{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143274,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143274,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143274,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143274,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143274,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143274,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143274,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143274,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143274,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143274,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143274,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143274,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143274,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143274,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143274,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143274,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143274,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20143274,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"14.3274","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Warum sollen Fische, Gefl\u00fcgel und Schweine nicht mit Insekten gef\u00fcttert werden?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Laut der Ern\u00e4hrungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen sollen in den kommenden Jahrzehnten in immer zahlreicheren L\u00e4ndern immer mehr Insekten als Futtermittel in der Fisch-, der Gefl\u00fcgel- und der Schweinezucht eingesetzt werden. Produzentinnen und Produzenten in China, S\u00fcdafrika, Spanien und den Vereinigten Staaten z\u00fcchten bereits mit Biokonversion organischer Abf\u00e4lle massenweise Fliegen f\u00fcr die Fischzucht und die F\u00fctterung von Gefl\u00fcgel.</p><p>Ein von dem Forschungsinstitut f\u00fcr biologischen Landbau und einem Fischz\u00fcchter in der Schweiz durchgef\u00fchrter Versuch und ein Versuch mit Legehennen zeigen, dass interessante Resultate erzielt werden k\u00f6nnten, wenn man diese Tiere mit Insektenmehl f\u00fcttern w\u00fcrde.</p><p>Deshalb stelle ich dem Bundesrat folgende Fragen:</p><p>1. Warum wird die Verwendung gewisser Insekten zur F\u00fctterung von Fischen, Gefl\u00fcgel und Schweinen nicht erlaubt?</p><p>2. Wie man weiss, fressen Fische, H\u00fchner und Schweine von Natur aus Insekten. Welches sind also die wissenschaftlichen Gr\u00fcnde f\u00fcr ein Verbot, diese Tiere mit Insekten zu f\u00fcttern?</p><p>3. Wie l\u00e4sst sich rechtfertigen, dass Fische zwar mit Gefl\u00fcgelmehl, aber nicht mit Insekten gef\u00fcttert werden d\u00fcrfen?</p><p>4. K\u00f6nnte man die Verordnung \u00fcber die Entsorgung von tierischen Abf\u00e4llen so \u00e4ndern, dass der Einsatz von Insekten als Futtermittel in der Fisch-, der Gefl\u00fcgel- und der Schweinezucht erm\u00f6glicht wird? Will das der Bundesrat? Wenn nicht, warum nicht?</p>","ReasonText":"<p>Laut dem Weltverband der Futtermittelindustrie belief sich die weltweite Futtermittelproduktion im Jahr 2010 auf 720 Millionen Tonnen. Insekten k\u00f6nnen die herk\u00f6mmlichen Futtermittel wie Soja, Mais, Getreide und Fischmehl erg\u00e4nzen. Die Forschung sagt, dass die Larven der Soldatenfliege, der Hausfliege und des Mehlk\u00e4fers das gr\u00f6sste Potenzial f\u00fcr die grossangelegte Futtermittelproduktion aufweisen. Weitere Insektenarten werden darauf hin untersucht.