{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144074,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144074,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144074,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144074,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144074,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144074,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144074,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144074,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144074,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144074,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144074,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144074,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144074,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144074,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144074,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144074,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144074,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20144074,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"14.4074","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Freilandversuche mit cisgenen Kartoffeln","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Forschungsanstalt Agroscope hat beim Bafu ein Gesuch eingereicht f\u00fcr einen Freilandversuch mit gentechnisch ver\u00e4nderten Kartoffeln der Universit\u00e4t Wageningen (NL), die gegen Kraut- und Knollenf\u00e4ule (Phytophthora) resistent sind. </p><p>1. Wie beurteilt das Bafu die Risikofaktoren von cisgenen Organismen f\u00fcr Mensch und Umwelt? </p><p>2. Die Schweizer Landwirtschaft setzt auf Qualit\u00e4t und verzichtet gem\u00e4ss der Qualit\u00e4tscharta auf GVO. Ein Grossteil der Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten lehnt Gentechnik in Nahrungsmitteln ab und steht Freisetzungsversuchen kritisch gegen\u00fcber. Warum setzt Agroscope dennoch auf GVO? Wie wird der kritischen Haltung der Bev\u00f6lkerung Rechnung getragen? </p><p>3. Sind vom Bafu nebst dem aktuellen noch andere GVO-Freilandversuche bewilligt? Sind weitere solche oder \u00e4hnliche Gesuche h\u00e4ngig oder in Vorbereitung (Standort, Kultur, Dauer, Fl\u00e4che)? </p><p>4. Die Versuche werden in einer Protected Site durchgef\u00fchrt, um zu verhindern, dass gentechnisch ver\u00e4nderte Pflanzenteile in die Umwelt gelangen, und um diese vor GVO-kritischen Personen zu sch\u00fctzen. Welche Massnahmen sind f\u00fcr diese unterschiedlichen Schutzziele der Protected Site n\u00f6tig, und wie werden diese finanziert? Im Schweizer Fernsehen wurde Prof. Beat Keller von der Universit\u00e4t Z\u00fcrich am 19. M\u00e4rz 2014 wie folgt zitiert: \"Ohne die Protected Site des Bundes w\u00e4re diese Forschung nicht m\u00f6glich, die Kosten w\u00e4ren zu hoch.\" Welche Kosten \u00fcbernimmt der Bund?</p><p>5. Die SAG schreibt in ihrer Mitteilung vom 19. M\u00e4rz 2014: \"Agroscope selber betreibt keine Forschung mit gentechnisch ver\u00e4nderten Pflanzen. Sie stellt den Forschern von verschiedenen Institutionen Versuchsanlagen zur Verf\u00fcgung und betreut die Freisetzungsversuche agronomisch.\" Ist diese Aussage richtig? Welchen Institutionen stellt Agroscope ihre Versuchsanlagen zur Verf\u00fcgung, und wie beteiligen sich diese an den Kosten?</p><p>6. Die Anzahl Freisetzungsversuche in der EU ist abnehmend. 2014 waren es nur zehn neue Gesuche gegen\u00fcber mehr als hundert im Jahr 2009. Warum bietet sich die Schweiz als Standort f\u00fcr Freisetzungsversuche an, wenn europaweit kaum noch Freisetzungsversuche durchgef\u00fchrt werden?</p><p>7. Die Phytophthora-Resistenz von cisgenen Kartoffelsorten wird von der Natur vermutlich bald durchbrochen. Wie gross ist das Engagement f\u00fcr standortgerechte Z\u00fcchtungen, die mit dem \u00d6kosystem im Einklang stehen, und wie steht dieses im Verh\u00e4ltnis mit dem Engagement mit cisgenen Kartoffeln?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Im Jahr 2008 hat der Bundesrat in der Freisetzungsverordnung (FrSV; SR 814.911) pr\u00e4zise festgelegt, welche Anforderungen beim Umgang mit gentechnisch ver\u00e4nderten Organismen (GVO) in der Umwelt erf\u00fcllt sein m\u00fcssen. Die Kriterien und Methoden, die die Grundlage f\u00fcr die Risikoermittlung und -bewertung im Hinblick auf Freisetzungsversuche mit GVO bilden, sowie das massgebende Verfahren sind in der FrSV im Detail definiert. Diese Bestimmungen bilden die Grundlage f\u00fcr die Beurteilung des Bewilligungsgesuchs f\u00fcr einen Freisetzungsversuch mit der von der Universit\u00e4t Wageningen entwickelten cisgenen Kartoffelsorte, welche eine verbesserte Resistenz gegen Kraut- und Knollenf\u00e4ule (Phytophthora) aufweist.</p><p>2. Der Auftrag f\u00fcr Agroscope zur Forschung mit gentechnisch ver\u00e4nderten Pflanzen (GVP) wird im Leistungsauftrag Agroscope 2014-2017 konkret beschrieben: \"Um in Feldversuchen zu untersuchen, wie sich gentechnisch ver\u00e4nderte Pflanzen (GVP) in der Umwelt verhalten, und um den Nutzen und die Risiken von GVP zu untersuchen, etabliert und betreibt Agroscope ein gesch\u00fctztes Versuchsfeld (Protected Site).