{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151009,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151009,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151009,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151009,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151009,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151009,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151009,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151009,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151009,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151009,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151009,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151009,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151009,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151009,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151009,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151009,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151009,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20151009,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"15.1009","BusinessType":18,"BusinessTypeName":"Anfrage","BusinessTypeAbbreviation":"A","Title":"Uno-Kinderrechtsausschuss. Zunahme der Diagnosen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Uno-Kinderrechtsausschuss zeigt sich in seinem Bericht vom Februar 2015 beunruhigt \u00fcber die enorme Zunahme der Diagnosen der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivit\u00e4tsst\u00f6rung (ADHS) in der Schweiz. Dagegen schl\u00e4gt er vier Massnahmen vor (Behandlung von ADHS ohne Medikamente, bessere Diagnosen und Analysen von ADHS, bessere Aufkl\u00e4rung von Eltern und Lehrkr\u00e4ften, Schutz vor Druck, Psychopharmaka zu verabreichen).</p><p>Was gedenkt der Bundesrat in dieser Sache zu unternehmen, insbesondere nachdem der St\u00e4nderat die Motion der SGK-N 13.3013 letzte Woche abgelehnt hat?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat erachtet die in der Motion Estermann 15.3146 und in der Anfrage Freysinger 15.1009 formulierten Fragestellungen als einander erg\u00e4nzend und teilweise gleichlautend und beantwortet diese gemeinsam.</p><p>In seinem Bericht \"Leistungssteigernde Arzneimittel\" in Erf\u00fcllung der Postulate Fehr Jacqueline 09.3665 vom 12. Juni 2009, der Kommission f\u00fcr soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates 13.3012 vom 15. Februar 2013 und Ingold 13.3157 vom 20. M\u00e4rz 2013 kommt der Bundesrat zum Schluss, dass Kinder und Jugendliche mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivit\u00e4tssyndrom (ADHS) in der Schweiz eine angemessene medizinische Betreuung erhalten. Gem\u00e4ss den verf\u00fcgbaren Daten werden einem Viertel der Kinder und Jugendlichen mit ADHS methylphenidathaltige Arzneimittel verschrieben. Das entspricht den Behandlungsempfehlungen, nach denen eine medikament\u00f6se Behandlung nur bei einem Teil der Patientinnen und Patienten angezeigt ist. Medikation und psychosoziale Behandlungen werden dabei nicht als konkurrierende, sondern als einander erg\u00e4nzende Behandlungen eingesetzt. Der Bundesrat stellt des Weiteren fest, dass die Zunahme der Verschreibungen von methylphenidathaltigen Arzneimitteln mit einer gestiegenen Bekanntheit und Akzeptanz der Behandlung in der \u00c4rzteschaft sowie mit der vor wenigen Jahren erfolgten Zulassung f\u00fcr die Behandlung Erwachsener erkl\u00e4rt werden kann. Zudem war gem\u00e4ss neuesten Verkaufszahlen in den vergangenen zwei Jahren keine Zunahme mehr zu verzeichnen. Die von Swissmedic genehmigten Fachinformationen f\u00fcr \u00c4rztinnen und \u00c4rzte geben den Rahmen der Abkl\u00e4rung und Behandlung der Patientinnen und Patienten vor und kl\u00e4ren \u00fcber m\u00f6gliche unerw\u00fcnschte Nebenwirkungen und Risiken, welche gut erforscht sind, auf. Zudem helfen die gesetzlichen Bestimmungen des Heilmittelrechts und des Bet\u00e4ubungsmittelrechts sowie Instrumente der Markt\u00fcberwachung, die Qualit\u00e4tssicherung der Behandlung und der Arzneimittel zu gew\u00e4hrleisten. In einem f\u00f6deralistischen System sind kantonale und regionale Unterschiede indes unumg\u00e4nglich. Das Tessin scheint in dieser Frage stark von Italien gepr\u00e4gt zu sein, das aus unbekannten Gr\u00fcnden weniger Verschreibungen von Methylphenidat aufweist.