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>In der Schweiz und in Europa wird die M\u00f6glichkeit, Insekten als Futtermittel einzusetzen, tats\u00e4chlich noch nicht genutzt. Mit dieser neuen Proteinquelle in der F\u00fctterung von Fischen, Schweinen und Gefl\u00fcgel k\u00f6nnte die Abh\u00e4ngigkeit von Soja, das aufgrund seiner ern\u00e4hrungsphysiologischen Eigenschaften heute insbesondere f\u00fcr Monogastrier die wichtigste Proteinquelle darstellt, verringert werden. Vor diesem Hintergrund haben das Bundesamt f\u00fcr Landwirtschaft und das Bundesamt f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und Veterin\u00e4rwesen die Arbeiten des Forschungsinstituts f\u00fcr biologischen Landbau mit grossem Interesse verfolgt. Diese beiden Bundes\u00e4mter pr\u00fcfen Massnahmen zur F\u00f6rderung von Forschung und Entwicklung in diesem Bereich. Der Bundesrat ist sich der Bedeutung dieser Chance f\u00fcr die Nachhaltigkeit der Nutztierhaltung bewusst. Es m\u00fcssen alternative L\u00f6sungen in der Tierf\u00fctterung gefunden werden, um den grossen Herausforderungen, welche die Deckung des weltweiten Nahrungsmittelbedarfs darstellt, begegnen zu k\u00f6nnen.</p><p>1. Die Verwendung von Insekten in der Futtermittelproduktion ist seitens der Beh\u00f6rden erw\u00fcnscht, da so Protein in f\u00fcr Monogastrier und Fische guter Qualit\u00e4t zugef\u00fchrt und bisher in der Tierf\u00fctterung noch nicht eingesetzte Nebenprodukte verwertet werden k\u00f6nnen. Eine solche Nutzung ist jedoch erst m\u00f6glich, wenn die genauen Konsequenzen bekannt sind, insbesondere hinsichtlich der Zutr\u00e4glichkeit von so produzierten Futtermitteln.</p><p>2. Die industrielle Herstellung von Insektenmehlen zu F\u00fctterungszwecken birgt andere Risiken als der nat\u00fcrliche Verzehr von Insekten. Parameter wie die Wahl der geeigneten Arten, die m\u00f6glichen Substrate, das Krankheitspotenzial der Insekten oder Substratr\u00fcckst\u00e4nde sowie das Verarbeitungsverfahren zur Futtermittelgewinnung sind allesamt Punkte, die eine eingehende Risikoanalyse erfordern. Es geht darum, die Massenproduktion eines neuen Futtermittels aufzugleisen, ohne die Gesundheit von Mensch und Tier bzw. die Umwelt zu gef\u00e4hrden.</p><p>3. Die Risiken der Verf\u00fctterung von Tiermehlen an Gefl\u00fcgel sind bekannt, und f\u00fcr den Fall einer Wiedereinf\u00fchrung wurden entsprechende Massnahmen definiert. So hat die Risikoevaluation beispielsweise ergeben, dass Wiederk\u00e4uermehle Tr\u00e4ger von Krankheiten sein k\u00f6nnen, die auf den Menschen \u00fcbertragbar sind. Aus diesem Grund wurden solche Mehle g\u00e4nzlich aus einer allf\u00e4lligen Herstellung von Tiermehlen zur Verf\u00fctterung an Tiere, die der Lebensmittelgewinnung dienen, ausgeschlossen. Das Risikomanagement im Zusammenhang mit der Verwendung von Insekten zur F\u00fctterung von Tieren, die der Lebensmittelgewinnung dienen, muss auf einer ganz spezifisch auf diesen Bereich ausgerichteten Risikoevaluation aufbauen k\u00f6nnen.</p><p>4. Der Bundesrat w\u00fcnscht sich, dass die Risikoevaluationen im Zusammenhang mit der Futtermittelherstellung aus Insekten bald Ergebnisse liefern, die dieses Dossier positiv beeinflussen. Die Schweiz ist in die fachlichen Diskussionen zu diesem Thema, die europaweit gef\u00fchrt werden, involviert. Aufgrund der Abkommen, welche die Schweiz im Bereich der Nutztierhaltung mit der EU geschlossen hat, wird sie einer Entscheidung der EU nicht vorgreifen, um jedwede negative Auswirkung auf den Handel mit der Europ\u00e4ischen Union zu verhindern. Dieser Prozess ist derzeit von grosser Bedeutung. Das Verfahren zur Zulassung von Insekten als Novel Food ist auf gutem Weg und sollte jenes bez\u00fcglich ihrer Verwendung zur Futtermittelherstellung beschleunigen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1400025600000)\/","SubmittedBy":"Chevalley Isabelle","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1403222400000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"55","Category":null,"Modified":"\/Date(1690527078523)\/","SubmissionDate":"\/Date(1395360000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4912,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Landwirtschaft"}}