{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144289,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144289,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144289,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144289,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144289,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144289,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144289,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144289,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144289,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144289,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144289,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144289,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144289,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144289,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144289,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144289,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20144289,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20144289,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"14.4289","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Quantifizierung und Differenzierung der Naturgefahrenrisiken f\u00fcr Nationalstrasse und Eisenbahn am Axen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird gebeten, eine Statistik zu den in den vergangenen 30 Jahren durch Naturereignisse eingetretenen Schadenf\u00e4llen an der Nationalstrasse und der Eisenbahn am Axen vorzulegen. Die Statistik soll darlegen, welcher Art diese Ereignisse waren und wie hoch das Ausmass der jeweiligen Sch\u00e4den f\u00fcr Personen und Objekte ausgefallen ist.</p>","ReasonText":"<p>In den letzten sechs Jahrzehnten wurden f\u00fcr Ausbau, Unterhalt und Sicherung vor Naturgefahren f\u00fcr die Eisenbahn und die Nationalstrasse am rechten Urnerseeufer umfangreiche finanzielle Mittel eingesetzt. Gem\u00e4ss Sch\u00e4tzungen betragen diese 50 bis 100 Millionen Franken f\u00fcr die Eisenbahn und 300 bis 400 Millionen Franken f\u00fcr die Axenstrasse. Im n\u00e4chsten Jahrzehnt sollen f\u00fcr die Bahn weitere 100 Millionen Franken f\u00fcr die Realisierung des 4-Meter-Korridors per 2019 und 1300 Millionen Franken f\u00fcr die neue Axenstrasse N4 und den Ausbau bzw. die Sanierung der bestehenden Axenstrasse eingesetzt werden.</p><p>Alle Verkehrsinfrastrukturen am Axen unterliegen einem gewissen Naturgefahrenrisiko, z. B. durch Steinschlag oder Felssturz, \u00fcber dessen Quantifizierung wenig bekannt ist. Ebenso fehlt eine Statistik der Ereignisf\u00e4lle, aus der hervorgeht, welcher Art und wie gross die Sch\u00e4den f\u00fcr Personen und Objekte in den letzten drei Jahrzehnten waren. Mitte 2016 wird der Gotthard-Basistunnel der Neat eingeweiht. F\u00fcr die Verf\u00fcgbarkeit und Rentabilit\u00e4t dieses Generationenbauwerks ist der Schutz vor Naturgefahren der einzigen Zugangsstrecke via Axen von h\u00f6chster volkswirtschaftlicher und internationaler Bedeutung. Als Ausweichroute bei Ereignisf\u00e4llen kommt ab 2016 f\u00fcr den Gotthard-Basistunnel wie bisher nur die relativ weit entfernte L\u00f6tschberg-Simplon-Route in Betracht. Hingegen kann bei einer Sperrung der Axenstrasse auf die klassische Nord-S\u00fcd-Route via Luzern und Seelisbergtunnel ausgewichen werden.