{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143959,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143959,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143959,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143959,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143959,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143959,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143959,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143959,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143959,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143959,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143959,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143959,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143959,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143959,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143959,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143959,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20143959,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20143959,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"14.3959","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Beurteilung des Potenzials der Geothermie bei einer Bohrtiefe von 5 bis 10 Kilometern","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Geothermie mit einer Bohrtiefe von 3 bis 5 Kilometern wird aufgrund der in Basel und St. Gallen ausgel\u00f6sten Erdbeben kritisch beurteilt. Eine andere Form der Tiefengeothermie stellt die direkte Nutzung der W\u00e4rme aus dem Gestein in einer Tiefe von 5 bis 10 Kilometern dar. Dieses Potenzial soll sich gem\u00e4ss Konzepten der Schweizer Firma Swiss Geo Power AG (www.swissgeopower.ch) f\u00fcr die Produktion von Strom (Bandenergie) und W\u00e4rme eignen. Zu diesem Zweck sollen eine innovative, grosskalibrige Bohrtechnologie (50 Zentimeter Durchmesser) und das Prinzip der Erdsonde zum Einsatz kommen. Mit dieser Technik werden kein \"F\u00fcndigkeitsrisiko\", tiefere Kosten als bei bisherigen Verfahren und eine kosteng\u00fcnstige Produktion versprochen. Deshalb taucht immer wieder das Anliegen auf, diese Bohrtechnologie weiter zu entwickeln und auch in Tiefen von 5 bis 10 Kilometern zu testen.</p><p>Vor diesem Hintergrund stellen sich folgende Fragen:</p><p>1. Wie beurteilt der Bundesrat das erschliessbare Potenzial zur Nutzung der W\u00e4rme des Gesteins in einer Tiefe von 5 bis 10 Kilometern f\u00fcr die W\u00e4rme-Strom-Produktion?</p><p>2. K\u00f6nnte die Nutzung dieses Potenzials f\u00fcr die dezentrale Produktion von W\u00e4rme und Strom zu vergleichsweise tiefen Kosten wesentlich zu einer sicheren, nachhaltigen und CO2-armen Energieversorgung der Schweiz beitragen?</p><p>3. Welche M\u00f6glichkeiten und Instrumente sieht er zur Unterst\u00fctzung der Bohrtechnologie in Tiefen von 5 bis 10 Kilometern?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Ohne Zweifel ist das theoretische Potenzial f\u00fcr die W\u00e4rme- und Strombereitstellung aus der Geothermie ausserordentlich gross. Der Bundesrat verweist an dieser Stelle auf den erst k\u00fcrzlich publizierten Bericht \"Energy from the Earth: Deep Geothermal as a Resource for the Future?\", herausgegeben von Stefan Hirschberg (Paul-Scherrer-Institut, PSI), Stefan Wiemer (ETH Z\u00fcrich) und Peter Burgherr (PSI) im Auftrag des Zentrums f\u00fcr Technologiefolgen-Absch\u00e4tzung (TA-Swiss) der Akademien der Wissenschaften. Der Bericht behandelt die Situation der Tiefengeothermie der Schweiz und illustriert, dass mit einer Abk\u00fchlung um 20 Grad Celsius einer rund 150 Grad Celsius heissen, 1,5 Kilometer m\u00e4chtigen Gesteinsschicht in einer Tiefe von 4 bis 5,5 Kilometern rund 600 000 Terawattstunden an geothermischer Energie bereitgestellt werden k\u00f6nnten. Erweiterte man das Potenzial auf die Gesteinsschichten von 5 bis 10 Kilometern, so k\u00e4me noch ein Vielfaches dazu. Als massgebende Technologie werden petrothermale Systeme betrachtet, wenn sie erfolgreich demonstriert und zuverl\u00e4ssig einsetzbar gemacht w\u00fcrden. Das erschliessbare Potenzial wurde in derselben Studie mit rund 800 Terawattstunden elektrisch und einer rund zehnfach gr\u00f6sseren Menge an W\u00e4rmepotenzial angegeben.