</p><p>Dessen ungeachtet hat der Bundesrat das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) beauftragt, die Entwicklung der Anzahl Verschreibungen methylphenidathaltiger Arzneimittel weiter zu beobachten. Ausserdem sollen Massnahmen zur Verbesserung der Behandlungsqualit\u00e4t gepr\u00fcft werden.</p><p>Einige der vom \"UN Committee on the Rights of the Child\" im Jahr 2015 formulierten unten aufgef\u00fchrten Empfehlungen entsprechen Massnahmen, die der Bundesrat in Erf\u00fcllung der eingangs erw\u00e4hnten parlamentarischen Vorst\u00f6sse beschlossen hat. Andere befanden sich bereits zuvor in Umsetzung, weitere liegen nicht im Zust\u00e4ndigkeitsbereich des Bundes:</p><p>- Forschung zu nichtmedikament\u00f6sen Behandlungsans\u00e4tzen: Im Rahmen des vom BAG beauftragten Forschungsprojektes \"Interventionsstudie bei Aufmerksamkeits- und Verhaltensproblemen in der Unterstufe\" werden Interventionsm\u00f6glichkeiten bei auftretenden Aufmerksamkeits- und Verhaltensproblemen in der Einschulungsphase (erste und zweite Klasse) entwickelt.</p><p>- Verbesserung der Diagnosestellung: Die vom BAG eingesetzte Arbeitsgruppe Ritalin pr\u00fcft M\u00f6glichkeiten der Verbesserung der Behandlungsqualit\u00e4t, des Monitorings und der Information.</p><p>- Verbesserung der Unterst\u00fctzung Angeh\u00f6riger: Unterst\u00fctzungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Angeh\u00f6rige werden in der aktuell in Erarbeitung befindlichen Strategie psychische Gesundheit gepr\u00fcft. Konkrete Unterst\u00fctzungsangebote fallen in die Zust\u00e4ndigkeit der Kantone.</p><p>- Verhinderung von Schulausschl\u00fcssen: Die Frage eines Schulausschlusses f\u00e4llt in die kantonale Zust\u00e4ndigkeit. Aktuell hat der Bundesrat keine Kenntnis von konkreten F\u00e4llen von entsprechenden Ausschl\u00fcssen, wenn Eltern sich weigern, ihr Kind mit Ritalin behandeln zu lassen.</p><p>Die Verschreibung von Methylphenidat zur Behandlung von ADHS l\u00f6st in der \u00d6ffentlichkeit und in der Fachwelt kontroverse Diskussionen aus, weil damit auch tiefgreifende gesellschaftspolitische Fragestellungen zum Umgang mit Kindern und Jugendlichen verbunden sind. Diverse Aussagen, auch von der in der Begr\u00fcndung der Motion Estermann 15.3146 genannten Fachperson, markieren sehr radikale Positionen. Der Expertenbericht, auf welchen der Bundesrat sich bei seiner Einsch\u00e4tzung der Problematik st\u00fctzt, ber\u00fccksichtigt hingegen die ganze Bandbreite der Positionen. Er kommt dabei zum Schluss, dass methylphenidathaltige Arzneimittel einen wichtigen Beitrag zu einer wirksamen Behandlung des Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivit\u00e4tssyndroms leisten k\u00f6nnen, sofern die Verschreibung im Rahmen eines umfassenden sozialmedizinischen und sozialtherapeutischen Behandlungssettings nach den anerkannten Regeln der Medizin, unter Ber\u00fccksichtigung der Fachinformationen von Swissmedic, gesetzlicher Bestimmungen sowie der internationalen Behandlungsempfehlungen erfolgt.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1431043200000)\/","SubmittedBy":"Freysinger Oskar","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1431043200000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"1211|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1750802951590)\/","SubmissionDate":"\/Date(1426550400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4917,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Zivilrecht|Gesundheit"}}