{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143107,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143107,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143107,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143107,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143107,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143107,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143107,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143107,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143107,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143107,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143107,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143107,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143107,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143107,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143107,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143107,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143107,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20143107,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"14.3107","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Graue Energie und Energie- und Umweltpolitik des Bundes","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird aufgefordert, zu folgender Frage Auskunft zu geben: Was ist der Stand der \u00dcberlegungen des Bundesrates zur grauen Energie, insbesondere in Anbetracht der gegenw\u00e4rtigen Tendenz, wonach bestimmte Konsumg\u00fcter eher fortgeworfen statt repariert werden, was eine grosse Menge grauer Energie verbraucht?</p>","ReasonText":"<p>Als graue Energie wird die Energiemenge bezeichnet, die ein Grundstoff oder ein Produkt w\u00e4hrend seines Lebenszyklus ben\u00f6tigt: f\u00fcr die Gewinnung, die Verarbeitung, die Herstellung, den Transport, den Verkauf, den Gebrauch, den Unterhalt und schliesslich die Entsorgung oder Wiederverwertung.</p><p>Jede dieser Etappen bedarf einer gewissen Energie, sei diese menschlicher, tierischer, elektrischer, thermischer oder anderer Art. Z\u00e4hlt man diese ben\u00f6tigte Energie zusammen, erh\u00e4lt man den Energiebedarf des Grundstoffs oder Produkts. Dieses Wissen kann bei der Wahl eines Produkts hilfreich sein, insbesondere im Hinblick auf die Reduktion von Auswirkungen auf die Umwelt.</p><p>In der heutigen Konsumgesellschaft ist es allerdings in der Mode, gewisse Konsumg\u00fcter wie Motorfahrzeuge, Mobiltelefone, Freizeitelektronik oder Elektroger\u00e4te rasch zu erneuern. Die Hersteller entwerfen und vertreiben Produkte mit einer relativ kurzen Lebensdauer, wodurch sie den Konsumentinnen und Konsumenten nach ein paar Jahren, mitunter nur ein bis zwei Jahren, neue Produkte verkaufen k\u00f6nnen.</p><p>Selbstverst\u00e4ndlich ist diese rasche Erneuerung, die f\u00fcr eine sehr grosse Anzahl Personen Arbeit schafft und die Wirtschaft funktionieren l\u00e4sst, auch mit technischen Verbesserungen oder mit neuem Schnickschnack verbunden, die Konsumentinnen und Konsumenten w\u00fcnschen.</p><p>Jedoch scheint es notwendig, sich die Frage nach der grauen Energie zu stellen, die ein Produkt in seinem Lebenszyklus konsumiert.</p><p>Ein neues Auto zu kaufen, das eine geringe Menge CO2 ausst\u00f6sst, scheint auf den ersten Blick in Bezug auf Energie und Umwelt eine ausgezeichnete Idee zu sein. Doch selbst wenn das \u00e4ltere Auto f\u00fcr die Herstellung und gegebenenfalls die Entsorgung eine grosse Energiemenge konsumiert hat, stellt sich die Frage nach der Energieverschwendung, die durch den Autowechsel verursacht wird.</p><p>Der Kanton Neuenburg hat Neuartiges eingef\u00fchrt, indem er ein neues Gesetz verabschiedet hat, wonach ein Motorfahrzeug nicht mehr aufgrund seines Gewichts oder seiner Gr\u00f6sse, sondern anhand seiner CO2-Emissionen besteuert wird. Wirklich neu dabei ist, dass die Abgabe f\u00fcr alte Fahrzeuge sich desto mehr verringert, je mehr Jahre sie in Betrieb sind.</p><p>Teilt der Bundesrat die ge\u00e4usserte Besorgnis, und welche Massnahmen hat er bereits ergriffen oder gedenkt er in Zukunft zu ergreifen, damit die konsumierte graue Energie auch ber\u00fccksichtigt wird?