{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144225,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144225,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144225,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144225,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144225,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144225,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144225,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144225,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144225,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144225,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144225,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144225,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144225,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144225,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144225,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144225,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144225,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20144225,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"14.4225","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Die Empa erteilt Nanotoxikologie-Studien miserable Noten. Handelt der Bundesrat?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Empa-Wissenschaftler Harald Krug hat mehrere Tausend Studien zum Thema der Nanotoxikologie von Nanopartikeln ausgewertet und fand vorwiegend Unbrauchbares. In einem Bericht im Fachjournal \"Angewandte Chemie\" geht er hart mit seinen Kollegen ins Gericht. Er spricht von schlampig vorbereiteten Versuchen und Ergebnissen, die mitunter keinerlei Aussagekraft bes\u00e4ssen.</p><p>Dabei geht es beispielsweise um Fragen, ob Titandioxid-Nanopartikel aus Sonnencr\u00e8mes \u00fcber die Haut in den K\u00f6rper gelangen, ob Kohlenstoff-Nanor\u00f6hrchen so toxisch in der Lunge wirken wie einst Asbest oder ob Nanopartikel in Lebensmitteln durch die Darmflora ins Blut gelangen k\u00f6nnen. Doch der Grossteil der nanotoxikologischen Studien sei schlecht durchgef\u00fchrt und f\u00fcr die Risikoabsch\u00e4tzung weitgehend unbrauchbar, sagt Krug. Der Bericht zeigt, dass sich die Forscher bei der Aufnahme von Nanopartikeln \u00fcber Magen und Darm uneins sind. Kritisiert wird auch, dass sich manche Forscher seri\u00f6se Vorarbeit ersparen und die Partikel \"wie vom Hersteller geliefert\", also nicht in standardisierter Partikelgr\u00f6sse, verwenden. Wissenschaftlich nachpr\u00fcfbar seien solche Versuche nicht, mahnt Krug an.</p><p>Doch wenn die Qualit\u00e4t der Resultate der Nanotoxikologie wirklich derart desolat ist, muss die Frage erlaubt sein, ob es \u00fcberhaupt verantwortbar ist, derart schlecht untersuchte Nanomaterialien kommerziell zu bewilligen. Tats\u00e4chlich sind heute weltweit Tausende nanohaltige Produkte auf dem Markt und werden sogar in verbrauchernahen Bereichen wie Lebensmitteln, Lebensmittelverpackungen, Kosmetika, Sonnencr\u00e8mes oder in der Landwirtschaft eingesetzt.</p><p>Zwar arbeitet die Empa gemeinsam mit anderen Forschern an Standards, die ein Set validierter Methoden f\u00fcr nanotoxikologische Laborversuche hervorbringen soll. Statt des bisherigen \"Stocherns im Nebel\" gebe es dann die Chance auf international abgestimmte Forschungsstrategien, um das Gefahrenpotenzial neuer Nanopartikel nicht nur nachtr\u00e4glich abzukl\u00e4ren, sondern sogar voraussagen zu k\u00f6nnen, heisst in der Pressemitteilung des Bundes. Bis wann solche Standards entwickelt sind, ist nicht absch\u00e4tzbar.</p><p>1. Ist der Bundesrat gewillt, ein Massnahmenpaket zu entwickeln, das den harmonisierten Standardisierungsprozess von nanotoxikologischen Studien beschleunigt, und einen Zeitplan zu erstellen?</p><p>2. Ist er der Meinung, dass die erarbeiteten Standards verbindlich gesetzlich geregelt werden m\u00fcssen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Nanomaterialien erm\u00f6glichen die Entwicklung neuer Produkte f\u00fcr verschiedenste Einsatzgebiete. Dazu geh\u00f6ren kratzfeste Brillengl\u00e4ser oder ultraleichte Velos wie auch verbesserte Implantate und nanoskalige Transportsysteme f\u00fcr Medikamente. Der Bundesrat hat 2008 den Aktionsplan Synthetische Nanomaterialien verabschiedet mit dem Ziel, die bestehenden wissenschaftlichen, methodischen und regulatorischen L\u00fccken zu schliessen und damit m\u00f6gliche Risiken f\u00fcr die Gesundheit und Umwelt besser beurteilen zu k\u00f6nnen. Am 17. Dezember 2014 hat er in einem Zwischenbericht \u00fcber die bisherigen Arbeiten Bilanz gezogen und die weitere strategische Ausrichtung - insbesondere auch im Hinblick auf die Erarbeitung von standardisierten Testanforderungen zur Beurteilung nanospezifischer Gesundheits- und Umweltrisiken von synthetischen Nanomaterialien - festgelegt (Quelle: <a href=\"http://www.bag.admin.ch\">www.bag.admin.ch</a>; Stichwort: Nanotechnologie). Da die wissenschaftlichen und methodischen Grundlagen f\u00fcr eine materielle Anpassung des Rechts noch nicht ausreichend sind, wird sich die Schweiz weiterhin an den laufenden internationalen Arbeiten im Bereich der Standardisierung der Test- und Beurteilungsverfahren beteiligen.