{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153041,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153041,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153041,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153041,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153041,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153041,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153041,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153041,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153041,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153041,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153041,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153041,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153041,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153041,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153041,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153041,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153041,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20153041,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"15.3041","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Maturit\u00e4tsreform. Bildungserfolg und Kosten des Wahlfachmodells","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>1995 wurde die Maturit\u00e4t reformiert. Das Typenmodell wurde durch ein Wahlfachmodell ersetzt. Dies hat zu grossen Ver\u00e4nderungen des akademischen Bildungsweges gef\u00fchrt. H\u00e4ufig werden von Absolventen die weniger schwierigen F\u00e4cherkombinationen gew\u00e4hlt. Mathematik und Naturwissenschaften sind trotz der sp\u00e4ter erfolgten kleinen Anpassung bei der Maturit\u00e4tsnotenberechnung immer noch untergewichtet.</p><p>Eine Studie der ETH Z\u00fcrich \u00fcber Studienerfolg und Maturit\u00e4tsnoten kommt zum Schluss, dass ein enger Zusammenhang vor allem auch mit den gew\u00e4hlten Schwerpunktf\u00e4chern der Studierenden besteht. Die Schwerpunktf\u00e4cher Physik/angewandte Mathematik sowie Griechisch und Lateinisch erzielen die besten Studienerfolge.</p><p>Eine weitere Folge des Wahlfachmodells sind die um einiges h\u00f6heren Kosten, welche durch die zahlreichen Wahlm\u00f6glichkeiten entstehen. Diese f\u00fchren zu aufwendigen Stundenpl\u00e4nen und erh\u00f6hten Lektionenzahlen mit entsprechenden Kostenfolgen, oder die Wahlm\u00f6glichkeiten werden an sich systemwidrig zunehmend eingeengt.</p><p>1. Wie beurteilt der Bundesrat - zwanzig Jahre nach der Einf\u00fchrung der neuen Verordnung \u00fcber die Anerkennung von gymnasialen Maturit\u00e4tsausweisen (MAV), welche statt der Typen A, B, C, D, E nun neben Grundlagenf\u00e4chern auf Schwerpunktf\u00e4chern und Erg\u00e4nzungsf\u00e4chern beruht - die Auswirkungen der MAV/MAR (Maturit\u00e4tsanerkennungsreglement der EDK) auf die Reife der Maturanden, auf deren Studierf\u00e4higkeit und die Ver\u00e4nderung der Kosten pro Matura?</p><p>2. Nach Berechnungen bestehen rund 400 m\u00f6gliche Kombinationen bei der geltenden MAR. Wie viele sind effektiv realisiert?</p><p>3. Wie beurteilt er die extrem hohe Streuung der Ergebnisse zwischen Individuen und Klassen, welche die Evaluation Evamar bei Testaufgaben festgestellt hat? Was gedenken der Bundesrat und die EDK dagegen zu tun?</p><p>4. Wie beurteilt er die von Bildungskreisen gestellten Forderungen, nach zwanzig Jahren MAV wieder vom Wahlfachmodell zum Typenmodell \u00fcberzugehen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Bund und Kantone regeln gemeinsam die gesamtschweizerische Anerkennung der gymnasialen Maturit\u00e4t. Zust\u00e4ndig f\u00fcr die gymnasialen Maturit\u00e4tsschulen sind die Kantone. Sie sind deren Tr\u00e4ger und verantwortlich f\u00fcr Aufsicht und Finanzierung.