{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151007,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151007,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151007,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151007,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151007,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151007,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151007,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151007,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151007,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151007,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151007,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151007,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151007,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151007,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151007,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151007,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151007,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20151007,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"15.1007","BusinessType":18,"BusinessTypeName":"Anfrage","BusinessTypeAbbreviation":"A","Title":"Meldepflicht und Offenlegung von sogenannten Gasbrandinfektionen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Unter Gasbrand (Gas\u00f6dem) versteht man eine lebensbedrohliche Wundinfektion, die haupts\u00e4chlich durch die Bakterienart Clostridium perfringens verursacht wird. Nur in seltenen F\u00e4llen entsteht Gasbrand durch andere Bakterienarten. Diese Bakterien sind ubiquit\u00e4r vorkommend, d. h., sie kommen in der Natur \u00fcberall vor.</p><p>Fr\u00fcher war der Gasbrand eine h\u00e4ufige und gef\u00fcrchtete Erkrankung auf Kriegsschaupl\u00e4tzen und in Spit\u00e4lern. Erst seit Einf\u00fchrung von Verfahren zur Keimabt\u00f6tung, wie etwa der Sterilisation und Desinfektion, und der Einf\u00fchrung von Antibiotika ist der Gasbrand selten geworden. Davor geschah es h\u00e4ufig, dass \u00c4rzte den Erreger durch unsterile Ger\u00e4te in Wunden anderer Patienten \u00fcbertrugen und diese dadurch infizierten. In Entwicklungsl\u00e4ndern tritt Gasbrand h\u00e4ufiger als hierzulande auf.</p><p>Zwar werden in der Schweiz an verschiedenen Stellen Daten erhoben, jedoch ist die Infektion Gasbrand weder fl\u00e4chendeckend noch an einer Stelle erfasst, noch sind die Daten \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich oder transparent dargelegt, dies, obwohl gem\u00e4ss offiziellen Angaben eine Meldepflicht f\u00fcr Gasbrandinfektionen besteht. Somit war es nicht m\u00f6glich, Kenntnis \u00fcber die Anzahl F\u00e4lle der letzten Jahre zu erhalten.</p><p>Grunds\u00e4tzlich muss gesagt werden, dass Gasbrand bei elektiven Eingriffen nicht vorkommen darf, weshalb die Ursache in jedem Einzelfall zwingend abgekl\u00e4rt werden m\u00fcsste.</p><p>In diesem Zusammenhang bitte ich den Bundesrat um die Beantwortung nachfolgender Fragen:</p><p>1. Besteht f\u00fcr Gasbrandinfektionen eine Meldepflicht?</p><p>2. Falls Frage 1 bejaht wird: Wie verbindlich ist die allf\u00e4llige Meldepflicht geregelt?</p><p>3. Wie viele Gasbrandinfektionen sind in den letzten Jahren gemeldet worden, und wo sind Daten dazu f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit einsehbar?</p><p>4. Gibt es vergleichende Studien zu Gasbrandinfektionen in europ\u00e4ischen L\u00e4ndern, die die Anzahl der in der Schweiz gemeldeten F\u00e4lle plausibilisieren lassen?</p><p>5. Gibt es qualit\u00e4tssichernde Massnahmen, die spezifisch auf die Gasbrandinfektionen ausgerichtet sind bzw. sind, solche zu erarbeiten, und ist deren Anwendung von den Spit\u00e4lern einzufordern?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1./2. Es trifft zu, dass Wundinfektionen mit Clostridium perfringens fr\u00fcher zu schweren Krankheitsverl\u00e4ufen und nicht selten zu Todesf\u00e4llen gef\u00fchrt haben. Dank des Fortschritts in Medizin und Pflege sind sie heutzutage nicht mehr relevant. Einzelne Infektionen treten aufgrund des ubiquit\u00e4ren Vorkommens zwar nach wie vor auf, stellen jedoch aus Sicht der \u00f6ffentlichen Gesundheit kein Problem dar. Aus diesem Grund unterstehen Wundinfektionen mit Clostridium perfringens seit Einf\u00fchrung des obligatorischen Meldesystems im Jahre 1986 keiner Pflicht zur Meldung an das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit.</p><p>3. Eine verl\u00e4ssliche \u00dcbersicht \u00fcber Wundinfektionen mit Clostridium perfringens besteht demzufolge nicht. Der Todesursachenstatistik des Bundesamtes f\u00fcr Statistik f\u00fcr den Zeitraum von 1995 bis 2012 ist zu entnehmen, dass in diesen 18 Jahren:</p><p>a. 14 Personen an Gasbrand verstorben sind (Haupttodesursache);</p><p>b. f\u00fcr 7 Verstorbene Gasbrand als Folgekrankheit angegeben wird; und</p><p>c. bei 13 Todesf\u00e4llen eine Wundinfektion mit Clostridium perfringens als Begleiterkrankung ausgewiesen wird.</p><p>Der Todesursachenstatistik ist nicht zu entnehmen, wie es zu den Infektionen gekommen ist. Ob nosokomiale \u00dcbertragungen eine Rolle spielten, kann im Einzelfall nicht vollst\u00e4ndig ausgeschlossen werden, erscheint aufgrund der vorhandenen Angaben jedoch als eher unwahrscheinlich.</p><p>4. Aufgrund der vernachl\u00e4ssigbaren Bedeutung von Gasbrand in Bezug auf den Schutz der \u00f6ffentlichen Gesundheit werden auch in Europa kaum entsprechende Daten gesammelt und publiziert. In Deutschland bestand bis 2001 eine Meldepflicht f\u00fcr Gasbrand. Im Jahre 2000 wurden lediglich 66 F\u00e4lle registriert.</p><p>5. Da Wundinfektionen mit Clostridium perfringens im Bereich der nosokomialen Erkrankungen keine Rolle spielen, sind weder Massnahmen zur Verhinderung solcher Infektionen etabliert, noch m\u00fcssen solche vorgesehen werden.</p><p>Es ist jedoch im Bestreben des Bundes, nosokomiale Erkrankungen in der Schweiz grunds\u00e4tzlich zu vermindern. Die entsprechende Bek\u00e4mpfungsstrategie \"Noso\" ist denn auch Teil der zehn gesundheitspolitischen Priorit\u00e4ten 2015 und wird dem Bundesrat voraussichtlich Ende des Jahres vorgelegt werden.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1431475200000)\/","SubmittedBy":"Hardegger Thomas","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1431475200000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1750803358380)\/","SubmissionDate":"\/Date(1426464000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4917,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}