{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144041,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144041,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144041,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144041,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144041,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144041,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144041,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144041,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144041,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144041,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144041,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144041,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144041,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144041,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144041,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144041,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144041,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20144041,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"14.4041","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Widerspr\u00fcche und Heuchelei in der staatlichen Agrarpolitik bei der Reduktion von CO2-Emissionen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>In einem Artikel der Zeitschrift \"Agrarforschung Schweiz\" steht: \"W\u00e4hrend die Emissionen der direkten landwirtschaftlichen Produktion durch Abnahme der Tierbest\u00e4nde und des Minerald\u00fcngereinsatzes zwischen 1990 und 2011 um etwa 8 Prozent gefallen sind, stiegen die Emissionen durch Nahrungsmittelimporte im gleichen Zeitraum um gut 70 Prozent.\" </p><p>Aufgrund dieser wissenschaftlich klar belegten Feststellungen stelle ich dem Bundesrat folgende Fragen:</p><p>1. Sollte der Bundesrat die einheimischen Ackerkulturen - insbesondere das Futtergetreide - nicht st\u00e4rker f\u00f6rdern, anstatt den Grenzschutz schrittweise abzubauen, wie er es vor Kurzem gemacht hat? Letzteres f\u00f6rdert die Einfuhr von Nahrungsmitteln, die f\u00fcr die Zunahme der Treibhausgase haupts\u00e4chlich verantwortlich sind, noch st\u00e4rker.</p><p>2. Ist der Bundesrat angesichts der starken Zuwanderung, die die Schweiz seit den Neunzigerjahren erf\u00e4hrt, nicht der Ansicht, dass die von der Schweizer Landwirtschaft bis anhin unternommenen Anstrengungen zur Effizienzsteigerung bemerkenswert sind und dass deshalb vielmehr die Strategie in Bezug auf die Einfuhr von Nahrungsmitteln neu ausgerichtet werden sollte?</p><p>3. Die Expertinnen und Experten kommen zum Schluss, dass das Emissionsvolumen der landwirtschaftlichen Produktion zu gering ist, um im Bereich der landwirtschaftlichen Betriebsmittel und des Energieverbrauchs eine starke Reduktion zu erwarten. Ist der Bundesrat mit seiner Agrarpolitik der \"intensiven Extensivierung\" nicht v\u00f6llig auf dem Holzweg?</p><p>4. Bezweckt der schleichende Abbau des Grenzschutzes, der unter verschiedensten Vorw\u00e4nden stattfindet, im Endeffekt nicht haupts\u00e4chlich, die M\u00f6glichkeiten zur Einfuhr von Nahrungsmitteln zu erweitern, anstatt die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Schweizer Landwirtschaft zu verbessern? Gem\u00e4ss der obenerw\u00e4hnten Studie steht dies in einem klaren Widerspruch zu einer wirkungsvollen Reduktion der CO2-Emissionen. Wie erkl\u00e4rt der Bundesrat diese Widerspr\u00fcche?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Weltklimarat IPCC sch\u00e4tzt, dass etwa 14 Prozent der globalen Treibhausgase direkt auf die landwirtschaftliche Produktion zur\u00fcckzuf\u00fchren sind. Das nationale Treibhausgasinventar weist f\u00fcr die Schweizer Landwirtschaft einen Anteil von 12 Prozent aus. Die Schweiz ist Teil eines globalen Land- und Ern\u00e4hrungssystems, 55 Prozent des Nettokalorienbedarfs produziert sie selber, f\u00fcr den Rest ist sie auf Importe angewiesen. Es ist dem Bundesrat ein Anliegen, die Grundlagen f\u00fcr die landwirtschaftliche Produktion so zu nutzen, dass sie auch k\u00fcnftigen Generationen f\u00fcr die Nahrungsmittelproduktion zur Verf\u00fcgung stehen. Die vom BLW erarbeitete Klimastrategie Landwirtschaft sieht ambiti\u00f6se Ziele vor, welche die Reduktion der Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft und die Anpassung der Produktion an den Klimawandel betreffen.</p><p>1./4. Die H\u00f6he der Treibhausgasemissionen wird in erster Linie durch die Art des Produkts, seine Herstellungsweise und Weiterverarbeitung bestimmt. Relevant ist auch, wie die Lebensmittel zubereitet werden und welcher Anteil als Food Waste verlorengeht. Die Herkunft respektive die beim Transport entstehenden Emissionen sind f\u00fcr G\u00fcter des t\u00e4glichen Verzehrs von untergeordneter Bedeutung. </p><p>Eine spezifische F\u00f6rderung der inl\u00e4ndischen Futtergetreideproduktion h\u00e4tte eine Verdr\u00e4ngung von anderen Kulturen - was bei diesen den Importbedarf erh\u00f6hen w\u00fcrde - und/oder eine intensivere Bewirtschaftung anderer Fl\u00e4chen zur Folge. Die Treibhausgasemissionen w\u00fcrden dadurch nicht reduziert, sondern verlagert. Eine Ver\u00e4nderung der H\u00f6he des Grenzschutzes h\u00e4tte bei einer Gesamtbetrachtung ebenfalls kaum einen wesentlichen Einfluss auf die Treibhausgasbilanz.</p><p>2./3. Die Treibhausgasemissionen der landwirtschaftlichen Produktion konnten in der Schweiz \u00fcber die letzten 25 Jahre reduziert werden. Dies ist umso erfreulicher, als w\u00e4hrend derselben Zeitspanne die Nahrungsmittelproduktion um \u00fcber 10 Prozent zugenommen hat. Eine weitere Effizienzsteigerung (sprich weniger Emissionen pro Nahrungsmittelkalorie) ist m\u00f6glich und n\u00f6tig. Die Klimastrategie Landwirtschaft zeigt entsprechende Handlungsfelder auf. Die Optimierung von Stoff- und Energiekreisl\u00e4ufen sowie beispielsweise auch die Zucht von effizienteren Nutztieren k\u00f6nnen helfen, den Futtermittelbedarf und damit Futtermittelimporte zu reduzieren. N\u00f6tig sind auch Verhaltens\u00e4nderungen auf der Nachfrageseite (weniger Emissionen pro Warenkorb). Verschiedene Anstrengungen - beispielsweise bez\u00fcglich Ern\u00e4hrungszusammensetzung und Food Waste - sind lanciert. Sie zielen durch Sensibilisierungen darauf ab, Gewohnheiten und Verhalten der Konsumentinnen und Konsumenten in nachhaltigere Bahnen zu leiten.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1422403200000)\/","SubmittedBy":"Parmelin Guy","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1456963200000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1690526130003)\/","SubmissionDate":"\/Date(1417392000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4916,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft"}}