{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143112,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143112,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143112,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143112,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143112,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143112,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143112,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143112,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143112,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143112,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143112,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143112,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143112,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143112,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143112,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143112,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143112,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20143112,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"14.3112","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Hausgemachter Fachkr\u00e4ftemangel im Gesundheitswesen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Fachkr\u00e4ftemangel wird seit der Abstimmung vom 9. Februar zu Unrecht ausschliesslich damit in Verbindung gebracht. Dabei wird ausser Acht gelassen, dass es innenpolitische, strukturelle M\u00e4ngel in Bezug auf die Ausbildung dieser Fachkr\u00e4fte gibt, vor allem im Gesundheitswesen. Der Bundesrat wird diesbez\u00fcglich gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie sind die Zulassungsbedingungen f\u00fcr ausl\u00e4ndische Studierende im Medizinstudium geregelt, insbesondere f\u00fcr jene, welche von einer ausl\u00e4ndischen an eine Schweizer Universit\u00e4t wechseln?</p><p>2. Wie viele ausl\u00e4ndische Studierende sind das, welche j\u00e4hrlich einerseits ein ganzes Medizinstudium in der Schweiz absolvieren, andererseits w\u00e4hrend dem Studium in die Schweiz wechseln (nach Jahrgang, Nationalit\u00e4t und Studienjahr)?</p><p>3. Gelten hierbei andere Kriterien als bei Schweizer Bewerbern und Studierenden?</p><p>4. Wie haben sich die Anzahl und das Verh\u00e4ltnis im Pflegebereich (inkl. Hebammen) zwischen Fachangestellten, Fachpersonen HF, Fachpersonen FH und universit\u00e4ren Pflegefachpersonen (Master-Abschl\u00fcsse, inkl. beispielsweise Advanced Practice Nurse, oder jeweils vergleichbare Abschl\u00fcsse der Vergangenheit wie DN, Pflegerin usw.) in den letzten 15 Jahren ver\u00e4ndert?</p><p>5. Wie hat sich im selben Zeitraum der Lohn dieser Angestellten entwickelt?</p><p>6. Wie hoch sind die Kosten dieser unterschiedlichen Weiterbildungsangebote, wie entwickelten sich die Kosten in den letzten 15 Jahren, und durch wen werden diese getragen?</p><p>7. Welches ist der Mehrwert dieser Akademisierung der Titel und der Ausbildung? Welche negativen Folgen, insbesondere bei der Rekrutierung, ergeben sich aus dieser Akademisierung?</p><p>8. Wer hat vor dieser Akademisierung die Arbeit verrichtet, welche heute eine h\u00f6her gebildete Fachperson macht? Wer \u00fcbernimmt die Arbeit, welche eine h\u00f6her ausgebildete Fachperson heute nicht mehr macht?</p><p>9. Wie war im Gesundheitsbereich die Entwicklung der letzten 15 Jahre bei der Studien- und Ausbildungs-Abbruchquote, aufgeteilt nach Studienjahr, Nationalit\u00e4t und Art der Ausbildung?</p><p>10. Wie entwickelte sich die Quote der Berufswechsler in den letzten 15 Jahren, welche ein bis drei Jahre nach Beendigung des Studiums respektive der Ausbildung den Beruf wieder aufgaben?</p><p>11. Wie ist die Entwicklung der Anzahl Teilzeitarbeitenden im Gesundheitswesen in den letzten 15 Jahren, aufgeteilt nach Jahrgang, Nationalit\u00e4t und Art der Ausbildung?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Mit dem Masterplan Bildung Pflegeberufe und der Fachkr\u00e4fteinitiative setzen Bund, Kantone und die Organisationen der Arbeitswelt Massnahmen zur Erh\u00f6hung der inl\u00e4ndischen Ausbildungst\u00e4tigkeit und zur Aussch\u00f6pfung des Fachkr\u00e4ftepotenzials um.</p><p>1.