</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat hat sich des Themas \"Graue Energie\" bisher u. a. in folgenden Bereichen angenommen:</p><p>Schutz der nat\u00fcrlichen Ressourcen und graue Emissionen: Nat\u00fcrliche Ressourcen sind eine zentrale Grundlage f\u00fcr die Wohlfahrt unserer Gesellschaft; wenn Ressourcen wie Wasser, Boden, saubere Luft, Biodiversit\u00e4t oder Bodensch\u00e4tze (Energierohstoffe und Metalle) nicht mehr in ausreichender Menge und Qualit\u00e4t zur Verf\u00fcgung stehen, sind das Wirtschaftssystem und die Lebensqualit\u00e4t der Bev\u00f6lkerung gef\u00e4hrdet. Graue Emissionen sind Treibhausgasemissionen, die z. B. bei der Herstellung von Produkten, der Erzeugung von Energie und der Entsorgung von Produktionsabf\u00e4llen entstehen. Beim internationalen Handel mit G\u00fctern und Dienstleistungen werden diese grauen Emissionen sowohl importiert als auch exportiert. F\u00fcr eine offene, eng in den Welthandel eingebundene Volkswirtschaft wie die Schweiz fallen auch graue Emissionen im Ausland an. Dies hat die im Jahre 2007 aufdatierte Studie \"Graue Treibhausgas-Emissionen der Schweiz 1990-2004\" des Bundesamtes f\u00fcr Umwelt (Bafu) best\u00e4tigt.</p><p>Der Bundesrat will die nat\u00fcrlichen Ressourcen schonen. Die Ressourceneffizienz soll auf Dauer verbessert werden, um damit auch die Umweltbelastung massgeblich zu reduzieren. Dabei soll auch die im Ausland verursachte Umweltbelastung mitber\u00fccksichtigt werden. Die Studie \"Gesamt-Umweltbelastung durch Konsum und Produktion der Schweiz\" (Bafu 2011) zeigt auf, dass mehr als 60 Prozent der gesamten von der Schweiz verursachten Umweltbelastung im Ausland anfallen. Die Energie wird in dieser Studie als insgesamt wichtiger Treiber von Umweltbelastung identifiziert, von der ausserdem ein besonders hoher Anteil im Ausland anf\u00e4llt.</p><p>Im M\u00e4rz 2013 hat der Bundesrat einen Aktionsplan Gr\u00fcne Wirtschaft verabschiedet. Dieser enth\u00e4lt 27 verschiedene Massnahmen f\u00fcr eine Transition hin zu einer ressourcenschonenden Wirtschafts- und Konsumweise. Mehrere Massnahmen ber\u00fccksichtigen die internationale Dimension von Konsum und Produktion. Der Bund will beispielsweise sein internationales Engagement f\u00fcr eine gr\u00fcne Wirtschaft verst\u00e4rken und schl\u00e4gt im Rahmen des indirekten Gegenvorschlages zur Volksinitiative \"f\u00fcr eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft (Gr\u00fcne Wirtschaft)\" eine \u00c4nderung des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 1983 (USG; SR 814.01) vor, welche Massnahmen f\u00fcr eine effizientere Nutzung nat\u00fcrlicher Ressourcen beinhaltet. Er hat am 12. Februar 2014 eine entsprechende Botschaft zur Revision des USG zuhanden des Parlamentes verabschiedet. Mit der Revision will der Bundesrat insbesondere Ziele verankern, den Konsum \u00f6kologischer gestalten (z. B. mit Vereinbarungen), wertvolle Materialien und Stoffe zur\u00fcckgewinnen (z. B. Kunststoffe, Phosphor) und Informationen bereitstellen, wie Ressourcen geschont und effizient eingesetzt werden k\u00f6nnen.</p><p>Die Schweiz verfolgt eine aktive Politik zur Reduktion von Treibhausgasen und setzt sich aktiv f\u00fcr ein verbindliches und umfassendes internationales Klimaregime im Einklang mit dem international anerkannten Zwei-Grad-Ziel ein. Das auf den 1. Januar 2013 revidierte CO2-Gesetz fokussiert darauf, die Emissionen im Inland zu senken. Dar\u00fcber hinaus leistet die Schweiz durch ihr Engagement in der internationalen Klimapolitik (z. B. durch Beitr\u00e4ge an die Global Environment Facility, ein internationaler Mechanismus zur Finanzierung von Umweltschutzprojekten in Entwicklungsl\u00e4ndern) einen Beitrag an die Reduktion von Treibhausgasen in anderen L\u00e4ndern und somit an die Reduktion importierter grauer Emissionen.</p><p>Privatverkehr: Der Bundesrat begr\u00fcsst wirkungsorientierte Motorfahrzeugsteuern in den Kantonen. Auf Bundesebene wurde zwischen 2004 und 2009 ein System diskutiert, das finanzielle Anreize setzt f\u00fcr den Kauf energieeffizienter und emissionsarmer Fahrzeuge (Bonus-Malus-System). Dieses System wurde aber bei der Revision des Bundesgesetzes \u00fcber die Reduktion der CO2-Emissionen vom 23. Dezember 2011 (CO2-Gesetz; SR 641.71), das am 1. Januar 2013 in Kraft trat, zugunsten eines mit der europ\u00e4ischen Regelung kompatiblen Systems von Emissionsvorschriften aufgegeben. So wurden im M\u00e4rz 2011 mit der Teilrevision des CO2-Gesetzes auch Emissionsvorschriften f\u00fcr Personenwagen beschlossen. In \u00dcbereinstimmung mit der EU sind die CO2-Emissionen von neuen Personenwagen bis Ende 2015 auf durchschnittlich 130 Gramm CO2 pro Kilometer zu senken. In der Botschaft zur Energiestrategie 2050 geht der Bundesrat noch einen Schritt weiter und schl\u00e4gt vor, auch die Emissionsvorschriften der EU f\u00fcr das Jahr 2020 von 95 Gramm CO2 pro Kilometer zu \u00fcbernehmen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1400025600000)\/","SubmittedBy":"Berberat Didier","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1403136000000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"66","Category":null,"Modified":"\/Date(1690526804427)\/","SubmissionDate":"\/Date(1395100800000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":4912,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Energie"}}