{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153116,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153116,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153116,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153116,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153116,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153116,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153116,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153116,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153116,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153116,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153116,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153116,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153116,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153116,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153116,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153116,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153116,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20153116,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"15.3116","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"IV-Rentnerinnen und -Rentner n\u00e4her an die Arbeitswelt bringen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Verschiedene Reformen in den vergangenen zehn Jahren haben das IV-System sukzessive von einer passiven Rentenverwaltung in eine proaktive Eingliederungs-Agentur gewandelt. Der Reformprozess hat die Anzahl der Neurenten deutlich gesenkt, vermochte aber die Zunahme der Renten aufgrund psychischer St\u00f6rungen nicht zu stoppen. Die Neurenten der jungen Erwachsenen nehmen sogar immer noch zu. Psychische Erkrankungen wie Burnout und Depressionen sind Begleiterscheinungen unserer leistungsbetonten Arbeitswelt, sie werden sich zunehmend auswirken und unsere Systeme der sozialen Sicherheit belasten. Obwohl gut durchdachte und erprobte Massnahmen der entsprechenden Kompetenzzentren zur Anwendung kommen, m\u00fcssen die Instrumente optimiert werden, um nicht immer mehr psychisch Kranke abgleiten zu lassen und ihre wirtschaftliche Selbsterhaltung preiszugeben, was sich neben den volkswirtschaftlichen Folgen letzten Endes negativ auf ihr Gesundheitsbefinden und Selbstgef\u00fchl auswirkt. </p><p>Dazu stellen sich folgende Fragen:</p><p>1. Sind die medizinischen Abkl\u00e4rungen, die fr\u00fcher haupts\u00e4chlich auf den Rentenanspruch ausgerichtet waren, nun in erster Linie auf die Eingliederungsf\u00e4higkeit der betroffenen Person bezogen? In welcher Form werden systematisch arbeitsplatzbezogene Faktoren erhoben? </p><p>2. Werden die Fr\u00fchinterventionsmassnahmen priorit\u00e4r auf die Erhaltung der Arbeitspl\u00e4tze im regul\u00e4ren Arbeitsmarkt ausgerichtet, und erreichen sie neben den viel einfacheren somatischen Krankheitsf\u00e4llen auch die psychischen? </p><p>3. F\u00fcr Gruppen von Betroffenen mit niedrigen Einkommen, die von psychisch Kranken und erst recht jungen Erwachsenen \u00fcberrepr\u00e4sentiert sind, \"lohnt\" es sich eher, nicht (mehr) zu arbeiten unter anderem aufgrund der Schwelleneffekte, die als unbestrittene Verbesserungsmassnahmen der IV-Revision 6b h\u00e4tten gerettet werden m\u00fcssen. Wie sieht der Fahrplan f\u00fcr deren Implementierung heute aus?</p><p>4. Die Fr\u00fcherkennungs- und -interventionsmassnahmen der IV-Stellen zusammen mit den Arbeitgebern erreichen diejenigen jungen Menschen nicht, die noch gar nicht in den offenen Arbeitsmarkt eingetreten sind. Welche Mittel und Instrumente werden entwickelt, um spezifisch den \u00dcbergang von der Schule zur Arbeitswelt zu unterst\u00fctzen, welcher die Schl\u00fcsselstelle bedeutet f\u00fcr eine vermeidbare drohende IV-Karriere?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Es liegen erste Ergebnisse aus den Evaluationen der 4. und der 5. Revision sowie aus der 6. Revision, erstes Massnahmenpaket (Revision 6a) vor, welche zeigen, dass sich die IV in eine Eingliederungsversicherung umgewandelt hat.</p><p>Eine Zunahme der Renten aufgrund psychischer St\u00f6rungen - wozu ein Burnout nicht z\u00e4hlt - ist nicht auszumachen. Statistische Auswertungen zeigen lediglich, dass die Anzahl psychisch bedingter laufender Renten trotz sinkendem Rentengesamtbestand konstant bleibt. Das Gleiche gilt f\u00fcr die Neurenten der jungen Erwachsenen - dies im Gegensatz zu den anderen Versichertenkategorien, wo ein eindeutiger R\u00fcckgang der Neurenten festgestellt werden kann. Deshalb hat der Bundesrat am 25. Februar 2015 eine Reform f\u00fcr die Weiterentwicklung der IV lanciert, die spezifische Massnahmen f\u00fcr die Zielgruppen Kinder, Jugendliche und psychisch Erkrankte vorschl\u00e4gt.</p><p>1. Die medizinischen Abkl\u00e4rungen, im Rahmen derer die Beurteilung der Arbeitsf\u00e4higkeit erfolgt, finden heute parallel zu einem Erstgespr\u00e4ch statt, in welchem die Ausgangslage der versicherten Person, ihre Ressourcen und ihre Situation am Arbeitsplatz (arbeitsplatzbezogene Faktoren) erfasst werden. Darauf basierend werden Massnahmen der Fr\u00fchintervention ergriffen mit dem Ziel des Arbeitsplatzerhalts bzw. der beruflichen Wiedereingliederung. F\u00fcr den Rentenentscheid werden nach wie vor genaue und fundierte medizinische Abkl\u00e4rungen ben\u00f6tigt.</p><p>2. Massnahmen der Fr\u00fchintervention k\u00f6nnen vor allem darauf ausgerichtet sein, einen noch vorhandenen Arbeitsplatz zu erhalten oder - im Falle des bereits erfolgten Verlustes des Arbeitsplatzes - aktive Unterst\u00fctzung bei der Suche eines neuen Arbeitsplatzes bieten. Spezifische Massnahmen f\u00fcr psychisch beeintr\u00e4chtigte Personen werden im Rahmen der am 25. Februar 2015 lancierten Reform der Invalidenversicherung weiterentwickelt, verst\u00e4rkt und ausgebaut. Eine bessere Koordination der beteiligten Akteure wird ebenfalls angestrebt, insbesondere eine bessere Unterst\u00fctzung der Arbeitgebenden und eine st\u00e4rkere Zusammenarbeit mit den \u00c4rztinnen und \u00c4rzten.</p><p>3. Im heutigen System k\u00f6nnen die in der Interpellation genannten Schwelleneffekte zu negativen Anreizen f\u00fchren. Die Weiterentwicklung der IV sieht daher unter anderem vor, ein stufenloses Rentensystem einzuf\u00fchren und weitere finanzielle Fehlanreize zu eliminieren. Die Er\u00f6ffnung der Vernehmlassung erfolgt im Herbst 2015.</p><p>4. Der \u00dcbergang von der Schule zur Arbeitswelt ist einer der Schwerpunkte der Weiterentwicklung der IV. Unter anderem ist geplant, eine bedarfsorientierte l\u00e4ngerfristige Beratung und Begleitung von Jugendlichen zu implementieren und die Vernetzung mit den zust\u00e4ndigen Akteuren im Schul-, Ausbildungs- und Gesundheitsbereich vor und w\u00e4hrend des \u00dcbergangs zwischen Schule und Ausbildung sicherzustellen. Ebenfalls sollen die medizinischen Eingliederungsmassnahmen im Hinblick auf eine berufliche Ausbildung oder T\u00e4tigkeit bzw. im Hinblick auf den Abschluss einer erstmaligen Ausbildung erweitert und verl\u00e4ngert werden k\u00f6nnen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1431475200000)\/","SubmittedBy":"Ingold Maja","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1434672000000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"44|2836|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690524984633)\/","SubmissionDate":"\/Date(1426118400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4917,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Besch\u00e4ftigung und Arbeit|Sozialer Schutz|Gesundheit"}}