{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143502,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143502,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143502,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143502,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143502,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143502,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143502,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143502,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143502,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143502,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143502,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143502,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143502,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143502,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143502,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143502,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143502,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20143502,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"14.3502","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Tierschutzwidrige Importe von Jagdtroph\u00e4en","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Offenbar nehmen j\u00e4hrlich rund 2000 Schweizer J\u00e4gerinnen und J\u00e4ger an fragw\u00fcrdigen Jagdreisen im Ausland teil, wobei die Erlegung einer Troph\u00e4e als treibendes Motiv im Vordergrund steht. </p><p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie beurteilt er Auslandsjagden in Bezug auf folgende Punkte: </p><p>a. Tierschutz (insbesondere in vielen Schwellen- und Entwicklungsl\u00e4ndern, wo keine oder nur marginale Tierschutz- und Jagdgesetzgebungen existieren);</p><p>b. Ethik (Abschuss hoch sozialer \"Tierpers\u00f6nlichkeiten\" wie Elefant oder Pavian, die nachweislich durch den Verlust von Herdenmitgliedern traumatisiert werden k\u00f6nnen, sowie Abschuss von vom Aussterben bedrohten Arten);</p><p>c. Artenschutz (insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsl\u00e4ndern, wo ein wissenschaftlich solides Bestandsmanagement selten gegeben ist und die Korruption die \"nachhaltige Nutzung\" von Tierbest\u00e4nden und den Cites-konformen Umgang mit Tiertroph\u00e4en sabotiert);</p><p>d. Soziale Probleme (Landenteignung, -vertreibung); </p><p>e. Eingez\u00e4unte Jagdfarmen (Abschuss eingesperrter Tiere; Verhinderung nat\u00fcrlicher Tierwanderungen, Aussetzung gebietsfremder Arten zu Jagdzwecken, \u00dcberweidung)?</p><p>2. Wie stellt er sich zur Forderung eines Importverbots f\u00fcr Troph\u00e4en aus tierschutzwidriger Jagd oder von bestimmten Tierarten:</p><p>a. Spezifisch f\u00fcr bestimmte Tierarten (z. B. Elefant, Nashorn, Grosskatzen, Eisb\u00e4r), die insgesamt und als Art besonders gef\u00e4hrdet sind (z. B. durch Wilderei, Lebensraumzerst\u00f6rung, Klimawandel) oder mit deren T\u00f6tung besonders gewichtige ethische Probleme verbunden sind;</p><p>b. Generell f\u00fcr Troph\u00e4en aus L\u00e4ndern ausserhalb der EU, weil deren Jagden im Allgemeinen nicht Schweizer Tierschutzrecht entsprechen;</p><p>c. F\u00fcr Troph\u00e4en, die aus nicht tierschutzkonformer Jagd stammen (Bogenjagd, Helikopterjagd, Gatterjagd)?</p><p>3. Wie stellt er sich zur Tatsache, dass auch hierzulande (im Kanton Wallis) eine gem\u00e4ss Jagdgesetz gesch\u00fctzte Art (Steinbock) an ausl\u00e4ndische Jagdtouristen zum Abschuss verkauft wird, w\u00e4hrend sich Schweizer J\u00e4gerinnen und J\u00e4ger f\u00fcr solche Sonderabsch\u00fcsse jahrelangen Wartezeiten und einer Auslosung unterwerfen m\u00fcssen? </p><p>a. Ist ihm bekannt, wie viele gesch\u00fctzte Steinb\u00f6cke hierzulande allj\u00e4hrlich von Jagdtouristen erlegt werden?</p><p>b. Ist ihm bekannt, wie viele Steinbock-Troph\u00e4en j\u00e4hrlich ausser Landes exportiert werden?</p><p>4. Wie viele Schweizer Jagdtouristen reisen pro Jahr ins Ausland zur Troph\u00e4enjagd?