\" Der Bundesrat hat im Rahmen der BFI-Botschaft 2013-2016 auf Basis der Erfahrungen aus dem NFP 59 \u00fcber Nutzen und Risiken von gentechnisch ver\u00e4nderten Pflanzen den Betrieb einer Protected Site am Standort Reckenholz als Forschungsinfrastruktur vorgesehen. Agroscope stellt Erkenntnisse aus dem Betrieb der Protected Site der Gesellschaft zur Versachlichung der kontroversen Diskussion \u00fcber die Gentechnologie zur Verf\u00fcgung. Die Kommunikation der Erkenntnisse hat einen hohen Stellenwert. Die Information der \u00d6ffentlichkeit ist aber nicht nur ein Anliegen von Agroscope, sondern wird im Gentechnikgesetz (GTG; SR 814.91) und in der Freisetzungsverordnung explizit verlangt.</p><p>3. Gegenw\u00e4rtig findet auf der Protected Site am Agroscope-Standort Reckenholz ein Freisetzungsversuch mit genetisch ver\u00e4ndertem Weizen statt, der eine verbesserte Mehltauresistenz besitzt. Dieser vom Institut f\u00fcr Pflanzenbiologie der Universit\u00e4t Z\u00fcrich durchgef\u00fchrte Versuch wurde 2014 f\u00fcr eine Dauer von vier Jahren bewilligt. S\u00e4mtliche Unterlagen zu diesem Gesuch sind unter <a href=\"http://www.protectedsite.ch\">www.protectedsite.ch</a> \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich.</p><p>Bis heute wurden, abgesehen von den Versuchen mit Weizen und Kartoffeln, bei der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rde keine weiteren Freisetzungsversuche beantragt.</p><p>4. Die Leistungen von Agroscope f\u00fcr den Betrieb der Protected Site beinhalten neben den Massnahmen zum Schutz vor Vandalismus die Umsetzung von Biosicherheitsmassnahmen, die agronomische Betreuung der Versuche und des restlichen Gel\u00e4ndes, die technische und wissenschaftliche Koordination und die Kommunikation. F\u00fcr diese Leistungen wurde das Globalbudget von Agroscope, wie in der BFI-Botschaft 2013-2016 dargelegt, im Rahmen des Leistungsauftrags 2014-2017 an Agroscope pro Jahr um 750 000 Franken aufgestockt. Die H\u00f6he dieses Betrags basiert auf den Erfahrungen aus den Freilandversuchen des NFP 59 zwischen 2008 und 2010. Dabei wurde erkannt, dass solche Freilandversuche nicht durch einzelne Forschungsprojekte finanziert werden k\u00f6nnen, sondern dass eine separat finanzierte Forschungsinfrastruktur notwendig ist.</p><p>5. Am Standort Reckenholz betreibt Agroscope seit 1994 Risikoforschung mit GVP. In dieser Versuchst\u00e4tigkeit wird die Wirkung von GVP auf Nichtzielorganismen untersucht. Damit soll abgekl\u00e4rt werden, ob GVP f\u00fcr die Biodiversit\u00e4t und ihre Funktionen ein Risiko darstellen k\u00f6nnten.</p><p>In Bezug auf die Protected Site hat Agroscope zwei Funktionen. Einerseits ist Agroscope Betreiber dieser Infrastruktur als Dienstleistung f\u00fcr Forschende in der Schweiz. Andererseits nutzt Agroscope die Protected Site f\u00fcr die Erforschung von Nutzen und Risiken von GVP im Sinne des Aufzeigens zuk\u00fcnftiger neuer Optionen f\u00fcr die Schweizer Landwirtschaft.</p><p>6. Das Schweizer Recht schreibt vor, dass ein Teil der Forschung der biologischen Sicherheit gewidmet sein muss. Dies ist in der EU nicht der Fall. Die Mehrheit der in Europa durchgef\u00fchrten Versuche hatte zum Ziel, GVO-Sorten auf den Markt zu bringen. Der R\u00fcckgang der Anzahl Versuche l\u00e4sst sich dadurch erkl\u00e4ren, dass das Interesse an der landwirtschaftlichen Nutzung von GVO-Sorten in Europa gering ist und dass die meisten Versuche Sabotageakten zum Opfer gefallen sind.</p><p>7. Es gibt Resistenzgene, welche eine dauerhafte Resistenz verleihen, sie sind jedoch nicht zahlreich. Normalerweise bewirkt die genetische Variabilit\u00e4t einer Schadpopulation, dass sich innerhalb der Population Organismen mit Resistenzeigenschaften durchsetzen und verbreiten. Je intensiver der Druck auf den Schadorganismus ist, desto schneller werden Resistenzen durchbrochen und verbreiten sich. Zwei oder mehr verschiedene, stark wirkende Resistenzgene in der gleichen Pflanze zu kombinieren verz\u00f6gert den Resistenzdurchbruch betr\u00e4chtlich. In den geplanten Versuchen mit gentechnisch ver\u00e4nderten Kartoffeln werden deshalb auch Linien gepr\u00fcft, welche zwei beziehungsweise drei Resistenzgene aus verschiedenen Wildkartoffelarten enthalten.</p><p>In der Schweiz gibt es keine kommerzielle Kartoffelz\u00fcchtung. Die Bek\u00e4mpfung von Phytophthora verursacht in der konventionellen wie auch in der biologischen Produktion betr\u00e4chtliche Kosten weltweit. Deshalb besch\u00e4ftigen sich Universit\u00e4ten wie auch Z\u00fcchtungsfirmen mit der Phytophthoraresistenz.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1424217600000)\/","SubmittedBy":"Munz Martina","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1481846400000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"36|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1690526254360)\/","SubmissionDate":"\/Date(1417651200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4916,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wissenschaft und Forschung|Landwirtschaft"}}