-3. Durch die beschr\u00e4nkte Studienplatzkapazit\u00e4t in der Medizin an den Schweizer Universit\u00e4ten werden nur Ausl\u00e4nder und Ausl\u00e4nderinnen mit einem engen Bezug zur Schweiz den Schweizer Anw\u00e4rtern und Anw\u00e4rterinnen bez\u00fcglich Zulassungsvoraussetzungen zum Medizinstudium gleichgestellt. Gem\u00e4ss einer Empfehlung der Schweizerischen Universit\u00e4tskonferenz (SUK) vom 12. Oktober 2006 sind dies in der Regel Ausl\u00e4nder und Ausl\u00e4nderinnen mit Niederlassungsbewilligung oder mit Wohnsitz in der Schweiz und einem zus\u00e4tzlichen, engen Bezug zur Schweiz (z. B. Inhaber einer schweizerischen Maturit\u00e4t). 2012 haben nur 21 Studierende ausl\u00e4ndischer Nationalit\u00e4t mit ausl\u00e4ndischem Hochschulzulassungsausweis (sogenannte Bildungsausl\u00e4nder) das Studium der Humanmedizin mit einem Master abgeschlossen, was einem Ausl\u00e4nderanteil von 2,7 Prozent entspricht. 12 dieser Bildungsausl\u00e4nder stammen aus der EU, 2 aus dem restlichen Europa und 7 aus L\u00e4ndern ausserhalb Europas. Aufgrund der vorhandenen Daten ist nicht ersichtlich, zu welchem Zeitpunkt diese Ausl\u00e4nder das Medizinstudium in der Schweiz aufgenommen haben.</p><p>4. Ein Vergleich \u00fcber 15 Jahre ist aufgrund der fehlenden Vergleichbarkeit der damaligen und heutigen Pflegeabschl\u00fcsse nicht zielf\u00fchrend, weshalb hier die Periode 2006-2011 betrachtet wird: Die Anzahl der Pflegeabschl\u00fcsse \u00fcber alle Bildungsstufen hinweg umfasste 2006 4810 Abschl\u00fcsse und 2011 bereits 6188 Abschl\u00fcsse. Der Anteil Abschl\u00fcsse am Gesamttotal stieg auf der Sekundarstufe II von 45 auf 66 Prozent an, jener der Terti\u00e4rstufe sank von 55 auf 34 Prozent. Diese Verteilung zeigt einerseits die Bedeutung der Sek-II-Abschl\u00fcsse in der Pflege, andererseits aber auch die erg\u00e4nzende wichtige Funktion der Terti\u00e4rabschl\u00fcsse. Was die Abschl\u00fcsse im Bereich Hebammen anbelangt, schlossen 2006 107 Personen eine Ausbildung als Hebamme auf Niveau h\u00f6here Fachschule ab. Mit der Integration des Fachbereichs Gesundheit ins Fachhochschulgesetz wurde diese Ausbildung gesamtschweizerisch auf Fachhochschulstufe positioniert. 2012 schlossen 146 Personen den Bachelor-Studiengang Hebamme ab.</p><p>5. Der monatliche Bruttolohn im privaten und \u00f6ffentlichen Sektor (Bund) bei T\u00e4tigkeiten im Sektor \"Medizinische, pflegerische und soziale T\u00e4tigkeiten\" ist von rund 5000 Franken im Jahr 1998 auf rund 6000 Franken im Jahr 2010 gestiegen. Dies entspricht einer Erh\u00f6hung von 20 Prozent und ist mit der Nominallohnentwicklung in der Schweiz vergleichbar.</p><p>6. In der Berufsbildung (Sek II und h\u00f6here Berufsbildung) liegen dem Bund keine Zahlen zu den Kosten der einzelnen Bildungsangebote in den Pflegeberufen vor. Seit 2008 werden die Bundesgelder zur Erf\u00fcllung der gesetzlich festgelegten Aufgaben nach Artikel\u00a053 des Berufsbildungsgesetzes mittels leistungsorientierter Pauschalen an die Kantone ausbezahlt. Dies erm\u00f6glicht den Kantonen einen selbstverantworteten Mitteleinsatz, da die Bundessubventionen nicht an bestimmte Angebote oder Investitionen gebunden sind. Die Kosten der Fachhochschul-Grundausbildung (Bachelor und Master) betrugen im Jahr 2012 in der Pflege 63 Millionen Franken, f\u00fcr die Hebammenausbildung 15 Millionen Franken. Im ersten Jahr der Kostenerhebung, 2006, betrugen sie f\u00fcr die Pflege 34 Millionen Franken und f\u00fcr die Hebammen 3 Millionen Franken. Der Anstieg korrespondiert mit der Studierendenzahlentwicklung und dem Aufbau der forschungsbasierten Master-Stufe in der Pflege (zur Bedeutung und Wichtigkeit der FH-Ausbildungen vgl. Antwort zu den Fragen 7 und 8). Die j\u00e4hrlichen Kosten pro Studierenden sind von 29 998 Franken (Pflege) bzw. 32 192 Franken (Hebamme) im Jahr 2006 auf 24 787 Franken (Pflege) bzw. 30 915 Franken (Hebamme) im Jahr 2012 gesunken. Im gesamten Fachbereich Gesundheit wurden im Jahr 2012 die Kosten vom Bund mit einem Anteil von rund 27 Prozent, von den Kantonen mit rund 60 Prozent und von den Privaten mit rund 13 Prozent getragen.