</p><p>Ziel des im Jahr 1995 vom Bund und von der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) beschlossenen Systemwechsels war eine Individualisierung der Ausbildung, ohne die Zulassung zum universit\u00e4ren Studium zu verlieren. Sechs Jahre sp\u00e4ter erfolgte eine gesamtschweizerische Evaluation zu Umsetzung und Wirkung der Reform, deren Ergebnisse (Evamar I) 2007 in eine Teilrevision des Maturit\u00e4tsanerkennungsreglements (MAR) und der Maturit\u00e4tsanerkennungsverordnung (MAV) einflossen. Mit Schwergewicht \"Studierf\u00e4higkeit\" folgte 2008 eine zweite Studie (Evamar II). Diese zeigte, dass der \u00fcberwiegende Teil der Schweizer Maturandinnen und Maturanden gut ger\u00fcstet ist f\u00fcr ein universit\u00e4res Studium. Bei einem kleinen Teil ist jedoch in bestimmten Bereichen der Mathematik und Erstsprache das Wissen und K\u00f6nnen mangelhaft oder ungen\u00fcgend. Basierend auf diesen Erkenntnissen wurden seitens der EDK Reformarbeiten angestossen. 2015 wird ein Bericht zu den basalen Studierkompetenzen in Schulsprache und Mathematik publiziert, jenen grundlegenden Kompetenzen, die Voraussetzung f\u00fcr die meisten Studien sind. Auf dieser Grundlage k\u00f6nnen allf\u00e4llige weitere Massnahmen in die Wege geleitet werden.</p><p>Zu den einzelnen Fragen:</p><p>1. Der Bundesrat bewertet die Maturit\u00e4tsreform grunds\u00e4tzlich als erfolgreich und zukunftsgerichtet. Insbesondere die Einf\u00fchrung der Maturaarbeit gilt als wertvolles Instrument und Fortschritt im Hinblick auf die Studierf\u00e4higkeit. Die Ergebnisse von Evamar II zeigen trotz hoher Systemkomplexit\u00e4t eine qualitativ hochstehende gymnasiale Ausbildung. Zu den Kostenfolgen der Revision k\u00f6nnen keine Angaben gemacht werden. Zwar publiziert das Bundesamt f\u00fcr Statistik regelm\u00e4ssig entsprechende kantonale Daten. F\u00fcr R\u00fcckschl\u00fcsse auf die Revision m\u00fcssten jedoch weitere Determinanten ber\u00fccksichtigt werden (z. B. Entwicklung der Sch\u00fclerzahlen, L\u00f6hne).</p><p>2. Die 2013 durch die EDK publizierte Studie \"Bildung am Gymnasium\" bietet einen systematischen \u00dcberblick \u00fcber die gymnasiale Bildungslandschaft. Neben Basisdaten wird das F\u00e4cherangebot von 129 Maturit\u00e4tsschulen aufgef\u00fchrt. Die einzelnen Gymnasien profilieren sich durch ein spezifisches Angebot. Unterschiedliche F\u00e4cherkanons und Kombinationsm\u00f6glichkeiten tragen den Bed\u00fcrfnissen der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler Rechnung.</p><p>3. Die festgestellten Leistungsunterschiede sind gem\u00e4ss Studienverantwortlichen auf individuelle wie strukturelle Faktoren zur\u00fcckzuf\u00fchren. Die Thematik, die in den Bildungsberichten 2010 und 2014 aufgegriffen wurde, bildet einen Schwerpunkt im gemeinsam von Bund und Kantonen getragenen Bildungsmonitoring. Bereits 2011 haben Bund und Kantone sich zum Ziel gesetzt, den pr\u00fcfungsfreien Zugang zur Universit\u00e4t mit gymnasialer Maturit\u00e4t langfristig sicherzustellen. Der Bundesrat unterst\u00fctzt die laufenden Reformarbeiten der EDK zur Verbesserung der Studierf\u00e4higkeit. Dazu geh\u00f6ren neben dem genannten Bericht zu den basalen Studierkompetenzen Initiativen zur Institutionalisierung des Austauschs zwischen Gymnasien und Universit\u00e4ten auf nationaler Ebene, die Unterst\u00fctzung der Schulen bei der Erarbeitung und Durchf\u00fchrung von gemeinsamen Pr\u00fcfungen und die Etablierung der Studien- und Laufbahnberatung an den Gymnasien.</p><p>4. Eine R\u00fcckkehr zum System der Typenmaturit\u00e4t ist f\u00fcr den Bundesrat zurzeit kein Thema. Damit liesse sich das von Bund und EDK gemeinsam verfolgte Ziel, den pr\u00fcfungsfreien Zugang zur Universit\u00e4t mit der gymnasialen Maturit\u00e4t langfristig zu sichern, kaum erreichen. Das heutige System vermittelt gerade im Hinblick auf die Studierf\u00e4higkeit wichtiges Know-how.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1431043200000)\/","SubmittedBy":"Riklin Kathy","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1434672000000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"32","Category":null,"Modified":"\/Date(1690524288880)\/","SubmissionDate":"\/Date(1425427200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4917,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Bildung"}}