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Frage","BusinessTypeAbbreviation":"Fra.","Title":"Sind Schweizer Rohstoffspekulanten verantwortlich f\u00fcr den Preiszerfall von Rohstoffen?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Preise verschiedener Rohstoffe sind aktuell im freien Fall, darunter Erd\u00f6l, Kupfer, Eisenerz und Gold. Die \"Neue Z\u00fcrcher Zeitung\" (\"Handelsfirmen wie Glencore als Ausl\u00f6ser?\", \"NZZ online\", 1. Dezember 2014) vermutet hinter den Preisschwankungen spekulative Gesch\u00e4fte von Schweizer Rohstoffh\u00e4ndlern.</p><p>- Wie beurteilt das der Bundesrat?</p><p>- H\u00e4lt er es f\u00fcr vertretbar, wenn Rohstoffh\u00e4ndler Preise unabh\u00e4ngig von realen Entwicklungen zu ihren Gunsten beeinflussen?</p><p>- Wie will er solche Spekulation in Zukunft verhindern?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der vom Fragesteller zitierte Artikel vermutet, dass die seit 2012 bei vielen Rohstoffen sinkenden Preise in irgendeiner Form auf das Verhalten von Rohstoffh\u00e4ndlern zur\u00fcckgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Ebenso sollen die meisten Rohwaren \"seit Jahren weit \u00fcber dem Gleichgewichtspreis gehandelt werden\". Dazu ist Folgendes zu sagen:</p><p>1. Wo der sogenannte Gleichgewichtspreis eines Gutes liegt, bestimmen die zu einem bestimmten Zeitpunkt auf dem jeweiligen Markt t\u00e4tigen Anbieter und Nachfrager nach einem Gut. Das im Artikel angef\u00fchrte Beispiel des Kupfers ist in diesem Zusammenhang nicht \u00fcberzeugend, da der F\u00f6rderpreis nicht dem Verkaufspreis entspricht und auf diesen auch allf\u00e4llige Transport-, Lager- und Versicherungskosten hinzugeschlagen werden m\u00fcssen.</p><p>2. Sinkende Preise sind generell ein Zeichen f\u00fcr ges\u00e4ttigte M\u00e4rkte. Die Preisspitzen von 2008 sowie von 2011 und 2012 haben bei vielen Rohstoffen entsprechende Investitionen in die Produktion ausgel\u00f6st, beispielsweise in Tiefseebohrungen, \u00d6lgewinnung durch Ausbeutung von \u00d6lsandlagerst\u00e4tten oder Fracking bei Erdgas. Die Produktion als Folge solcher Investitionen ist deshalb bei vielen Rohstoffen stark gestiegen. Dies hat zu einer Steigerung des Angebotes und zu einer Verlagerung der Anbieter gef\u00fchrt. Das wiederum f\u00fchrt zu Marktturbulenzen. Beispielsweise hat sich auch die Weltproduktion von Roheisen seit 2000 ungef\u00e4hr verdreifacht. Gleichzeitig ist die Nachfrage in vielen L\u00e4ndern nicht mehr so stark wie noch vor der Finanz- und Wirtschaftskrise. Dass die Preise sinken, erscheint deshalb einleuchtend. 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