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Zur Nationalstrasse: Der Ereigniskataster \"Gefahrenbeurteilung und Risikoanalyse\" betreffend Naturgefahren auf der N4, Axenstrasse, erfasst in chronologischer Reihenfolge alle historisch bekannten Lawinen, Rutschungen, Sturzereignisse und \u00dcberschwemmungen. Die in den vergangenen 30 Jahren durch Naturereignisse eingetretenen Schadenf\u00e4lle an der Nationalstrasse am Axen werden mit der ungef\u00e4hren Schadensumme ausgewiesen. Ist kein Schaden entstanden, werden die ungef\u00e4hren Kosten f\u00fcr den R\u00e4umungsaufwand ausgewiesen.</p><p>Nachfolgend werden die schwerwiegendsten Ereignisse der letzten 30 Jahre aufgef\u00fchrt. Daneben sind weitere kleinere Ereignisse im Ereigniskataster verzeichnet.</p><p>Am 12. Februar 1992 bleibt die Axenstrasse vorsorglich gesperrt wegen grosser Felssturzgefahr. Am 11. April 1992 erfolgt beim \u00d6lberg eine Grosssprengung mehrerer Hundert Kubikmeter Fels. Nach der Sprengung ist die Galerie auf 50 Meter L\u00e4nge total zerst\u00f6rt. Der Schaden betr\u00e4gt mehr als 1 Million Franken.</p><p>Am 11. Februar 2003 fallen vor Chalchofen 5 bis 10 Kubikmeter Felsmaterial auf das Galeriedach. Die Axenstrasse bleibt f\u00fcr das Aufr\u00e4umen, die Reparatur und das Sprengen f\u00fcr Tage gesperrt. Drei Dachplatten werden zerst\u00f6rt. Der Schaden betr\u00e4gt weniger als 100 000 Franken.</p><p>Am 22. August 2005 haben sich etwa 5000 Kubikmeter Material im Dornibach vor dem SBB-Durchlass aufgestaut. Die Fahrbahn ist f\u00fcr mehrere Tage gesperrt. Die Dornibachbr\u00fccke ist besch\u00e4digt. Der Schaden betr\u00e4gt rund 270 000 Franken.</p><p>Am 21. Juli 2008 erfolgt bei Axenr\u00fcti eine vorsorgliche Sprengung eines rund 1600 Kubikmeter grossen Felspfeilers, der in Bewegung war und die A4 und die Bahnstrecke bedrohte. Der Aufwand betr\u00e4gt rund 1 Million Franken.</p><p>Am 23. Februar 2009 durchschlagen beim \u00d6lberg S\u00fcd zwei Felsbl\u00f6cke das Galeriedach. Die Strasse muss f\u00fcr das Aufr\u00e4umen und die Kontrolle des Ausbruchgebiets sowie f\u00fcr die Felsr\u00e4umung insgesamt drei Tage gesperrt werden. Drei Dachplatten werden komplett zerst\u00f6rt, zwei Randplatten lokal besch\u00e4digt, das Gel\u00e4nder wird lokal besch\u00e4digt und der Strassenbelag verformt. Der Schaden betr\u00e4gt rund 286 000 Franken.</p><p>Am 4. August 2009 mobilisieren sich in der Dornirunse rund 15 000 Kubikmeter Material und versch\u00fctten Felder, Siedlungsgebiet, die Riemenstalderstrasse und die Axenstrasse. Die Axenstrasse muss f\u00fcr einen Tag gesperrt werden. Es entstehen keine Sch\u00e4den an der Axenstrasse, es erfolgen nur Aufr\u00e4umarbeiten.</p><p>Vom 20. bis 22. September 2009 versch\u00fctten Murg\u00e4nge in der Dornirunse Siedlungsgebiet, Geschiebesammler und die Riemenstalderstrasse fl\u00e4chig. Ein Ferienhaus und eine Garage werden weggerissen. Obwohl kein Material auf die A4 f\u00e4llt, bleibt die Axenstrasse zwei Tage vorsorglich gesperrt. Der Aufwand f\u00fcr die Ereignisse am 4. August und vom 20. bis 22. September 2009 betr\u00e4gt rund 27 000 Franken.</p><p>Zur Eisenbahn: Im Ereigniskataster \"Naturrisiken der SBB\" sind im Zeitraum 1985-2015 auf der Strecke Brunnen-Fl\u00fcelen die nachfolgend aufgelisteten Ereignisse mit Status \"Betriebsunterbruch\" oder \"Betriebseinschr\u00e4nkung\" erfasst. Die Kosten sind nicht darin erhoben und wurden mit Erfahrungszahlen grob abgesch\u00e4tzt.</p><p>24./25. August 1987: Hochwasser im Reusstal, zwei Dammbr\u00fcche der Reuss: ganze Ebene Fl\u00fcelen-Seedorf-Attinghausen unter Wasser. Gotthardstrecke unterbrochen. Die Sch\u00e4den belaufen sich auf mehrere Millionen Franken.