{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144263,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144263,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144263,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144263,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144263,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144263,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144263,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144263,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144263,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144263,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144263,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144263,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144263,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144263,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144263,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144263,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144263,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20144263,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"14.4263","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"\"Love Life\"-Kampagne. Top oder Flop?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Vor einem halben Jahr startete das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) zusammen mit den Partnerorganisationen Aidshilfe Schweiz und Sexuelle Gesundheit Schweiz die Pr\u00e4ventionskampagne \"Love Life\" gegen HIV und andere sexuell \u00fcbertragbare Krankheiten. Sie folgte auf die traditionelle und bekannte \"Stop Aids\"-Kampagne. Seither wird die Kampagne in den Medien und der Bev\u00f6lkerung breit wahrgenommen und intensiv diskutiert, gelobt, aber auch kritisiert.</p><p>Ob man die \"Love Life\"-Kampagne als provokativ empfindet und sich daran st\u00f6rt oder ob man sie als erfrischend, kreativ und zum Nachdenken anregend betrachtet, ist stark eine Frage der individuellen Wahrnehmung. Klar aber ist: Der Grat zwischen einem originellen Ansatz mit dem Ziel, die notwendige und breite Aufmerksamkeit zu erreichen, und einer zu expliziten Darstellung des Themas ist schmal. Ebenfalls klar ist jedoch: Jede Ansteckung mit HIV - oder einer anderen sexuell \u00fcbertragbaren Krankheit -, die mit der Kampagne verhindert werden kann, zahlt sich f\u00fcr die Betroffenen, aber auch f\u00fcr die Gesellschaft insgesamt aus. Umso wichtiger ist es, Bilanz zu ziehen, was mit der Kampagne erreicht werden konnte.</p><p>1. Wie viele Personen haben das \"Love Life\"-Manifest seit der Lancierung unterzeichnet?</p><p>2. Wie viele Personen besuchten die \"Love Life\"-Website? Und wie viele Personen schauten den Kampagnenfilm an?</p><p>3. Wie haben sich fr\u00fchere Kampagnen auf die Zahl der Neuinfektionen ausgewirkt?</p><p>4. Hat sich aus Sicht des Bundesrates die Einsch\u00e4tzung der Experten best\u00e4tigt, dass eine Kampagne, welche auf Lebenslust und positive Botschaften setzt, mehr bringt als Abschreckung und Angst?</p><p>5. Weshalb hat das BAG die gesamte Bev\u00f6lkerung und nicht nur die besonders bedrohten Zielgruppen angesprochen?</p><p>6. Inwieweit funktionierte aus seiner Sicht der Anspruch, eine Kampagne nicht nur f\u00fcr, sondern mit der Bev\u00f6lkerung zu f\u00fchren?</p><p>7. Ist es aus seiner Sicht gelungen, der Bev\u00f6lkerung die Bedrohung durch HIV und die Wichtigkeit des Schutzes vor einer Ansteckung in Erinnerung zu rufen?</p><p>8. Wie wirken sich verhinderte Ansteckungen durch richtiges Verhalten auf die Gesundheitskosten aus?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>5./8. Der Bundesrat teilt die Ansicht der Interpellantin, dass sich Pr\u00e4vention, insbesondere bei HIV, aber auch bei anderen sexuell \u00fcbertragbaren Infektionen (STI), f\u00fcr den Einzelnen wie auch f\u00fcr die Gesellschaft auszahlt. Im vom Bundesrat beschlossenen Nationalen Programm HIV und andere sexuell \u00fcbertragbare Infektionen (NPHS) 2011-2017 stellt die nationale Aufkl\u00e4rungskampagne \"Love Life\" (als Nachfolgerin der Stop-Aids-Kampagne seit 1987) die zentrale Massnahme zur Information der Gesamtbev\u00f6lkerung dar. Daf\u00fcr investiert der Bund 2 Millionen Franken pro Jahr mit dem Ziel, der gesamten Bev\u00f6lkerung bewusst zu machen, dass HIV und STI