{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144198,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144198,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144198,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144198,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144198,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144198,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144198,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144198,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144198,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144198,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144198,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144198,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144198,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144198,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144198,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144198,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144198,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20144198,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"14.4198","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Fachkr\u00e4ftewachstum im Bildungs- und Sozialbereich","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Zunahme von Arbeitspl\u00e4tzen im Bildungs- und Sozialbereich scheint unvermindert voranzuschreiten. Die Produktivit\u00e4t im selben Sektor bleibt aber unterproportional. Der Bundesrat wird daher eingeladen, folgende Fragen zum Fachkr\u00e4ftewachstum im Bildungs- und Sozialbereich zu beantworten:</p><p>1. Wie hoch war der Zuwachs an Arbeitspl\u00e4tzen im Bildungs- und Sozialbereich in den letzten f\u00fcnf Jahren? Wie viel betrug er in den f\u00fcnf Jahren zuvor (2004-2009)? Aufgeteilt nach den verschiedenen Dienstleistungserbringern.</p><p>2. Wie viel betr\u00e4gt der Anteil der ausl\u00e4ndischen Stelleninhaber in den beiden Zeitr\u00e4umen (2004-2009 bzw. seit 2009)?</p><p>3. Wie hoch war die Zunahme der ausl\u00e4ndischen Stelleninhaber in denselben Zeitr\u00e4umen in absoluten Zahlen und prozentual?</p><p>4. Um wie viel hat die Arbeitsproduktivit\u00e4t im Bildungs- und Sozialbereich in den beiden Zeitr\u00e4umen zugenommen?</p><p>5. Erachtet er es nicht als n\u00f6tig, die Produktivit\u00e4t im Bildungs- und Sozialbereich zu erh\u00f6hen, um zur Verringerung des Fachkr\u00e4ftemangels beizutragen? Falls ja, welche Massnahmen plant er?</p><p>6. Durch welche Anreize wird im Bildungs- und Sozialbereich sichergestellt, dass sich arbeitssparender technischer Fortschritt rasch durchsetzen kann?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Alle nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf eine Spezialauswertung aus der Schweizerischen Arbeitskr\u00e4fteerhebung (Sake), der Grenzg\u00e4ngerstatistik (GGS) sowie dem Zentralen Migrationsinformationssystem (Zemis) jeweils f\u00fcr das zweite Quartal. Zwischen 2004 und 2014 wuchs die Zahl der Erwerbst\u00e4tigen im Bereich Erziehung und Unterricht (alle Bildungsstufen) um 58 000 Personen (plus 19 Prozent), in Heimen und im Sozialwesen (u. a. Pflege-, Alten-, Erziehungsheime, soziale Betreuung \u00e4lterer und behinderter Menschen, Tagesbetreuung von Kindern) um 88 000 Personen (plus 45 Prozent). Beide Bereiche expandierten \u00fcberdurchschnittlich stark: \u00dcber alle Branchen hinweg stieg die Zahl der Erwerbst\u00e4tigen zwischen 2004 und 2014 um 669 000 Personen (plus 16 Prozent). Aufgrund der Revision der Allgemeinen Systematik der Wirtschaftszweige (Noga) und zu grosser statistischer Unsch\u00e4rfen k\u00f6nnen die Zahlen f\u00fcr die Perioden 2004-2009 und 2009-2014 nicht ausgewiesen werden.</p><p>2. \u00dcber alle Branchen hinweg stieg der Anteil ausl\u00e4ndischer Erwerbst\u00e4tiger von 25 Prozent im Jahr 2004 auf 30 Prozent im Jahr 2014. Im Bildungsbereich nahm der Anteil von 14 auf 19 Prozent zu, in Heimen und im Sozialwesen von 21 auf 24 Prozent. Der Ausl\u00e4nderanteil stieg in beiden genannten Bereichen an, blieb aber auch 2014 unter dem durchschnittlichen Anteil von 30 Prozent \u00fcber alle Branchen.</p><p>3. \u00dcber alle Branchen hinweg war im Zeitraum 2004-2014 eine Zunahme der Erwerbst\u00e4tigkeit von Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4ndern von 406 000 Personen (plus 39 Prozent) zu verzeichnen. Im Bildungs- und Sozialbereich erh\u00f6hte sich die Erwerbst\u00e4tigkeit von Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4ndern im selben Zeitraum um 53 000 Personen (plus 62 Prozent) und damit \u00fcberdurchschnittlich stark. Insgesamt wuchs die Erwerbst\u00e4tigkeit in den beiden Bereichen, wie bereits in der Antwort auf Frage 1 dargestellt, um 146 000 Personen (plus 29 Prozent). Das starke Besch\u00e4ftigungswachstum im Bildungs- und Sozialbereich war nicht nur durch Zuwanderung, sondern auch wesentlich durch einen Zuwachs bei Schweizerinnen und Schweizern gepr\u00e4gt.