{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143935,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143935,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143935,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143935,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143935,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143935,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143935,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143935,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143935,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143935,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143935,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143935,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143935,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143935,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143935,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143935,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143935,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20143935,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"14.3935","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"CMS-Hybriden und andere potenziell problematische Pflanzenz\u00fcchtungstechniken","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Pflanzenz\u00fcchtung setzt immer mehr problematische Z\u00fcchtungstechniken ein, welche von den Konsumenten und Konsumentinnen abgelehnt werden. J\u00fcngstes Beispiel ist die CMS-Hybridisierung, welche von Medien auch als \"kleine Gentechnik\" bezeichnet wurde. Dabei werden Zellen unterschiedlicher Arten wie Sonnenblume und Chicor\u00e9e miteinander verschmolzen. Die daraus entstehenden Pflanzen bilden keine m\u00e4nnlichen Organe und eignen sich darum besonders f\u00fcr die Hybridz\u00fcchtung. Allerdings ergeben sich daraus mehrere gravierende Probleme.</p><p>- Z\u00fcchterprivileg: CMS-Sorten sind steril und eignen sich nicht zur Weiterz\u00fcchtung. Damit k\u00f6nnen Z\u00fcchter und Z\u00fcchterinnen nicht mehr auf dieses Material zur\u00fcckgreifen. Ihr im Sortenschutzgesetz und im Upov-Vertrag garantiertes Recht kann nicht mehr wahrgenommen werden.</p><p>- Wahlfreiheit: Bei einigen Gem\u00fcsearten ist bereits kein anderes Saatgut mehr vorhanden. Produzenten und Konsumentinnen verlieren die Wahlfreiheit.</p><p>- N\u00e4he zur Gentechnik: Das ZDF berichtete im Oktober 2013 erstmals \u00fcber CMS-Hybriden und sprach von \"gentechnisch ver\u00e4nderter Nahrung\". Der \"Kassensturz\" ortete am 2. September 2014 \"Gem\u00fcse aus dem Genlabor\" und stellte fest, dass CMS in fast allen Broccoli-Proben enthalten war. Agro-Gentechnik wird von einer grossen Mehrheit der Konsumentinnen und Konsumenten abgelehnt und ist in der Schweiz verboten.</p><p>1. Ist der Bundesrat bereit, unproblematische Z\u00fcchtungstechniken st\u00e4rker zu unterst\u00fctzen, z. B. im Rahmen seiner Pflanzenz\u00fcchtungs- und Biodiversit\u00e4tsstrategien?</p><p>2. Welche Z\u00fcchtungstechniken ausser GVO erachtet er als potenziell problematisch? Wie wird deren Risikoeinsch\u00e4tzung vorgenommen? Wer haftet bei Schadensf\u00e4llen?</p><p>3. Wie stellt er langfristig die Wahlfreiheit sicher, wenn bei einer Art nur noch problematische Sorten wie GVO oder CMS erh\u00e4ltlich sind?</p><p>4. Ist er bereit, im Rahmen der Qualit\u00e4tsstrategie Projekte zu unterst\u00fctzen, welche unproblematische Z\u00fcchtungstechniken verwenden und in Wert setzen?</p><p>5. Wie kann mit Massnahmen des Bundes die immer st\u00e4rker werdende Aushebelung des Z\u00fcchterprivilegs verhindert werden?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Das Bundesamt f\u00fcr Landwirtschaft erarbeitet zusammen mit Experten von Agroscope, ETH, Fibl, Vertretern der Saatgutwirtschaft sowie des Schweizerischen Bauernverbands einen Vorschlag f\u00fcr eine Z\u00fcchtungsstrategie des Bundes. Die Z\u00fcchtungsstrategie definiert die Ziele, welche mit Bundesmitteln erreicht werden sollen. Im Zentrum steht die langfristige Versorgung der Schweizer Land- und Ern\u00e4hrungswirtschaft mit Sorten, die standortangepasst, vielf\u00e4ltig, nachhaltig und gesund sind und damit einen Beitrag an die Ern\u00e4hrungssicherheit leisten.</p><p>2. Gentechnisch ver\u00e4nderte Organismen (GVO) sind in einem Spezialgesetz, dem Gentechnikgesetz, geregelt. Bei gentechnisch ver\u00e4nderten Organismen wird das Genom mithilfe von molekularen Methoden gezielt ver\u00e4ndert. Z\u00fcchtungstechniken wie die Protoplastenfusion oder die Erzeugung von Hybridomazellen gelten gem\u00e4ss Anhang 1 der Freisetzungsverordnung nicht als gentechnologische Methoden. Die Risikobeurteilung von GVO wird gem\u00e4ss der Freisetzungsverordnung, diejenige von nicht gentechnisch ver\u00e4nderten Sorten nach der Vermehrungsmaterialverordnung vorgenommen. Der Beurteilungsprozess folgt unterschiedlichen Anforderungen. Immer aber werden die Sorten, welche negative Auswirkungen auf Mensch, Tier oder die Umwelt haben, nicht zugelassen. Je nach Produkt ist die Haftungsregelung im geltenden Recht klar festgelegt. Das NFP 59 \u00fcber Nutzen und Risiken von GVO hat gezeigt, dass GVO grunds\u00e4tzlich nicht mit h\u00f6heren Risiken als konventionell gez\u00fcchtete Kulturpflanzen behaftet sind.</p><p>3. GVO m\u00fcssen gem\u00e4ss dem Gentechnikgesetz als solche gekennzeichnet werden. F\u00fcr andere Z\u00fcchtungsmethoden, wie zum Beispiel die in einzelnen Kulturen bereits seit Jahrzehnten eingesetzte CMS-Technik, besteht keine Kennzeichnungspflicht. Wie diese und weitere neue Z\u00fcchtungstechniken und die damit erzeugten Produkte zu klassieren sind, wird zurzeit aufgrund der Bestimmungen im geltenden Recht untersucht.</p><p>4. Die Qualit\u00e4tsstrategie der Land- und Ern\u00e4hrungswirtschaft bezweckt, wettbewerbsf\u00e4hige, hochstehende und nachhaltig erzeugte Produkte f\u00fcr eine gesunde Ern\u00e4hrung anzubieten. Im Rahmen dieser Strategie wird auf GVO verzichtet, solange damit die Marktchancen besser genutzt werden k\u00f6nnen. Der Bundesrat unterst\u00fctzt diese Ausrichtung. Er sieht derzeit keinen Anlass, die geltende Charta zu \u00e4ndern oder zu erg\u00e4nzen.</p><p>5. Die Nachkommen einer Kreuzung von zwei Inzuchtlinien sind Hybride mit hybridspezifischen Eigenschaften, wie einem uniformen Aussehen, hohem Ertrag und mehr Ertragsstabilit\u00e4t. Diese Eigenschaften sind in Nachkommen von Kreuzungen mit Hybriden nicht mehr vorhanden. Dies verhindert faktisch, dass mit der Weiterz\u00fcchtung von Hybriden deren spezifische Eigenschaften erhalten werden. Rechtlich darf jede auf dem Markt verf\u00fcgbare Sorte, auch CMS-Hybride, f\u00fcr die Weiterz\u00fcchtung von konventionellen Sorten verwendet werden.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1447891200000)\/","SubmittedBy":"Graf Maya","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1475193600000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"36|52|55|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690525598680)\/","SubmissionDate":"\/Date(1411689600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4915,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wissenschaft und Forschung|Umwelt|Landwirtschaft|Gesundheit"}}