</p><p>2. Die dazu notwendige Technologie ist in der Schweiz noch nicht gen\u00fcgend ausgereift und hat daher auch noch nicht den Weg in die Wirtschaftlichkeit demonstriert. Die Wirtschaftlichkeit w\u00fcrde beg\u00fcnstigt, wenn neben Strom auch W\u00e4rme verkauft werden k\u00f6nnte. Die obenerw\u00e4hnte TA-Swiss-Studie sch\u00e4tzt, dass ohne W\u00e4rmeabsatz die durchschnittlichen Gestehungskosten rund 36 Rappen pro Kilowattstunden (Bandbreite von 14-69 Rappen pro Kilowattstunden) betragen, wenn j\u00e4hrlich rund 200 Terawattstunden Strom produziert w\u00fcrden. K\u00f6nnte zus\u00e4tzlich W\u00e4rme zu 7 Rappen pro Kilowattstunde verkauft werden, so w\u00fcrde die Bandbreite der effektiven Stromgestehungskosten, welche durch den gleichzeitigen W\u00e4rmeabsatz beg\u00fcnstigt w\u00fcrden, auf 6 bis 31 Rappen pro Kilowattstunde mit einem Mittelwert von 14 Rappen pro Kilowattstunde absinken. Es k\u00f6nnten rund 450 Terawattstunden Strom j\u00e4hrlich mit dem entsprechenden zehnfachen W\u00e4rmeabsatz bereitgestellt werden. Die absetzbare W\u00e4rme w\u00fcrde den W\u00e4rmebedarf der Schweiz bei Weitem \u00fcberschreiten und k\u00f6nnte somit einen signifikanten Beitrag zur Deckung der Nachfrage leisten.</p><p>3. Weitere Forschung, Pilotprojekte und Demonstrationen sind notwendig, damit sich das Potenzial dieser Technologien entfalten kann. Die Erstellung eines Bohrlochs f\u00fcr den Transport der W\u00e4rme aus der Tiefe f\u00fcr die Nutzung auf der Erdoberfl\u00e4che ist unumg\u00e4nglich und stellt den Hauptkostentreiber dar. Der Reifegrad diverser Bohrtechnologien ist sehr unterschiedlich. Konventionelle Bohrtechnologien, die das Gestein im Bohrloch durch die Aufbringung von mechanischen Lasten zerkleinern, sind momentan die am besten einsetzbare Technologie. Andere Bohrtechnologien sind in einem Fr\u00fchstadium ihrer Forschung und Entwicklung und k\u00f6nnen heute in der Praxis noch nicht zuverl\u00e4ssig und routinem\u00e4ssig eingesetzt werden.</p><p>Um diese und eine Vielzahl anderer Energietechnologien zu f\u00f6rdern, stellt der Bund f\u00fcr die Jahre 2013 bis 2016 im Rahmen des Aktionsplans \"Koordinierte Energieforschung Schweiz\" insgesamt 202 Millionen Franken zur Verf\u00fcgung, wobei ein Anteil an das Schweizerische Kompetenzzentrum f\u00fcr die Energieforschung im Bereich Strombereitstellung (SCCER Supply of Electricity) fliesst, welches die Forschungsthemen um die Tiefengeothermie allgemein und im Speziellen auch Bohrtechnologien behandelt. Hinzu kommen die regul\u00e4ren Projektmittel, die \u00fcber den Schweizerischen Nationalfonds (SNF), die Kommission f\u00fcr Technologie und Innovation (KTI) und \u00fcber die Ressortforschung und das Pilot- und Demonstrationsprogramm des Bundesamtes f\u00fcr Energie (BFE) kompetitiv eingeworben werden k\u00f6nnen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1416355200000)\/","SubmittedBy":"R\u00f6sti Albert","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1418342400000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|66","Category":null,"Modified":"\/Date(1690526342033)\/","SubmissionDate":"\/Date(1411689600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4915,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Energie"}}