</p><p>4. Gem\u00e4ss Bundesamt f\u00fcr Statistik wuchs die Arbeitsproduktivit\u00e4t in der Periode 2004-2012 im Bereich Erziehung und Unterricht mit durchschnittlich 1,2 Prozent pro Jahr etwas st\u00e4rker als im Durchschnitt aller marktwirtschaftlichen Unternehmen (0,8 Prozent), w\u00e4hrend sie sich bei Heimen und im Sozialwesen (-minus 3,3 Prozent) negativ entwickelte. Bei der Interpretation solcher Zahlen sind allerdings zahlreiche Besonderheiten der Wertsch\u00f6pfungsmessung zu ber\u00fccksichtigen, welche eine vertiefte Analyse des Themas erfordern.</p><p>5. Der Bundesrat hat im Rahmen der Fachkr\u00e4fteinitiative (FKI) den Auftrag f\u00fcr die Erstellung von Berichten zu den Gr\u00fcnden des Besch\u00e4ftigungswachstums und m\u00f6glichen Produktivit\u00e4tssteigerungen im Bildungs- und Sozialbereich gegeben. Entsprechende Analysen werden in Zusammenarbeit mit den Kantonen erarbeitet und sollen aufzeigen, welche M\u00f6glichkeiten bestehen, die Produktivit\u00e4t im Bildungs- und Sozialbereich zu erh\u00f6hen. Produktivit\u00e4t ist dabei nicht zu eng zu definieren und soll insbesondere auch die Qualit\u00e4t der erbrachten Dienstleistungen mitber\u00fccksichtigen.</p><p>Ein wichtiges Instrument zur Qualit\u00e4tssicherung im Bildungsbereich ist das Bildungsmonitoring, das daf\u00fcr sorgt, dass die politischen Beh\u00f6rden und die verantwortlichen Institutionen von Bund und Kantonen bei der Steuerung des Bildungssystems auf aktuelle Daten und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zur\u00fcckgreifen k\u00f6nnen. Der alle vier Jahre erscheinende nationale Bildungsbericht Schweiz informiert \u00fcber relevante Kontextbedingungen und institutionelle Merkmale jeder Bildungsstufe und beurteilt die Leistungen des Bildungswesens anhand der drei Kriterien Effektivit\u00e4t, Effizienz und Equity. Dadurch ergibt sich ein sehr differenziertes Bild, auch bez\u00fcglich allf\u00e4lliger Ineffizienzen.</p><p>6. Der Einsatz neuer Technologien wird im Bildungsbereich laufend und gezielt vorangetrieben. Beispiele daf\u00fcr sind virtuelle Klassenzimmer, massive offene Online-Kurse (MOOC) oder die Nutzung neuer Kommunikationstechnologien. Gerade in der Berufsbildung ist das Thema angesichts der engen Verkn\u00fcpfung mit der Wirtschaft von Bedeutung. Im Rahmen der Berufsbildungsforschung setzt der Bund deshalb einen Schwerpunkt in diesem Bereich. Die ETH Lausanne betreibt zusammen mit den Universit\u00e4ten Genf und Freiburg sowie dem Eidgen\u00f6ssischen Hochschulinstitut f\u00fcr Berufsbildung das Leading House \"Technologien f\u00fcr die Berufsbildung\". Ziel ist in erster Linie die Gestaltung einer Lernumgebung, dank der die Verkn\u00fcpfung zwischen den drei Lernorten der Berufsbildung verbessert werden kann. Im Hochschulbereich setzt das Grundfinanzierungsmodell des neuen Hochschulf\u00f6rderungs- und Koordinationsgesetzes (HFKG) mit den sogenannten Referenzkosten sowie leistungsorientierten Bemessungskriterien bei der Mittelverteilung auch Anreize f\u00fcr Kostenoptimierungen.</p><p>Deutlich st\u00e4rker als in der Bildung besteht im Sozialbereich aufgrund der arbeitsintensiven und pers\u00f6nlichen Dienstleistungen zum Beispiel in Alters- und Pflegeheimen das grunds\u00e4tzliche Dilemma, dass eine Steigerung der Arbeitsproduktivit\u00e4t eine verminderte Qualit\u00e4t der Leistung zur Folge haben kann. Dennoch bestehen auch in diesem Bereich Potenziale zur Effizienzsteigerung, die auch aufgrund des bestehenden Kostendrucks realisiert werden. Zum Beispiel werden in der Invalidenversicherung durch die Erarbeitung von Leitlinien f\u00fcr Diagnose und Behandlung von psychischen Leiden und die Standardisierung von Bearbeitungsprozessen die verf\u00fcgbaren Fachkr\u00e4fte effizienter eingesetzt. Ein weiteres Beispiel aus der Arbeitslosenversicherung: Hier sorgt der Bund durch eine wirkungsorientierte Steuerung f\u00fcr einen gezielten Einsatz der zur Verf\u00fcgung stehenden Mittel. Die F\u00f6rderung von Informationstechnologien und Prozessevaluationen im Sozialbereich setzen einen Anreiz, die Leistungen in diesem Bereich effizienter erbringen zu k\u00f6nnen. Inwieweit es m\u00f6glich sein wird, Anreize zu setzen, um die heute pers\u00f6nliche Betreuung von Kindern, Betagten, Arbeitslosen oder Bed\u00fcrftigen ohne Qualit\u00e4tseinbussen und mittels technischen Fortschritts arbeitssparender zu erbringen, wird in dem unter Punkt 5 erw\u00e4hnten Bericht zu analysieren sein.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1424217600000)\/","SubmittedBy":"Vitali Albert","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1426809600000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"32|44|2836","Category":null,"Modified":"\/Date(1690526143960)\/","SubmissionDate":"\/Date(1418256000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4916,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Bildung|Besch\u00e4ftigung und Arbeit|Sozialer Schutz"}}