</p><p>7./8. Die Verteilung der Abschl\u00fcsse zeigt, dass in der Pflege die Sek-II-Ausbildungen und die Ausbildungen der h\u00f6heren Berufsbildung zusammen 88 Prozent der Abschl\u00fcsse im Jahr 2011 umfassen. Neue Ausbildungen werden auch im Bereich Gesundheit nur dann konzipiert, wenn im Berufsfeld ein entsprechender Bedarf nachgewiesen und die Abgrenzung zu bestehenden Berufen gekl\u00e4rt ist. Die schweizerische Bildungssystematik, insbesondere bei den Pflegeberufen, umfasst alle Bildungsstufen und ist damit klar bedarfsgerecht orientiert. Skill- und Grade-Mix sichert auch Effizienz und Koh\u00e4renz in der Zusammenarbeit von Fachleuten mit unterschiedlichen beruflichen Qualifikationen. Unterschiedliche und durchl\u00e4ssige Bildungsstufen bieten den Berufsleuten auch Perspektiven und M\u00f6glichkeiten zur Weiterentwicklung. Verschiedene Ausbildungsgef\u00e4sse (vom Attest bis zum Fachhochschulstudium) tragen dazu bei, dass ausreichend Personal f\u00fcr den Pflegeberuf rekrutiert werden kann. Die demografische Entwicklung, Alterskrankheiten und die zunehmende Bedeutung der eigenverantwortlichen Hausversorgung verlangt im Lichte des Mangels an Haus\u00e4rztinnen und Haus\u00e4rzten auch Pflegefachkr\u00e4fte mit Abschl\u00fcssen auf Terti\u00e4rstufe.</p><p>9. Die Studienabbruchquote in Medizin ist nicht bekannt. Die Erfolgsquoten an Universit\u00e4ten mit Numerus clausus (NC) (Basel, Bern, Freiburg, Z\u00fcrich) betrugen in den letzten Jahren zwischen 80 und 90 Prozent, diejenigen an Universit\u00e4ten ohne NC (Genf, Lausanne, Neuenburg) rund 50 Prozent. Eine Aufschl\u00fcsselung dieser Zahlen nach Nationalit\u00e4t der Studierenden ist nicht m\u00f6glich. Bei den Studierenden der Fachhochschulen im Pflegebereich, welche ihr Studium im Jahr 2006 begonnen haben, betr\u00e4gt die Abbruchquote bei Studierenden mit einem schweizerischen Zulassungsausweis 9 Prozent, bei Studierenden mit einem ausl\u00e4ndischen Zulassungsausweis 21 Prozent. Zu ber\u00fccksichtigen ist, dass zu letzteren auch ausl\u00e4ndische \"Gaststudierende\" gez\u00e4hlt werden, die ihr Studium im Ausland erfolgreich abschliessen. Die Abbruchquoten liegen damit klar unter dem Durchschnitt von 17 Prozent f\u00fcr schweizerische Zulassungsausweise bzw. 36 Prozent f\u00fcr ausl\u00e4ndische Zulassungsausweise (im Fachhochschulbereich). Zu den Abbruchquoten in der Berufsbildung liegen vom Bundesamt f\u00fcr Statistik keine Angaben vor.</p><p>10. Auf Terti\u00e4rstufe (Universit\u00e4ten und Fachhochschulen) gibt es beim Gesundheitspersonal kaum Berufswechsler und Berufswechslerinnen: 2011 waren selbst f\u00fcnf Jahre nach Abschluss des Studiums noch ungef\u00e4hr 95 Prozent der \u00c4rzte und \u00c4rztinnen und auf Fachhochschulstufe 96 Prozent der Bachelor-Absolventen im Fachbereich Gesundheit in ihrem Beruf t\u00e4tig. Diese Werte \u00e4nderten sich in den letzten Jahren kaum. Auf Stufe Berufsbildung bleiben 80 Prozent der Fachfrauen und -m\u00e4nner Gesundheit ein Jahr nach Lehrabschluss im Gesundheitswesen t\u00e4tig. Um detailliertere Angaben zum Karriereverlauf von Gesundheitsfachleuten zu erhalten, wird im Rahmen des Masterplans Bildung Pflegeberufe ein Monitoring nichtuniversit\u00e4rer Gesundheitsberufe aufgebaut. </p><p>11. Die Zahlen von 2013 zeigen im Gesundheitswesen in den letzten 15 Jahren auf allen Stufen eine Zunahme der Teilzeitarbeit. Dies entspricht der allgemeinen Entwicklung in der Erwerbsbev\u00f6lkerung. Der Anstellungsgrad h\u00e4ngt vom Alter, von der Ausbildung und von der Nationalit\u00e4t ab: Er ist h\u00f6her bei j\u00fcngeren Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen gegen\u00fcber ihren \u00e4lteren Arbeitskollegen, bei Erwerbst\u00e4tigen mit einem Terti\u00e4rabschluss gegen\u00fcber Inhaberinnen eines Abschlusses der Sekundar-II-Stufe sowie bei Ausl\u00e4ndern gegen\u00fcber Schweizern und Schweizerinnen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1400025600000)\/","SubmittedBy":"Stahl J\u00fcrg","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1403222400000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"32|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690526570377)\/","SubmissionDate":"\/Date(1395100800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4912,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Bildung|Gesundheit"}}