{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134075,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134075,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134075,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134075,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134075,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134075,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134075,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134075,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134075,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134075,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134075,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134075,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134075,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134075,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134075,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134075,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134075,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20134075,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"13.4075","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Pestizide. Ist das Schutzniveau in der Schweiz tiefer als in der EU?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Seit 2010 l\u00e4uft auch in der Schweiz ein Programm zur \u00dcberpr\u00fcfung von bereits zugelassenen Pflanzenschutzmitteln, die sogenannte \"gezielte \u00dcberpr\u00fcfung\". Bis zu 100 Wirkstoffe m\u00fcssen in diesem Rahmen noch einmal evaluiert werden. Diese Evaluation hat zur Folge, dass die Auflagen f\u00fcr die Anwendung der Mittel teilweise angepasst werden m\u00fcssen oder die Bewilligung f\u00fcr gewisse Anwendungszwecke entzogen wird. Ziel ist es, ein Schutzniveau f\u00fcr die menschliche Gesundheit und die Umwelt zu erreichen, das demjenigen in der EU vergleichbar ist. Im Agrarbericht 2013 wird als Beispiel der fungizide Wirkstoff Folpet verwendet, um die neuen Auflagen zu illustrieren. F\u00fcr den Weinbau wurde eine neue Auflage verf\u00fcgt, die f\u00fcr die meisten Indikationen einen Sicherheitsabstand von mindestens 6 Metern zu Oberfl\u00e4chengew\u00e4ssern vorschreibt. F\u00fcr vergleichbare Produkte und Indikationen haben \u00d6sterreich und Deutschland aber strengere Abstandsvorschriften.</p><p>1. Wie gross muss der Abstand sein, und welche Dosierungen sind zul\u00e4ssig, damit das theoretische Risiko f\u00fcr Gew\u00e4sserorganismen gem\u00e4ss der Evaluation der \u00f6kotoxikologischen Risiken im Weinbau als akzeptabel gilt?</p><p>2. Entsprechen die in der Schweiz vorgeschriebenen Sicherheitsabst\u00e4nde bei der gew\u00e4ssernahen Anwendung von Folpet-haltigen Mitteln den Sicherheitsabst\u00e4nden, die f\u00fcr den Schutz von Gew\u00e4sserorganismen aufgrund des theoretischen Risikos n\u00f6tig sind?</p><p>3. Da die Auflagen f\u00fcr die Anwendung von Folpet-haltigen Mitteln z. B. in \u00d6sterreich strenger sind, k\u00f6nnte man zu Recht denken, dass das Schutzniveau in der Schweiz tiefer ist. Was sind die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Interessen, die ein tieferes Schutzniveau rechtfertigen?</p><p>4. Wie unterscheidet sich z. B. bei Folpet das Schutzniveau f\u00fcr die menschliche Gesundheit und die Umwelt, das sich aus der gezielten \u00dcberpr\u00fcfung ergeben hat, von demjenigen in der EU?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1./2. Pflanzenschutzmittel sch\u00fctzen Kulturpflanzen vor Schadorganismen. Um zu wirken, m\u00fcssen sie biologisch aktiv sein. Das akzeptable Risiko f\u00fcr Nichtzielorganismen wird unter Ber\u00fccksichtigung der Toxizit\u00e4t des Wirkstoffes, seiner physikalisch-chemischen Eigenschaften und der f\u00fcr den Schutz der Kulturen notwendigen Konzentration berechnet.</p><p>Der fungizide Wirkstoff Folpet zeigt eine gewisse Toxizit\u00e4t gegen\u00fcber Nichtzielorganismen in Oberfl\u00e4chengew\u00e4ssern, insbesondere gegen\u00fcber Fischen und wirbellosen Tieren. Folpet wird im Gew\u00e4sser sehr schnell abgebaut, die Zerfallsprodukte weisen nur ein geringf\u00fcgiges Gef\u00e4hrdungspotenzial auf. Deshalb wird f\u00fcr die Bewertung der \u00f6kotoxikologischen Risiken von Folpet-Anwendungen haupts\u00e4chlich die akute Toxizit\u00e4t beachtet. Unter Ber\u00fccksichtigung des aktuellen wissenschaftlichen und technischen Kenntnisstands darf davon ausgegangen werden, dass ein Sicherheitsabstand von 6 Metern zu Oberfl\u00e4chengew\u00e4ssern f\u00fcr Folpet-Anwendungen im Weinbau zu keiner Gef\u00e4hrdung von Gew\u00e4sserorganismen f\u00fchrt. Folpet ist als n\u00fctzlingsschonend eingestuft und somit f\u00fcr die integrierte Produktion geeignet.</p><p>3./4. Die Pflanzenschutzmittel-Zulassung verfolgt verschiedene Ziele: Der Schutz der Kulturpflanzen gegen\u00fcber Schaderregern und Krankheiten muss gew\u00e4hrleistet sein; die Gesundheit von Mensch und Tier sowie die Umwelt d\u00fcrfen nicht beeintr\u00e4chtigt werden.</p><p>Das Schweizer \u00dcberpr\u00fcfungsprogramm bereits bewilligter Pflanzenschutzmittel hat dasselbe Ziel wie das analoge Programm in den EU-Mitgliedstaaten. Die bewilligten Anwendungen der Produkte eines neubewerteten Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffes werden hinsichtlich ihrer Anwendungsvorschriften \u00fcberpr\u00fcft und dem aktuellen Wissensstand angepasst. Die Anwendungsvorschriften k\u00f6nnen l\u00e4nder\u00fcbergreifend variieren. Im Fall von Folpet wurde im Weinbau in \u00d6sterreich und Deutschland ein Sicherheitsabstand zu Oberfl\u00e4chengew\u00e4ssern von 20 Metern verf\u00fcgt.</p><p>Der in der Schweiz f\u00fcr Folpet-Anwendungen verf\u00fcgte Sicherheitsabstand von 6 Metern zu Oberfl\u00e4chengew\u00e4ssern tr\u00e4gt sowohl den Anforderungen der agronomischen Praxis als auch dem Schutz der Gew\u00e4sserorganismen Rechnung. Folpet ist f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung des Falschen Mehltaus im Weinbau wichtig und spielt zudem eine Schl\u00fcsselrolle im Rahmen des Resistenzmanagements. Alternative Wirkstoffe f\u00fcr die Anti-Resistenz-Strategie sind Dithianon, Mancozeb und Kupfer. Dithianon kann bei Hautkontakt Allergien ausl\u00f6sen. Da Handarbeiten in behandelten Weinreben unumg\u00e4nglich sind, wird Dithianon hier nur in geringem Masse eingesetzt. Mancozeb wird als m\u00e4ssig toxisch bis toxisch f\u00fcr Raubmilben eingestuft und findet keine Anwendung in der integrierten Produktion. Aufgrund der Bodenakkumulation und seiner hohen Persistenz ist mit Kupfer sorgsam umzugehen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1392163200000)\/","SubmittedBy":"Chevalley Isabelle","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1395360000000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1690528395137)\/","SubmissionDate":"\/Date(1386201600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4911,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft"}}