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Vorgezogene Investitionen als Sofortmassnahmen 2015 zur Abfederung der Wechselkurskrise","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Ist der Bundesrat bereit, zusammen mit den Kantonen und Waldeigent\u00fcmern m\u00f6glichst bald alle M\u00f6glichkeiten und Vorbereitungen an die Hand zu nehmen und auszusch\u00f6pfen, um die 2015 budgetierten F\u00f6rdermittel gem\u00e4ss NFA-Programmvereinbarungen zum Wald umgehend und vollst\u00e4ndig f\u00fcr Waldpflege- und Waldverj\u00fcngungsmassnahmen investieren zu k\u00f6nnen?</p><p>Die j\u00fcngste Frankenaufwertung sorgt in der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft f\u00fcr enormen Preisdruck sowohl im Binnenmarkt als auch im Export, f\u00fcr Marktanteilsverluste und Existenzfragen. Besonders betroffen sind Waldeigent\u00fcmer durch massive zus\u00e4tzliche Ertragseinbussen beim Holz. Waldeigent\u00fcmer k\u00f6nnen kaum von g\u00fcnstigeren Vorleistungen aus dem Euroraum profitieren. Entlastung ist darum dringend n\u00f6tig.</p><p>Die erneute Euroabwertung bzw. die gesamte Euroabwertung seit 2009 mit Ertragsausf\u00e4llen beim Waldholz von bis zu 35 Prozent f\u00fchrt dazu, dass noch mehr Waldfl\u00e4chen nur noch defizit\u00e4r zu bewirtschaften sind. Viele Waldbesitzer, vor allem die ohne Steuerertrag (65 Prozent des Schweizer Waldes), k\u00f6nnen Waldpflegeverluste nicht durch Steuereinnahmen kompensieren.</p><p>Die Konsequenz daraus: Viele Waldeigent\u00fcmer m\u00fcssen die Waldpflege ab sofort einstellen, mit einschneidenden Folgen: \u00dcberalterung und Destabilisierung im Wald nehmen noch mehr zu, Vitalit\u00e4t und Anpassungsf\u00e4higkeit nehmen ab, wichtige Waldleistungen zugunsten der \u00d6ffentlichkeit sind somit nicht mehr gew\u00e4hrleistet. Zudem wird Forstpersonal entlassen. Die Holzindustrie, die gezwungenermassen ihre Beschaffungspreise f\u00fcr Waldholz senken musste, erleidet Versorgungsengp\u00e4sse.</p><p>Vorgezogene Investitionen 2015 sind kostenneutral: Sie werden durch Umlagerungen und Budgetaussch\u00f6pfung in den momentan wenig flexibel gehandhabten Programmen erm\u00f6glicht, m\u00fcssten sp\u00e4ter ohnehin get\u00e4tigt werden, sie wirken prophylaktisch, und sie reduzieren bereits heute das Risiko, das von ungen\u00fcgend gepflegten W\u00e4ldern ausgeht. Die erzielten Wirkungen auf Waldzustand und Waldleistungen sind langfristig.</p><p>Durch vorgezogene Investitionen in die Waldpflege (inklusive Verj\u00fcngungsschl\u00e4ge und Seilkranf\u00f6rderung) im Rahmen der Budgetaussch\u00f6pfung 2015 leisten Bund und Kantone einen kurzfristig wirksamen, wettbewerbsneutralen Beitrag mit starker Signalwirkung zur Unterst\u00fctzung der massiv betroffenen Forstbetriebe und Forstunternehmen. Sie stellen so auch die Versorgungssicherheit der einheimischen Holzwirtschaft sicher.</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bund gew\u00e4hrt Beitr\u00e4ge an die Jungwald- und Schutzwaldpflege im Rahmen der Programmvereinbarungen f\u00fcr eine Periode von jeweils vier Jahren. Die Umsetzung und damit die zeitliche Staffelung innerhalb der Periode obliegen den Kantonen. Sie sind im Rahmen ihrer Vereinbarungen mit den Waldeigent\u00fcmern frei, Massnahmen mit Holzanfall vorzuziehen (wie z. B. Vorziehen der Schutzwaldpflege und der Waldverj\u00fcngung und Biodiversit\u00e4tsmassnahmen, bei denen Holz anf\u00e4llt). Im Jahr 2015, dem letzten Jahr der NFA-Periode 2012-2015, ist dieser Handlungsspielraum der Kantone unter Umst\u00e4nden nur noch klein, im Jahr 2016, dem ersten Jahr der n\u00e4chsten NFA-Periode, wieder gr\u00f6sser.</p><p>F\u00fcr die neue NFA-Periode 2016-2019 sieht der Bundesrat gem\u00e4ss Botschaft zur \u00c4nderung des Waldgesetzes (14.046) eine Aufstockung der finanziellen Mittel f\u00fcr Massnahmen zur Anpassung an den Klimawandel vor. Davon w\u00fcrde die Waldpflege in klimasensitiven und instabilen W\u00e4ldern profitieren. Die Beratungen im Parlament dazu sind noch im Gange.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1439337600000)\/","SubmittedBy":"Hausammann Markus","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1439337600000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"24|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1750802732793)\/","SubmissionDate":"\/Date(1430784000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4918,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Finanzwesen|Landwirtschaft"}}