{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143215,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143215,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143215,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143215,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143215,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143215,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143215,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143215,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143215,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143215,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143215,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143215,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143215,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143215,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143215,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143215,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143215,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20143215,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"14.3215","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Open Access. Eine Bedrohung f\u00fcr das Verlagswesen?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird aufgefordert, zu folgenden Fragen Auskunft zu geben: </p><p>1. Ist der Bundesrat der Meinung, dass sozialwissenschaftliche Fachverlage im sozialen und politischen Leben unseres Landes eine wichtige Rolle spielen?</p><p>2. Ist der Bundesrat der Meinung, dass der \u00dcbergang zur digitalen Ver\u00f6ffentlichung von B\u00fcchern ausreichend durchdacht war? Ist er nicht der Meinung, dass mit dem \u00dcbergang das \u00dcberleben von Verlagen gef\u00e4hrdet ist und damit viele Arbeitspl\u00e4tze verschwinden k\u00f6nnten?</p><p>3. Ist der Bundesrat nicht der Ansicht, dass eine ganzheitlichere Betrachtung, die beispielsweise die in Frankreich gemachten Erfahrungen st\u00e4rker einbeziehen w\u00fcrde, n\u00f6tig w\u00e4re, bevor eine neue Politik zur Unterst\u00fctzung des Verlagswesens in den Sozialwissenschaften in die Praxis umgesetzt wird?</p><p>4. Ist der Bundesrat nicht der Ansicht, dass der Schweizerische Nationalfonds vor irgendeinem Entscheid mit den Verlegerinnen und Verlegern eine offene Diskussion \u00fcber die verschiedenen in anderen L\u00e4ndern geltenden Modelle f\u00fchren m\u00fcsste?</p>","ReasonText":"<p>Verlage, die sich auf die Ver\u00f6ffentlichung von sozialwissenschaftlichen Werken spezialisiert haben, bringen die Arbeiten unserer Universit\u00e4tsangeh\u00f6rigen und unserer Forscherinnen und Forscher in Umlauf. Ausserdem machen sie die Arbeiten anderen Forschenden, aber auch den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern in der Schweiz und im Ausland bekannt. Die Verlage beteiligen sich damit an der Information, die die Wissenschaft der Zivilgesellschaft zur Verf\u00fcgung stellen soll, und tragen so zur demokratischen Debatte \u00fcber die Herausforderungen der Gesellschaft bei.</p><p>Die Ver\u00f6ffentlichung der sozialwissenschaftlichen B\u00fccher muss finanziell unterst\u00fctzt werden, da im Vorfeld nicht abgesch\u00e4tzt werden kann, wie rentabel sie sein werden.</p><p>Der Schweizerische Nationalfonds, eine der traditionellen St\u00fctzen f\u00fcr diese Art der Ver\u00f6ffentlichung, \u00e4ndert gegenw\u00e4rtig seine Politik zugunsten einer ausschliesslich digitalen Ver\u00f6ffentlichung und einer sehr raschen Bereitstellung von digitalen B\u00fcchern in Open Access, also ohne Kosten f\u00fcr die Leserinnen und Leser.</p><p>Diese pl\u00f6tzliche \u00c4nderung der Politik beunruhigt die Verlage. Obschon sie das Aufkommen des elektronischen Buches nicht ablehnen, halten sie es f\u00fcr unerl\u00e4sslich, dass die gedruckte Version weiterhin zug\u00e4nglich bleibt.</p><p>Zudem muss der \u00dcbergang zur digitalen Version ihrer Meinung nach mit der n\u00f6tigen Vorsicht geschehen, und der finanzielle R\u00fcckfluss ihrer Arbeit muss angemessen sein. Sonst besteht das Risiko, dass Verlage, die seit Jahrzehnten bestehen, von der Bildfl\u00e4che verschwinden.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat hat sich in seinen Antworten auf die Interpellation \"Zug\u00e4nglichkeit \u00f6ffentlicher Forschungsarbeiten. Open Access\" (07.3340) und auf die Motion \"Forschungsergebnisse sichern und zug\u00e4nglich machen\" (08.3199) eingehend mit der Thematik des Open Access (OA) befasst.</p><p>Gem\u00e4ss Leistungsvereinbarung f\u00fcr die Jahre 2013-2016 mit der Schweizerischen Eidgenossenschaft ist der Schweizerische Nationalfonds zur F\u00f6rderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF) verpflichtet, durch ihn gef\u00f6rderte wissenschaftliche Publikationen m\u00f6glichst ohne Zeitverzug weltweit und kostenlos zug\u00e4nglich zu machen. OA erf\u00e4hrt sowohl bei den Hochschulen als auch bei den Forschungsf\u00f6rderorganisationen weltweit zunehmende Unterst\u00fctzung. Lag der Fokus bisher auf OA-Zeitschriftenartikeln, so r\u00fccken vermehrt auch E-Books in den Vordergrund. Dar\u00fcber hinaus verst\u00e4rkt sich die Entwicklung hin zu Open Science, bei welcher OA sowie auch Open Data wichtige Bestandteile sind.