{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143513,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143513,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143513,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143513,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143513,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143513,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143513,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143513,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143513,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143513,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143513,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143513,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143513,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143513,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143513,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143513,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143513,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20143513,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"14.3513","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Pilzwiderstandsf\u00e4hige Rebsorten f\u00fcr die Reduktion des Pestizideinsatzes","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Im Weinbau werden verschiedene Pestizide eingesetzt. Der Agrarbericht 2012 weist f\u00fcr Reben eine durchschnittliche Behandlungsh\u00e4ufigkeit von \u00fcber zehn Behandlungen pro Saison aus. Besonders Pilzerkrankungen an den Reben, wie zum Beispiel Falscher Mehltau, machen den Weinbauern zu schaffen. Durch den Einsatz von pilzwiderstandsf\u00e4higen Sorten (sogenannten Piwi-Sorten) sowie anderen geeigneten Z\u00fcchtungen kann dieser Pestizideinsatz massiv gesenkt werden. Zurzeit wachsen auf 1 bis 2 Prozent der Schweizer Rebfl\u00e4che Piwi-Rebsorten.</p><p>Im Fr\u00fchling machte eine Studie der Eawag auf die Pestizidbelastung der Schweizer Gew\u00e4sser aufmerksam. Einige der h\u00e4ufig nachgewiesenen und relevanten Wirkstoffe kommen haupts\u00e4chlich im Weinbau zur Bek\u00e4mpfung von Pilzkrankheiten zum Einsatz. Der Bundesrat hat am 21. Mai 2014 die Ausarbeitung eines nationalen Aktionsplans f\u00fcr die Reduktion von Pestizidrisiken beschlossen. Die Propagierung von pilzwiderstandsf\u00e4higen oder anders resistenten Rebsorten unterst\u00fctzt die Ziele des Aktionsplans und reduziert die Pestizidbelastung unserer Gew\u00e4sser.</p><p>1. Was sind die Hemmnisse bei der Verbreitung von Piwi-Sorten im Schweizer Weinbau? </p><p>2. Wie k\u00f6nnen diese Hemmnisse reduziert werden? </p><p>3. Welche Massnahmen zur Beg\u00fcnstigung von Piwi-Sorten k\u00f6nnen im Rahmen des Aktionsplans zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln ergriffen werden?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die Gesunderhaltung der Reben erfordert den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln (PSM). Ohne diese Behandlungen riskieren die Winzerinnen und Winzer empfindliche Ertrags- und Qualit\u00e4tseinbussen. Im Vergleich zu anderen Chemikalien sind die Anforderungen an die Zulassung von PSM sehr hoch. Sie werden in regelm\u00e4ssigen Abst\u00e4nden neu \u00fcberpr\u00fcft und gegebenenfalls angepasst. </p><p>Pilzwiderstandsf\u00e4hige (Piwi) Rebsorten sind gegen\u00fcber mehreren Pilzkrankheiten resistenter. Es gibt eine Vielzahl von Piwi-Sorten, fl\u00e4chenm\u00e4ssig ist ihr Anteil gegenw\u00e4rtig tats\u00e4chlich gering. Agroscope forscht schon seit mehreren Jahren intensiv an resistenten Sorten und hat 2013 eine neue Piwi-Sorte (Divico) vorgestellt. Diese muss j\u00e4hrlich nur noch ein- bis dreimal mit PSM behandelt werden. </p><p>1. Damit eine Rebsorte in der Schweiz in Verkehr gebracht werden kann, muss das Vermehrungsmaterial gem\u00e4ss Rebenpflanzgutverordnung des WBF (SR 916.151.3) in der Sortenverordnung (SR 916.151.6) aufgef\u00fchrt sein. Auch in der EU zugelassene Rebsorten d\u00fcrfen in der Schweiz in Verkehr gebracht und vermehrt werden. Die Winzerinnen und Winzer sind frei in der Wahl der Rebsorte aus den zugelassenen Sorten, worunter sich viele Piwi-Sorten befinden. Wenn sie Weine mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung (KUB/AOC) produzieren wollen, m\u00fcssen sie durch die Kantone anerkannte Traubensorten w\u00e4hlen. Die Verbreitung einer neuen Rebsorte kann bis zu 20 Jahre in Anspruch nehmen, auch wenn diese vielversprechend ist. Der Erfolg einer Sorte wird nebst agronomischen Eigenschaften (Krankheitswiderstandsf\u00e4higkeit, Ertragspotenzial usw.) insbesondere auch durch die sensorischen Eigenschaften der Weine sowie durch die Kundenakzeptanz eines neuen Rebsortennamens beeinflusst. Zudem bedeutet das Setzen von Reben eine auf ungef\u00e4hr 25 Jahre angelegte Investition. Eine noch wenig bekannte Rebsorte birgt somit ein erh\u00f6htes finanzielles Risiko. Die Ausdehnung der Piwi-Sortenfl\u00e4chen braucht deshalb Zeit.</p><p>2. Die heutige Gesetzgebung stellt grunds\u00e4tzlich kein Hindernis f\u00fcr die Anpflanzung neuer Sorten dar. Winzerinnen und Winzer, die Piwi-Sorten kultivieren, m\u00fcssen viel Aufkl\u00e4rungsarbeit leisten und ihre Kundschaft von den meist noch unbekannten Weinen \u00fcberzeugen. Ist die Bereitschaft vorhanden, sich auf Weine aus Piwi-Sorten einzulassen, wird eine Nachfrage kreiert, die Umstellungen auf diese Sorten bewirkt. </p><p>3. Der Bundesrat hat im Mai 2014 mit der Beantwortung des Postulates Moser 12.3299 das WBF beauftragt, in Zusammenarbeit mit dem UVEK und dem EDI bis Ende 2016 einen Aktionsplan zur Risikoreduktion und nachhaltigen Anwendung von PSM zu erstellen. Die F\u00f6rderung krankheitsresistenter Sorten ist dabei eine vielversprechende Option. Es ist beabsichtigt, die interessierten Kreise in die Erarbeitung des Aktionsplans mit einzubeziehen. Die Strategie in der Pflanzenz\u00fcchtung wird in Zukunft noch mehr auf gegen Schadorganismen resistente Sorten ausgerichtet sein. </p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1408492800000)\/","SubmittedBy":"Guhl Bernhard","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1411689600000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1690526915430)\/","SubmissionDate":"\/Date(1403136000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4914,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft"}}