{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134076,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134076,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134076,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134076,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134076,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134076,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134076,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134076,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134076,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134076,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134076,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134076,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134076,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134076,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134076,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134076,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134076,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20134076,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"13.4076","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Mit zweisprachig gef\u00fchrten Schulen das Italienische st\u00e4rken","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Italienisch, Landes- und Amtssprache, ist ein konstitutives Element unseres Landes. Aber ausserhalb der italienischsprachigen Schweiz hat die Sprache einen schweren Stand - mit nachteiligen Folgen f\u00fcr den inneren Zusammenhalt des Landes; dies, obwohl der gesetzliche Rahmen vorsieht, dass die Landessprachen auch ausserhalb ihrer Sprachgebiete gef\u00f6rdert werden k\u00f6nnen. Ich bitte den Bundesrat deshalb, die folgenden Fragen zu beantworten:</p><p>1. Welche unterst\u00fctzenden Massnahmen sind von Bund und Kantonen auf Schulstufe vorgesehen, damit italienischsprachige Familien ausserhalb der italienischen Schweiz die italienische Sprache und Kultur pflegen und erhalten k\u00f6nnen?</p><p>2. Wie gedenkt der Bundesrat die Empfehlungen einer Arbeitsgruppe der Schweizerischen Maturit\u00e4tskommission in ihrem Bericht vom 5. November 2013 umzusetzen, um die Stellung des Italienischen an den Gymnasien und an der Volksschule zu st\u00e4rken?</p><p>3. Ist er bereit, in Zusammenarbeit mit den Kantonen Pilotprojekte zu unterst\u00fctzen, die zweisprachig gef\u00fchrte Schulen oder zweisprachigen Unterricht an der Volksschule und am Gymnasium einf\u00fchren in St\u00e4dten, in denen erwiesenermassen Interesse am Erlernen des Italienischen (und der anderen Landessprachen) besteht?</p><p>4. Die f\u00f6deralistische Struktur unseres Landes bringt in der Sprachenfrage sehr komplexe Herausforderungen mit sich. Erachtet er es deshalb nicht als notwendig, Anreize f\u00fcr die Kantone zu schaffen, um den Unterricht der Minderheitensprachen ausserhalb ihres Sprachgebietes zu f\u00f6rdern? Wenn ja, welche?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. In der Schweiz gilt bez\u00fcglich der Sprache das Territorialit\u00e4tsprinzip, wonach die Institutionen die Sprache verwenden, die in der entsprechenden Region traditionell gesprochen wird. Dies gilt insbesondere f\u00fcr den Unterricht auf Volksschulstufe.</p><p>2004 hat die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) eine nationale Strategie zur Weiterentwicklung des Sprachenunterrichts verabschiedet. Die wichtigsten Inhalte dieser Strategie sind in die interkantonalen Vereinbarungen \u00fcber die Harmonisierung der obligatorischen Schule (Harmos-Konkordat und \"Plan d'\u00e9tudes romand\") eingeflossen. Gem\u00e4ss diesen Vereinbarungen m\u00fcssen alle Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sp\u00e4testens ab dem 5. und dem 7. Schuljahr eine zweite Landessprache und Englisch lernen (ausgehend von 11 obligatorischen Schuljahren). Die Kantone Graub\u00fcnden und Tessin k\u00f6nnen von dieser Bestimmung