</p><p>In Einklang mit den internationalen Entwicklungen und in Absprache mit den Hochschulen hat der SNF per 1. Oktober 2013 eine vorerst bis Ende 2016 begrenzte OA-F\u00f6rderungsmassnahme eingef\u00fchrt. Vom SNF finanzierte Forscherinnen und Forscher k\u00f6nnen Kosten f\u00fcr Publikationen in reinen OA-Zeitschriften im Rahmen der bewilligten Projektbudgets geltend machen. Zudem pr\u00e4zisierte der SNF seine OA-Politik bez\u00fcglich des \"gr\u00fcnen Wegs\" (Selbstarchivierung in einem institutionellen oder fachlichen Repositorium oder auf der pers\u00f6nlichen Webseite zus\u00e4tzlich zur erfolgten Publikation in einer Zeitschrift) dahingehend, dass er neu eine maximale Sperrfrist - Zeitraum zwischen Publikation und offenem Zugang - von sechs Monaten als angemessen erachtet. Parallel dazu konzipierte der SNF die Publikationsf\u00f6rderung f\u00fcr Monografien und Editionen, die namentlich in den Geisteswissenschaften von Bedeutung sind, neu, um ebenfalls den internationalen Entwicklungen hinsichtlich Digitalisierung und OA Rechnung zu tragen:</p><p>- Ausweitung der OA-Politik des SNF auf Monografien und Editionen mit einer Sperrfrist von l\u00e4ngstens 24 Monaten;</p><p>- Finanzierung von ausschliesslich digitalen Buchver\u00f6ffentlichungen;</p><p>- zwei Arten der Publikationsf\u00f6rderung: (i) Buchpublikationen, die im Rahmen eines SNF-Forschungsprojekts entstehen, werden als anrechenbare Kosten bei den Projektbeitr\u00e4gen integriert. (ii) Das F\u00f6rderungsinstrument der Publikationsbeitr\u00e4ge wird dementsprechend auf unabh\u00e4ngige Buchpublikationen (Forschung ist nicht vom SNF finanziert) begrenzt. Bei beiden Arten werden ausschliesslich Qualifikationsschriften, Monografien und Editionen unterst\u00fctzt, die digital und - nach Ablauf der Sperrfrist - Open Access erscheinen;</p><p>- Abgeltung der verlegerischen Leistungen.</p><p>Vor diesem Hintergrund kann der Bundesrat, gest\u00fctzt auf die Analysen des SNF, die einzelnen Fragen wie folgt beantworten:</p><p>1. Das gedruckte Buch gilt insbesondere in den Geisteswissenschaften als zentrale Publikationsform und ist f\u00fcr die Reputation und die Karriereentwicklung von Forschenden in geisteswissenschaftlichen Disziplinen von grosser Bedeutung. Auf internationaler und europ\u00e4ischer Ebene herrscht zwischen den Forschungsf\u00f6rderungsorganisationen, vereinigt im Global Research Council, Einigkeit, dass die digitale Publikationsform sowie der weltweite und kostenlose offene Zugang der Wissenschaftsgemeinschaft und weiteren Akteuren eine Reihe von Vorteilen bringen und zu besserer Forschung f\u00fchren.</p><p>Das Scientific Committee von Science Europe ermuntert speziell die Geisteswissenschaften, davon zu profitieren. Zahlreiche Verlagsh\u00e4user sind daran, ihre bisherigen Gesch\u00e4ftsmodelle zu \u00fcberpr\u00fcfen und den sich \u00e4ndernden Bed\u00fcrfnissen der Wissenschaft anzupassen.</p><p>2./3. Die Grundlagen und Standards der OA-Politik werden auf internationaler und europ\u00e4ischer Ebene in den entsprechenden Gremien der Organisationen der Forschungsf\u00f6rderung, wie Global Research Council und Science Europe (Vereinigung der europ\u00e4ischen Forschungsf\u00f6rderungsorganisationen), erarbeitet und approbiert. So wurde im Mai 2013 der \"Global Research Council Action Plan to Open Access\" verabschiedet. Der SNF verfolgt die Entwicklungen seit der Lancierung der Berliner Erkl\u00e4rung<b></b>\u00fcber den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen vom 22. Oktober 2003 sehr genau. Sein Beitragsreglement und die Leistungsvereinbarungen mit dem Bund verpflichten den SNF, den offenen Zugang zu von ihm finanzierten Forschungsergebnissen zu gew\u00e4hrleisten.</p><p>4. Die Neuerungen, die der SNF per 1. Juli 2014 einf\u00fchrt, st\u00fctzen sich namentlich auf die im Rahmen von Science Europe erarbeiteten Grundlagen und Standards. Zudem fanden auf Schweizer Ebene gem\u00e4ss Information des SNF Treffen mit Verlagsvertretern und -vertreterinnen statt. Der SNF ist dabei den Anliegen der Verlage entgegengekommen, soweit sich dies mit seinen F\u00f6rderungszielen vereinbaren liess. So wird namentlich die Sperrfrist f\u00fcr digitale Buchpublikationen, deren Herstellung vom SNF mitfinanziert wurde, auf 24 Monate festgelegt. Der Fonds zur wissenschaftlichen Forschung (FWF) in \u00d6sterreich verlangt eine zeitgleiche frei zug\u00e4ngliche Ver\u00f6ffentlichung von FWF-finanzierten Publikationen in der eigenen E-Book-Library, ansonsten k\u00fcrzt er die Beitr\u00e4ge, und auch die holl\u00e4ndische F\u00f6rderorganisation (NWO) unterst\u00fctzt ausschliesslich aus NWO-Forschungsprojekten resultierende Publikationen, die zeitgleich Open Access geschaltet werden.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1400630400000)\/","SubmittedBy":"Savary G\u00e9raldine","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1402876800000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"34","Category":null,"Modified":"\/Date(1690526949290)\/","SubmissionDate":"\/Date(1395273600000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":4912,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Medien und Kommunikation"}}