nach wie vor ein Gesundheitsproblem darstellen, auch wenn die HIV-Infektion dank antiretroviraler Therapien nicht mehr t\u00f6dlich verl\u00e4uft. Die Kampagne soll deshalb allen in der Schweiz lebenden Personen die Grundinformationen vermitteln, wie man sich sch\u00fctzen kann. Damit die eingesetzten Steuergelder Wirkung erzielen, ist es notwendig, viel Aufmerksamkeit zu erregen, ohne jedoch eine breite Ablehnung der Kampagne zu provozieren. Der Effekt einer massenmedialen Kampagne auf die Rate der Neuinfektionen kann nicht direkt nachgewiesen werden, weil viele zielgruppenspezifische Massnahmen hinzukommen. Dass sich Pr\u00e4vention f\u00fcr das Individuum und die Gesellschaft lohnt, zeigt sich aber sehr klar an den folgenden Zahlen: Die antiretrovirale Therapie von HIV-Infizierten kostet pro Jahr im Durchschnitt 25 000 Franken, und zwar zulasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung. HIV-infizierte Menschen k\u00f6nnen dank dieser Therapien mit einer ann\u00e4hernd normalen Lebenserwartung rechnen, wenn sie die Therapie nicht unterbrechen. Die Betroffenen haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von 40 Jahren ab dem Zeitpunkt des Therapiebeginns. Die Therapie einer einzigen Person kostet also bis zu ihrem Lebensende ungef\u00e4hr 1 Million Franken. Schon heute belaufen sich die Ausgaben f\u00fcr die antiretroviralen Therapien in der Schweiz pro Jahr auf rund 300 Millionen Franken, weil rund 12 000 Personen diese Medikamente brauchen, um nicht an Aids zu erkranken.</p><p>Zu den Fragen zur Kampagne:</p><p>1. Bis Ende Dezember 2014 wurde mehr als 170 000 Mal Ja zum Manifest gesagt.</p><p>2. Die Website verzeichnete \u00fcber 365 000 Besuche von mehr als 272 000 Nutzern. Der \"Love Life\"-Film wurde mehr als eine Million Mal angeschaut.</p><p>3. Mittels der Stop-Aids-Kampagne ist es seit 1987 gelungen, die Ausbreitung von HIV in der Bev\u00f6lkerung (sogenannte Generalisierung der Krankheit) zu verhindern. HIV ist in den von Anfang an betroffenen Gruppen konzentriert geblieben, dies dank breiter Verwendung von Pr\u00e4servativen, insbesondere durch junge Menschen.</p><p>4. Eine offene und positive Tonalit\u00e4t beg\u00fcnstigt die HIV-Pr\u00e4ventionsbem\u00fchungen. Abschreckung und Angst k\u00f6nnen leicht zu einer Distanzierung von der Thematik und zur Ausgrenzung und Diskriminierung von Betroffenen f\u00fchren. Die Kampagne informiert deshalb seit Beginn offen, direkt und zeitgem\u00e4ss. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass sich dieses Vorgehen bew\u00e4hrt hat.</p><p>6. F\u00fcr den Erfolg von Gesundheitsf\u00f6rderung und Pr\u00e4vention ist Partizipation ein wichtiges Kriterium. Dass in diesem Bereich eine massenmediale Kampagne partizipativ umgesetzt wird, ist ein Novum. Erfreulicherweise haben sich \u00fcber 300 Personen auf den Casting-Aufruf gemeldet, um sich als Botschafter von \"Love Life\" f\u00fcr die im \u00f6ffentlichen Raum sichtbaren Plakate fotografieren zu lassen. Die M\u00f6glichkeit, sich an der Kampagne mit der Unterzeichnung des Manifestes zu beteiligen, wird rege genutzt und schafft einen pers\u00f6nlichen Bezug zur Kampagne und zu ihren Botschaften. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass die Beteiligung der Bev\u00f6lkerung an der Kampagne den gew\u00fcnschten Effekt hatte.</p><p>7. Die Kampagne hat eine grosse Resonanz ausgel\u00f6st. Aus einer Befragung des Instituts GfK bei 600 Personen in der deutschen und franz\u00f6sischen Schweiz im Herbst 2014 geht hervor, dass 80 Prozent der Personen sich erinnern, die Kampagne gesehen zu haben, und 81 Prozent aller Befragten sie unterst\u00fctzen. Diese Ergebnisse, die Beteiligung der Bev\u00f6lkerung an der Kampagne, die vielen Reaktionen und die breite und ausgewogene Berichterstattung in den Medien zeigen: Mit der Kampagne ist es gelungen, HIV und Safer Sex als wichtiges Thema in der \u00f6ffentlichen Diskussion zu halten.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1423612800000)\/","SubmittedBy":"Masshardt Nadine","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1426809600000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690525685627)\/","SubmissionDate":"\/Date(1418342400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4916,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}