</p><p>25. Februar 1999: Brunnen S\u00fcd-Sisikon Nord: grosser Lawinenabgang, Gleis nicht betroffen, Bahn aber latent bedroht.</p><p>21. Oktober 2004: Aus einer bahnnahen Felswand brechen zwischen Brunnen S\u00fcd und Sisikon Nord zwei Steine heraus und st\u00fcrzen direkt neben den Gleisen in den Entw\u00e4sserungsgraben. Kosten ungef\u00e4hr 100 000 Franken. </p><p>22. August 2005: Dornibach Sisikon: Ein Murgang bringt etwa 5000 Kubikmeter Material. Strasse und Bahnstrecke werden versch\u00fcttet. Ab dem 26. August 2005 ist wieder ein Gleis befahrbar. Schadensumme 3 Millionen Franken.</p><p>22. August 2005: Gruonbach-Fl\u00fcelen: mehrere Gleisabschnitte \u00fcberschwemmt. Schadensumme ungef\u00e4hr 1 Million Franken.</p><p>Am 3. August 2006 l\u00f6st sich in der Felsflanke im Sektor Tellsplatte ein drei Viertel Kubikmeter grosser Block und st\u00fcrzt auf das Gleis. Es kommt zu einer Zugskollision ohne Entgleisung. Kosten 100 000 Franken.</p><p>7. Juni 2007: Dornibach Sisikon: Durch ein intensives Gewitter steigt der Dornibach kurzfristig stark an. Unter der SBB-Br\u00fccke lagert sich Geschiebematerial ab und verringert die Durchflusskapazit\u00e4t massiv. Der Verkehr wird aus Sicherheitsgr\u00fcnden pr\u00e4ventiv eine Stunde eingestellt. Auch in der benachbarten Dornirunse werden im Oberlauf des Gerinnes 2000 Kubikmeter Material verschoben. Die Riemenstalderstrasse wird \u00fcbersch\u00fcttet, die N4, Axenstrasse, und die Bahnstrecke werden nicht beeintr\u00e4chtigt.</p><p>3./4. August 2009: Dornirunse Sisikon: Murgang in der Dornirunse versch\u00fcttet Riemenstalderstrasse sowie Siedlungsgebiet und st\u00f6sst bis auf die N4, Axenstrasse, vor. In Koordination mit Polizei und \u00f6rtlichem Krisenstab wurde die Bahnstrecke in der Nacht vom 3./4. August 2009 von 22.00 Uhr bis 06.00 Uhr vorsorglich gesperrt.</p><p>Die SBB und der Kanton Schwyz haben f\u00fcr den Dornibach und die Dornirunse koordinierte Schutzbautenprojekte ausgearbeitet. Der Bund hat eine Kostenbeteiligung gegen\u00fcber den Bauherren (SBB und Kanton Schwyz) zugesagt. F\u00fcr die Erh\u00f6hung des Schutzes beim Riemenstalderbach hat der Kanton Uri ein Projekt in Ausarbeitung, welches ab 2015 zur Ausf\u00fchrung kommt.</p><p>2008/09 wurde das bergseitige Gleis umfassend instand gestellt. Im Rahmen dieser Arbeiten wurden alle Tunnelportale bez\u00fcglich Naturrisiken beurteilt und gesichert. Besonders zu erw\u00e4hnen sind die sehr aufwendigen Felssicherungsmassnahmen beim S\u00fcdportal des Stutzeggtunnels - dem sogenannten Zuckerstock - und beim Nordportal des \u00d6lbergtunnels. Ab Ende 2016 sollen zudem im Rahmen der Tunnelsanierungen vorhandene Schutzdefizite gegen\u00fcber Sturzprozessen aus Felsen im unmittelbaren Bahnbereich eliminiert werden.</p><p>Im Umgang mit den gravitativen Naturgefahrenprozessen haben die zust\u00e4ndigen Bundes\u00e4mter und die SBB einen neuen risikobasierten Ansatz entwickelt. Der Bund ist heute in der Lage, das Nationalstrassennetz und das Bahnnetz schweizweit einheitlich zu beurteilen und so seine Mittel gezielt einzusetzen. Bei ausgewiesenen Risiken werden Schutzmassnahmen umgesetzt.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1424822400000)\/","SubmittedBy":"Fischer Roland","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1449100800000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"48|52","Category":null,"Modified":"\/Date(1690524115457)\/","SubmissionDate":"\/Date(1418342400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4916,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Verkehr|Umwelt"}}