{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151091,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151091,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151091,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151091,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151091,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151091,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151091,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151091,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151091,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151091,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151091,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151091,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151091,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151091,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151091,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151091,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20151091,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20151091,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"15.1091","BusinessType":18,"BusinessTypeName":"Anfrage","BusinessTypeAbbreviation":"A","Title":"Enthornen von Ziegen. Volkskulturgut oder tierqu\u00e4lerische Handlung?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Das Enthornen von Ziegen ist gem\u00e4ss geltendem Tierschutzrecht nicht ausdr\u00fccklich verboten, sondern ist in der Schweiz eine verbreitete Praktik. Tierhalterinnen und Tierhalter von Ziegen d\u00fcrfen sogar junge Ziegen (Zicklein) bis zu drei Wochen nach der Geburt unter Beizug einer fachkundigen Person (Bestandestierarzt) und unter allgemeiner Schmerzausschaltung (Bet\u00e4ubung) enthornen oder k\u00f6nnen die Enthornung sogar selbstst\u00e4ndig vornehmen, sofern sie den notwendigen Sachkundeausweis des Bundesamtes f\u00fcr Landwirtschaft (BLW) und des Bundesamtes f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und Veterin\u00e4rwesen (BLV) erbringen k\u00f6nnen (Art. 32 TSchV). Zu sp\u00e4teren Zeitpunkten werden ausgewachsene Ziegen ebenfalls teilweise enthornt, wobei hier die das Tier sch\u00fctzenden Vorschriften g\u00e4nzlich fehlen. In einigen wenigen Regionen der Schweiz machen die Tierhalter hiervon regen Gebrauch, da das Enthornen dort offenbar noch zur Volkskultur geh\u00f6rt. Dabei kommt es gerade bei jungen Ziegen mit noch weicher Sch\u00e4deldecke immer wieder zu schwerwiegenden Komplikationen und Todesf\u00e4llen. An den meisten Orten wird deshalb auf dieses traditionelle Ritual l\u00e4ngstens verzichtet, ohne dass es zu Problemen bei der Tierhaltung oder gar im Umgang von Mensch und Tier k\u00e4me.</p><p>Wir bitten den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Erachtet er Ziegenenthornungen als sch\u00fctzenswertes Volkskulturgut, welches eine Verletzung der Grunds\u00e4tze des Tierschutzgesetzes (Art. 4 Abs. 2 und 3 TschG) rechtfertigt?</p><p>2. Welche h\u00f6her zu gewichtenden Vorteile sprechen sonst f\u00fcr diesen Eingriff?</p><p>3. Sind ihm Vorf\u00e4lle bekannt, in denen es wegen nichtdurchgef\u00fchrter Enthornungen zu Zwischenf\u00e4llen gekommen w\u00e4re? Wenn ja: Wie viele sind belegbar (Statistik)?</p><p>4. Worin besteht der Unterschied bez\u00fcglich Haltung, Zwischenf\u00e4lle usw. zwischen Ziegen und Wasserb\u00fcffeln sowie Yaks, wo Enthornungen ausdr\u00fccklich untersagt sind (Art. 17 Lit. n TSchV)?</p><p>5. Kann er sich eine Gleichbehandlung unter dem Aspekt des Tierwohls aller Horntr\u00e4ger im Sinne eines Enthornungsverbots vorstellen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1./2. Das Enthornen von Ziegen stellt eine m\u00f6gliche Massnahme zur Verhinderung von Verletzungen bei Mensch und Tier durch Hornst\u00f6sse dar. Sofern der Eingriff von einer fachkundigen Person unter Schmerzausschaltung vorgenommen wird, ist er mit dem Tierschutzrecht vereinbar (Art. 16 des Tierschutzgesetzes, SR 455).</p><p>3. Den zust\u00e4ndigen Bundesbeh\u00f6rden liegen keine n\u00e4heren Angaben zu Vorf\u00e4llen mit horntragenden Ziegen vor.</p><p>4. Yaks k\u00f6nnen, im Gegensatz zu Ziegen, ohne nachteilige Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit hornlos gez\u00fcchtet werden, womit f\u00fcr Tierhaltende eine Alternative zur Enthornung besteht. Bei Wasserb\u00fcffeln sind die Hornanlagen bereits bei der Geburt sehr ausgepr\u00e4gt, was das Enthornen erheblich erschwert. Die unterschiedlichen Regelungen in Bezug auf das Enthornen von Ziegen und Wasserb\u00fcffeln bzw. Yaks beruhen somit auf biologischen Gegebenheiten.</p><p>5. Unter diesen Umst\u00e4nden ist ein generelles Enthornungsverbot nicht angezeigt. Tierhaltenden von horntragenden Nutztieren wird aber von den zust\u00e4ndigen Stellen empfohlen, auf Enthornungen som weit als m\u00f6glich zu verzichten, und sie werden bez\u00fcglich der besonderen Herausforderungen umfassend beraten. Ferner wird die wissenschaftliche Forschung rund um die tiergerechte Haltung von behornten Nutztieren vom Bund gef\u00f6rdert.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1455667200000)\/","SubmittedBy":"Schelbert Louis","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1455667200000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52","Category":null,"Modified":"\/Date(1750803788450)\/","SubmissionDate":"\/Date(1450224000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5001,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt"}}