{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143088,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143088,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143088,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143088,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143088,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143088,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143088,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143088,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143088,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143088,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143088,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143088,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143088,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143088,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143088,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143088,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143088,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20143088,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"14.3088","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Schweizer Generikamarkt im internationalen Vergleich. Fragen zur Qualit\u00e4t der Studie des Preis\u00fcberwachers","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Im Bericht \"Schweizer Medikamentenmarkt im internationalen Vergleich - Handlungsbedarf im patentfreien Bereich\" versucht der Preis\u00fcberwacher Marktversagen am Beispiel des Cholesterinsenkers Sortis nachzuweisen. In diesem Zusammenhang stellen sich Fragen:</p><p>1. Der Umsatz von Sortis ist innert zwei Monaten nach Patentablauf auf weniger als die H\u00e4lfte eingebrochen und schrumpft weiter. Statt 108 Millionen in den zw\u00f6lf Monaten vor dem Markteintritt des ersten Generikums hat Sortis in den letzten zw\u00f6lf Monaten noch rund 20 Millionen Franken Umsatz erzielt. Heute macht das Originalpr\u00e4parat Sortis nur noch ein Drittel aller Atorvastatin-Ums\u00e4tze aus, wobei die Tendenz weiter schrumpfend ist. Sechs von sieben verkauften Packungen sind g\u00fcnstigere Generika - mit steigender Tendenz. Wie beurteilt der Bundesrat in Anbetracht dieser Faktenlage des Preis\u00fcberwachers These vom nichtfunktionierenden Markt?</p><p>2. Wie stellt er sich zur These vom nichtfunktionierenden Markt im patentfreien Medikamentenbereich angesichts des Umstands, dass Sortis kein Einzelfall ist, sondern bei den anderen Cholesterinsenkern, deren Patent fr\u00fcher abgelaufen ist, der Generikaanteil \u00fcber 90 Prozent betr\u00e4gt?</p><p>3. Wie beurteilt er die Qualit\u00e4t dieser Untersuchung des Preis\u00fcberwachers?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>In der Studie des Preis\u00fcberwachers (P\u00dc) vom August 2013 geht es grunds\u00e4tzlich um zwei Probleme des patentabgelaufenen Schweizer Medikamentenmarkts: die hohen Preise der Generika gegen\u00fcber dem europ\u00e4ischen Ausland sowie deren tiefen Anteil. Beides l\u00e4sst sich im Vergleich zum Ausland zeigen. </p><p>1. Die Wirksubstanz Atorvastatin bzw. dessen Originalpr\u00e4parat Sortis wurde als Beispiel gew\u00e4hlt, da es sich dabei um den umsatzst\u00e4rksten patentabgelaufenen Wirkstoff handelt, dessen Patent Ende Mai 2012 auslief, wobei ab M\u00e4rz 2012 bereits Generika erh\u00e4ltlich waren. Der P\u00dc arbeitete mit den damals aktuellsten verf\u00fcgbaren Zahlen des ganzen Jahres 2012. Dass sich die Daten 2013 \u00e4ndern w\u00fcrden, war vorhersehbar. Nach Patentablauf sind immer Umsatzeinbussen zu erwarten. </p><p>Der Preis von Sortis ist auch heute noch rund doppelt so hoch im Vergleich zu dessen Generika. Insbesondere gibt es mit den Ko-Marketing-Produkten Atorvastatin Pfizer bzw. Atorva Pfizer gleich zwei absolut identische Kopien von Sortis. Es ist deshalb erstaunlich, dass trotzdem noch jede f\u00fcnfte Person das Originalprodukt Sortis verlangt. Diese Resultate deuten darauf hin, dass die Preis- und Verhaltensanpassungen in diesem Markt nur verz\u00f6gert erfolgen. Das h\u00e4ngt mutmasslich damit zusammen, dass heute den Grossteil der Preisdifferenz die Krankenversicherer bezahlen und der Patient nur einen kleinen Teil \u00fcbernehmen muss (20 Prozent statt 10 Prozent Selbstbehalt).</p><p>Am Beispiel von Sortis sieht man zudem, dass die Generikapreise in der Schweiz sehr hoch sind. Nach den Berechnungen des P\u00dc bezahlt man aktuell (M\u00e4rz 2014) in der Schweiz f\u00fcr ein g\u00fcnstiges Generikum von Sortis rund 2,5-mal so viel wie im Durchschnitt der Vergleichsl\u00e4nder (DE, AT, FR, DK, NL und GB). \u00dcber den gesamten Markt betrachtet sind die Generika in der Schweiz knapp doppelt so teuer. Dies hat auch die Mitte Februar 2014 von Sant\u00e9suisse, Interpharma und Vips publizierte Preisvergleichsstudie best\u00e4tigt.</p><p>2. Bei den Cholesterinsenkern ist der Generikaanteil tats\u00e4chlich relativ hoch. Betrachtet man jedoch den gesamten Medikamentenmarkt, sieht man, dass der volumenbezogene Generikaanteil in der Schweiz sehr tief ist. Er betr\u00e4gt etwa 20 Prozent gegen\u00fcber mehr als 50 Prozent in der H\u00e4lfte der Vergleichsl\u00e4nder. </p><p>3. Der Bundesrat \u00e4ussert sich grunds\u00e4tzlich nicht zur Qualit\u00e4t von Studien des Preis\u00fcberwachers, da dieser unabh\u00e4ngig agiert. Vorerw\u00e4hnte Studie von Sant\u00e9suisse, Interpharma und Vips kam jedoch zu sehr \u00e4hnlichen Resultaten bez\u00fcglich Preisdifferenzen zum Ausland und des Schweizer Marktanteils von Generika.</p><p>Die Ergebnisse der Studie des Preis\u00fcberwachers best\u00e4tigen den vom Bundesrat eingeschlagenen Weg. Wie der Bundesrat in seiner Antwort vom 6. Dezember 2013 auf die Interpellation 13.3955 festgehalten hatte, wurden bereits f\u00fcr die Jahre 2011 und 2012 verschiedene Massnahmen im patentabgelaufenen Bereich beschlossen, um die Preise zu senken. Diese Massnahmen werden mit einem Monitoring begleitet. In seinen gesundheitspolitischen Priorit\u00e4ten \"Gesundheit 2020\" hat der Bundesrat denn auch vorgesehen, dass im Bereich der Medikamente das System der Preisfestsetzung weiterentwickelt wird. Generika sollen gef\u00f6rdert und das Kostenwachstum im Medikamentenbereich soll stabilisiert werden. In den vergangenen Monaten haben diesbez\u00fcglich drei runde Tische mit Vertretern der Pharmaindustrie, der Versicherer, der Konsumentenschutzorganisationen sowie mit dem Preis\u00fcberwacher stattgefunden. Das EDI ist nun daran, die eingegangenen Vorschl\u00e4ge auszuwerten, und wird dabei auch unter Ber\u00fccksichtigung der Ergebnisse des erw\u00e4hnten Monitorings pr\u00fcfen, ob weitere Massnahmen f\u00fcr den patentabgelaufenen Bereich der Arzneimittel, insbesondere die Einf\u00fchrung eines Festbetragssystems, vorzuschlagen sind. </p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1400025600000)\/","SubmittedBy":"de Courten Thomas","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1403222400000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1763109700577)\/","SubmissionDate":"\/Date(1394668800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4912,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}