des Lebensmittelgesetzes vom 9. Oktober 1992 (SR 817.0) belegt werden, dass sie bei ihrem \u00fcblichen Gebrauch die Gesundheit nicht gef\u00e4hrden. Bis heute fehlen jedoch verl\u00e4ssliche Daten, die aufzeigen, dass die zum Verzehr vorgesehenen Insekten keine giftigen Substanzen enthalten, die bei einem erh\u00f6hten Konsum die Gesundheit sch\u00e4digen k\u00f6nnen. Es fehlen auch verl\u00e4ssliche Daten, ob ihre Proteine bei bestimmten Bev\u00f6lkerungsgruppen allergisch wirken und ob durch den Konsum von Insekten Krankheiten auf den Menschen \u00fcbertragen werden k\u00f6nnen. Deshalb ist es noch nicht m\u00f6glich, \u00fcber eine Verordnungs\u00e4nderung die Abgabe von bestimmten Insektenarten als Lebensmittel zu erm\u00f6glichen.</p><p>3. Zum Schutz der Umwelt und der Biodiversit\u00e4t hat der Bundesrat den Umgang mit gebietsfremden wirbellosen Kleintieren im geschlossenen System (Einschliessungsverordnung vom 9. Mai 2012; SR 814.912) sowie bei Freisetzungsversuchen f\u00fcr Forschungszwecke geregelt (Freisetzungsverordnung vom 10. September 2008; SR 814.911). Dagegen gibt es bis heute keine standardisierten Verfahren zur Zucht und Produktion von Insekten zu Lebensmittelzwecken. Bei der Vielzahl der Insektenarten stellt dies eine ausserordentliche Herausforderung dar, und ein kontrollierter Markt ist aus obengenannten Gr\u00fcnden nicht m\u00f6glich.</p><p>4. Der Verzehr von gewissen Insekten k\u00f6nnte einen Beitrag f\u00fcr eine nachhaltige Lebensmittelproduktion, inklusive der Vorstufe der Tierf\u00fctterung, liefern. Aktuell sind aber noch viele grundlegende Fragen unbeantwortet. Es bedarf weiterer Forschung, bevor eine abschliessende Beurteilung \u00fcber den Stellenwert von Insekten als Proteinlieferanten vorgenommen werden kann.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1392163200000)\/","SubmittedBy":"Chevalley Isabelle","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1395360000000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690528176803)\/","SubmissionDate":"\/Date(1385337600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4911,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}