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Gewisse im Ausland praktizierte Formen der Jagd stossen in der Schweiz auf Unverst\u00e4ndnis und entsprechen nicht unseren tierschutzrechtlichen und ethischen Massst\u00e4ben. Im Ausland sind jedoch grunds\u00e4tzlich die im jeweiligen Land geltenden Vorschriften massgebend. Der internationale Verkehr mit gewissen Jagdtroph\u00e4en und damit auch deren Einfuhr in die Schweiz unterliegen hingegen den Bestimmungen des \u00dcbereinkommens \u00fcber den internationalen Handel mit gef\u00e4hrdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (Cites-\u00dcbereinkommen, SR 0.453), welches eine nachhaltige Nutzung der Best\u00e4nde bezweckt. Jagdtroph\u00e4en von Tierarten, die im Cites-\u00dcbereinkommen aufgef\u00fchrt werden, sind bei der Einfuhr in die Schweiz anzumelden und werden kontrolliert; der rechtm\u00e4ssige Verkehr muss mit entsprechenden Dokumenten nachgewiesen werden (Art. 1 und 7 der Verordnung des EDI vom 4. September 2013 \u00fcber die Kontrolle des Verkehrs mit Tieren und Pflanzen gesch\u00fctzter Arten, SR 453.1, bzw. Art. 10 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. M\u00e4rz 2012 \u00fcber den Verkehr mit Tieren und Pflanzen gesch\u00fctzter Arten, SR 453). Stellen die Kontrollorgane fest, dass der Nachweis der Rechtm\u00e4ssigkeit des Verkehrs fehlt, so werden die Exemplare beschlagnahmt.</p><p>2. F\u00fcr eine Verbesserung des Tier- und Artenschutzes im Ausland sind international abgest\u00fctzte Massnahmen im Rahmen von multilateralen Konventionen wie dem Cites-\u00dcbereinkommen zielf\u00fchrender als ein Importverbot der Schweiz. Die erw\u00fcnschte Wirkung, eine generelle Verbesserung des Tier- und Artenschutzes in bestimmten L\u00e4ndern oder f\u00fcr spezifische Tierarten, wird mit einem Importverbot eines einzelnen Staates kaum erreicht. International abgest\u00fctzte Massnahmen erzeugen hier deutlich mehr Druck. So ist der Handel mit stark gef\u00e4hrdeten Arten wie Nash\u00f6rnern und Elefanten (Arten des Anhangs I des Cites-\u00dcbereinkommens) streng geregelt. Die entsprechenden Vorschriften m\u00fcssen vom Export- und vom Importland eingehalten werden. Die Schweiz setzt sich seit l\u00e4ngerer Zeit f\u00fcr den internationalen Tierschutz ein; u. a. ist sie massgeblich an der Erarbeitung international anerkannter Standards betreffend tierschutzgerechte T\u00f6tung von Reptilien zur Ledergewinnung beteiligt.</p><p>3. Die Regulierung der Best\u00e4nde der Steinb\u00f6cke erfolgt durch die Kantone, nach Genehmigung der Abschussplanung durch das Bundesamt f\u00fcr Umwelt (Verordnung \u00fcber die Regulierung von Steinb\u00f6cken vom 30. April 1990, SR 922.27). Somit liegt die Vergabe der zum Abschuss bewilligten Steinb\u00f6cke im Ermessen der Kantone. Dem Bund ist nicht bekannt, wie viele Steinb\u00f6cke in der Schweiz von Jagdtouristen erlegt werden und wie viele Steinbocktroph\u00e4en j\u00e4hrlich exportiert werden.</p><p>4. Es liegen keine Zahlen dazu vor, wie viele Schweizer Jagdtouristen pro Jahr f\u00fcr eine Troph\u00e4enjagd ins Ausland reisen. Bei den durch Schweizer J\u00e4gerinnen und J\u00e4ger im Ausland erlegten und eingef\u00fchrten Tieren handelt es sich fast ausschliesslich um Wildschweine, Rehe, Hirsche, Mufflons usw., welche aus den umliegenden EU-Staaten Frankreich, Deutschland, Italien, \u00d6sterreich, Ungarn und Tschechien stammen. Die Troph\u00e4enjagd auf Tierarten wie Elefant, Nashorn, Grosskatzen und Eisb\u00e4r wird von einem vergleichsweise kleinen Teil der Jagdtouristen ausge\u00fcbt.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1409097600000)\/","SubmittedBy":"Trede Aline","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1449100800000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|52","Category":null,"Modified":"\/Date(1690527210713)\/","SubmissionDate":"\/Date(1403136000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4914,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Umwelt"}}