</p><p>Hersteller und Herstellerinnen, die dem Geltungsbereich des Chemikalienrechts unterstellt sind, m\u00fcssen gef\u00e4hrliche Eigenschaften von Nanomaterialien gem\u00e4ss den Bestimmungen \u00fcber die Selbstkontrolle abkl\u00e4ren und m\u00f6gliche Risiken f\u00fcr Mensch und Umwelt beurteilen. Gef\u00e4hrliche Eigenschaften von Nanomaterialien m\u00fcssen in Pr\u00fcfverfahren ermittelt werden, welche nach international standardisierten Richtlinien durchzuf\u00fchren sind. F\u00fcr die Entwicklung und Validierung von Testrichtlinien im Bereich des Chemikalienmanagements hat die Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) die Federf\u00fchrung. Die \"ECD Working Party on Manufactured Nanomaterials (WPMN) kam in ihrer Analyse Ende 2013 - nach sechs Jahren Arbeit - zum Schluss, dass die meisten der f\u00fcr konventionelle Chemikalien verf\u00fcgbaren standardisierten Testrichtlinien auch f\u00fcr Nanomaterialien anwendbar sind. Allerdings erforderten die spezifischen Eigenschaften von Nanomaterialien gewisse Anpassungen sowie - in Einzelf\u00e4llen - auch die Erarbeitung und Validierung neuer Richtlinien. Bis diese zur Verf\u00fcgung stehen, muss fallweise entschieden werden, ob und welche zus\u00e4tzliche Pr\u00fcfdaten f\u00fcr die Risikobeurteilung eines bestimmten Nanomaterials n\u00f6tig sind. Zurzeit laufen bei der OECD insgesamt sieben Projekte f\u00fcr die Erarbeitung nanospezifischer Testrichtlinien oder Wegleitungen zur Durchf\u00fchrung von Tests mit Nanomaterialien, in die auch Schweizer Experten involviert sind. Erste angepasste Testrichtlinien (z. B. betreffend die Inhalationstoxikologie) werden voraussichtlich innert der n\u00e4chsten zwei Jahre verf\u00fcgbar sein. Die Erarbeitung solcher international harmonisierter Testrichtlinien ist unter anderem angesichts der F\u00fclle an einzubeziehenden und zu bewertenden wissenschaftlichen Ergebnissen sehr aufwendig.</p><p>1. Wie bereits ausgef\u00fchrt, h\u00e4lt der Bundesrat die Erarbeitung bzw. Anpassung von standardisierten Testmethoden und Testrichtlinien f\u00fcr die Beurteilung der Sicherheit von Nanomaterialien und deren Anwendungen f\u00fcr vordringlich. Die hierf\u00fcr erforderlichen Aktivit\u00e4ten sind im Rahmen des Aktionsplans Synthetische Nanomaterialien auf Bundesebene vernetzt und international im Gange.</p><p>Der Bundesrat begr\u00fcsst es, dass mit der Publikation der Empa St. Gallen die wissenschaftliche Diskussion \u00fcber Minimalstandards f\u00fcr Publikationen im Bereich Nanotoxikologie international angestossen wird, denn die wissenschaftliche Forschung ist unabdingbar f\u00fcr die Erarbeitung von standardisierten Testrichtlinien f\u00fcr Nanomaterialien. Er erachtet es aber weder als machbar noch als seine Aufgabe, vonseiten der Beh\u00f6rden in die in der wissenschaftlichen Forschung g\u00e4ngigen Mechanismen der Qualit\u00e4tssicherung (Peer-Reviews) und in die Forschungsfreiheit einzugreifen. Er sieht deshalb auch im aktualisierten Aktionsplan keine spezifischen Massnahmen in diese Richtung vor.</p><p>2. Die Anforderungen an Zulassungs- und Anmeldeverfahren sind je nach Produktebereich in Verordnungen verschiedener Produktgesetzgebungen geregelt. Die einzureichenden Pr\u00fcfdaten und die zu verwendenden OECD-Testrichtlinien sind vorgeschrieben. Nur auf Basis von definierten Anforderungen k\u00f6nnen nachvollziehbare Beurteilungen vorgenommen werden. Die geltenden Anforderungen in der Schweiz sind weitgehend mit denjenigen in der EU harmonisiert. Sobald nanospezifische Anforderungen sowie Testrichtlinien vorliegen, ist deren Implementierung in den entsprechenden Verordnungen vorgesehen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1424217600000)\/","SubmittedBy":"Graf Maya","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1481846400000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"36|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690525229317)\/","SubmissionDate":"\/Date(1418342400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4916,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wissenschaft und Forschung|Gesundheit"}}