abweichen, sofern sie noch eine dritte Landessprache obligatorisch unterrichten lassen. \u00dcber die 2012 von allen Kantonen verabschiedeten Bildungsstandards werden national klar definierte Ziele f\u00fcr zwei Sprachen vorgegeben, die gleichwertige Kompetenzniveaus am Ende der obligatorischen Schulzeit vorsehen. Der Unterricht der ersten Fremdsprache wird auf regionaler Ebene koordiniert. Zudem hat in der obligatorischen Schule ein bedarfsgerechtes Angebot an fakultativem Unterricht in einer dritten Landessprache zu bestehen. Dabei handelt es sich in den meisten Kantonen um das Italienische.</p><p>Die gleichen Grunds\u00e4tze sind im Sprachengesetz verankert, das seit 2010 in Kraft ist.</p><p>In Bezug auf die nachobligatorische Bildung sieht die Verordnung des Bundesrates bzw. das Reglement der EDK \u00fcber die Anerkennung von gymnasialen Maturit\u00e4tsausweisen (MAV/MAR) vor, dass auf gymnasialer Stufe in den Kantonen mit Erstsprache Deutsch oder Franz\u00f6sisch das Italienische als Grundlagen- und als Freifach angeboten werden muss.</p><p>Gem\u00e4ss Artikel\u00a010 der Sprachenverordnung (SpV) kann der Bund zudem innovative Projekte zur F\u00f6rderung des Unterrichts einer zweiten oder dritten Landessprache unterst\u00fctzen. So unterst\u00fctzt er beispielsweise ein von der Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana lanciertes Projekt, das auf Sekundarstufe I den intensiven Unterricht von Italienisch als Fremdsprache nach einem neuen Ansatz der Mehrsprachigkeitsdidaktik plant.</p><p>\u00dcberdies werden Kurse in heimatlicher Sprache und Kultur f\u00fcr das Italienische angeboten, die italienischsprachigen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern sowie ihren Familien in allen Deutsch- und Westschweizer Kantonen offenstehen.</p><p>2. Der Bericht der Arbeitsgruppe zur F\u00f6rderung des Italienischunterrichts an den Schweizer Gymnasien bildet eine verl\u00e4ssliche Diskussionsgrundlage f\u00fcr Bund und Kantone. Die Umsetzung der im Bericht enthaltenen Empfehlungen wird Gegenstand von Gespr\u00e4chen zwischen Bund und Kantonen sein.</p><p>Bestimmte von der Arbeitsgruppe vorgeschlagene Massnahmen werden bereits umgesetzt. Dazu geh\u00f6rt die Unterst\u00fctzung durch den Bund von Sprachaustauschen zwischen den verschiedenen Sprachregionen, insbesondere auch mit der italienischsprachigen Schweiz, was sich auch positiv auf den Italienischunterricht an den Gymnasien auswirkt.</p><p>3. Bund und Kantone anerkennen die Bedeutung und den Wert von zweisprachigem Unterricht. Auf gymnasialer Ebene beispielsweise sieht Artikel\u00a018 MAV/MAR die M\u00f6glichkeit einer zweisprachigen Maturit\u00e4t vor.</p><p>Der Bund unterst\u00fctzt zudem aktiv den zweisprachigen Unterricht mit einer Landessprache als Immersionssprache. Gem\u00e4ss Artikel\u00a010 SpV kann er den Kantonen Finanzhilfen zur F\u00f6rderung von Pilotprojekten f\u00fcr den zweisprachigen Unterricht gew\u00e4hren.</p><p>4. Die F\u00f6rderung der Mehrsprachigkeit und der Landessprachen wurde mit der Inkraftsetzung des Sprachengesetzes und der entsprechenden Verordnung im Jahr 2010 verst\u00e4rkt. Der Bund schafft bereits Anreize f\u00fcr die Kantone zur F\u00f6rderung des Unterrichts der Landessprachen \u00fcber die Sprachgrenzen hinaus. Er pr\u00fcft jedoch weitere Massnahmen, die in Zusammenarbeit mit den Kantonen getroffen werden sollen, insbesondere zur Unterst\u00fctzung des Italienischunterrichts ausserhalb der italienischsprachigen Schweiz.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1392163200000)\/","SubmittedBy":"Semadeni Silva","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1395360000000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"32|2831","Category":null,"Modified":"\/Date(1690528375410)\/","SubmissionDate":"\/Date(1386201600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4911,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Bildung|Kultur"}}