{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134163,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134163,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134163,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134163,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134163,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134163,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134163,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134163,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134163,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134163,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134163,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134163,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134163,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134163,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134163,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134163,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20134163,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20134163,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"13.4163","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Sonderbewilligungen f\u00fcr den Insektizideinsatz im Tabakanbau","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Laut den letzten drei Agrarberichten wurden in den Kantonen Jura, Waadt und Freiburg in den Jahren 2010 bis 2012 j\u00e4hrlich regionale Sonderbewilligungen f\u00fcr den Einsatz von Insektiziden im Tabakanbau erteilt. Die DZV sieht vor, dass Sonderbewilligungen zeitlich beschr\u00e4nkt erteilt werden. Ein j\u00e4hrliches Erteilen von regionalen Sonderbewilligungen \u00fcber mehrere Jahre hinweg widerspricht diesem Prinzip. Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie gross ist das Schadpotenzial von Blattl\u00e4usen im Tabakanbau?</p><p>2. Wurde vor der Erteilung der kantonsweiten Sonderbewilligung eine professionelle Beurteilung des Befalls im Feld durchgef\u00fchrt?</p><p>3. F\u00fcr welche Insektizidwirkstoffe wurden die Sonderbewilligungen erteilt?</p><p>4. Wurden diese Sonderbewilligungen auch im Jahr 2013 erteilt?</p><p>5. Wirkt sich die Anpassung der DZV mit der AP 2014-2017 auf diese Sonderbewilligungspraxis aus? Und wenn ja: wie? </p><p>6. Welche zus\u00e4tzlichen Massnahmen wurden ergriffen, um die Blattlausproblematik im Tabakanbau in den Kantonen Jura, Waadt und Freiburg in Zukunft zu entsch\u00e4rfen? </p><p>7. Ist es gerechtfertigt, den Tabakanbau u. a. mit Versorgungssicherheitsbeitr\u00e4gen zu subventionieren, wenn sein Anbau aussertourliche Pflanzenschutzmassnahmen bedingt?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Das Schadpotenzial von Blattl\u00e4usen und dem Honigtau, den sie ausscheiden, h\u00e4ngt damit zusammen, dass die Tabakbl\u00e4tter besch\u00e4digt werden. Mit der Bek\u00e4mpfung der Blattl\u00e4use im Tabakbau soll deshalb gew\u00e4hrleistet werden, dass die Kulturen die kommerziellen Anforderungen der K\u00e4uferinnen und K\u00e4ufer erf\u00fcllen. Der Anbau von Tabak ist zeitaufwendig und bedarf einer grossen Infrastruktur. Es ist somit verst\u00e4ndlich, dass die Tabakproduzenten versuchen, die vollst\u00e4ndige \u00dcbernahme ihrer Produktion zu den vereinbarten Bedingungen zu sichern. In den letzten Jahren kam es aufgrund der Witterungsbedingungen regelm\u00e4ssig zum Befall der Kulturen mit Blattl\u00e4usen.</p><p>2. Der Befall wird vom Beratungsdienst f\u00fcr Tabakbau \u00fcberwacht und w\u00f6chentlich vor Ort kontrolliert. Bei Erreichen des Aktionsgrenzwerts wird der betroffene Tabakproduzent angehalten, die n\u00f6tige Behandlungsbewilligung beim kantonalen Pflanzenschutzdienst einzuholen. Bevor eine Bewilligung erteilt wird, f\u00fchrt der Pflanzenschutzdienst in der Regel eine Feldpr\u00fcfung durch. Ist der Blattlausbefall von bedeutendem Ausmass und werden die Aktionsgrenzwerte mehrheitlich erreicht, sprechen die zust\u00e4ndigen kantonalen Stellen einvernehmlich eine regionale Sonderbewilligung aus. Dieses Vorgehen verringert den administrativen Aufwand der Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter und bietet mehr Flexibilit\u00e4t, was den Zeitpunkt der Ausbringung betrifft. F\u00fcr einen optimalen Schutz durch ein Insektizid ist die Wahl des Zeitfensters n\u00e4mlich entscheidend.</p><p>3. Sonderbewilligungen wurden f\u00fcr systemische Pflanzenschutzmittel erteilt, mit denen auch die Blattl\u00e4use auf der Unterseite der Tabakbl\u00e4tter und im Pflanzeninnern erreicht werden k\u00f6nnen. Die Wirkstoffe der Insektizide mit einer generellen Bewilligung sind in der Schweiz f\u00fcr Tabakkulturen zugelassen. Diese Insektizide basieren auf den Wirkstoffen Acetamiprid, Imidacloprid und Thiamethoxam und erlauben eine Blattlausbek\u00e4mpfung mit einer einzigen Ausbringung, w\u00e4hrend bei anderen Pflanzenschutzmitteln mehrere Anwendungen notwendig sein k\u00f6nnen.</p><p>4. Im Juni 2013 wurde eine solche regionale Sonderbewilligung erteilt, da aufgrund der Witterungsbedingungen ein starker Anstieg des Befalls zu erwarten war. Dieser Entscheid basierte auf Anhang 1 Ziffer 6.3 der DZV. Bei einer regionalen Sonderbewilligung werden die Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter jedoch nicht von ihrer Pflicht entbunden, zu pr\u00fcfen, ob ein solcher Insektizideinsatz in ihrer Kultur n\u00f6tig ist. Die Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter sch\u00e4tzen das effektive Gefahrenpotenzial durch den Befall selber ein und ber\u00fccksichtigen dabei auch die Kosten einer allf\u00e4lligen Behandlung.</p><p>5. Die Bestimmungen, die hier zur Diskussion stehen, wurden in der AP 2014-2017 \u00fcbernommen. Die Erteilung von Sonderbewilligungen in begr\u00fcndeten F\u00e4llen obliegt weiterhin den zust\u00e4ndigen kantonalen Instanzen.</p><p>6. Die wichtigste indirekte Bek\u00e4mpfungsmassnahme besteht im Anbau unbefallener Tabakpflanzen. Es wird deshalb regelm\u00e4ssig auf diese Massnahme hingewiesen. Die Bek\u00e4mpfung der Blattl\u00e4use beschr\u00e4nkt sich jedoch nicht nur auf Tabakkulturen. Es handelt sich um einen weitverbreiteten Sch\u00e4dling, der in verschiedenen Kulturen - z. B. in Sonnenblumen oder Erbsen - vorkommt. Sollen bedeutende Ertragsausf\u00e4lle verhindert werden, ist in bestimmten F\u00e4llen ein Insektizideinsatz unvermeidbar.</p><p>7. Die Versorgungssicherheitsbeitr\u00e4ge werden f\u00fcr Kulturen ausgerichtet, die zur Aufrechterhaltung der Kapazit\u00e4t der Produktion von Nahrungsmitteln dienen. Die Tabakkulturen tragen zu dieser Aufrechterhaltung bei (Bodenfruchtbarkeit), es wird auf das gleiche Wissen zur\u00fcckgegriffen, und es kommen die gleichen oder \u00e4hnliche Techniken (Maschinen) zum Einsatz. Wie f\u00fcr andere Kulturen werden auch f\u00fcr Tabakkulturen Direktzahlungen f\u00fcr offene Ackerfl\u00e4chen in der Talzone ausgerichtet. Es bestehen keine Sonderbeitr\u00e4ge f\u00fcr Tabak.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1392768000000)\/","SubmittedBy":"Jans Beat","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1395360000000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1690527757000)\/","SubmissionDate":"\/Date(1386806400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4911,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft"}}