{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153164,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153164,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153164,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153164,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153164,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153164,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153164,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153164,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153164,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153164,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153164,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153164,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153164,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153164,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153164,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153164,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153164,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20153164,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"15.3164","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Behandlung der Bienenv\u00f6lker gegen die Varroamilbe mit organischen S\u00e4uren","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Honigbienen leisten einen grossen Beitrag zur Best\u00e4ubung von Pflanzen in der Landwirtschaft und unterst\u00fctzen damit die Ern\u00e4hrungssicherheit. Den Bienen macht die Varroamilbe sehr zu schaffen. Um sie zu bek\u00e4mpfen, verwenden die Imker seit Auftreten der Varroamilbe in der Schweiz organische S\u00e4uren, insbesondere Ameisens\u00e4ure.</p><p>Das Behandlungskonzept des Zentrums f\u00fcr Bienenforschung von Agroscope (1998, 2003) sieht folgende Mittel zur Behandlung der Bienenv\u00f6lker vor: Ameisens\u00e4ure, Oxals\u00e4ure und Milchs\u00e4ure. All diese S\u00e4uren kommen auch nat\u00fcrlicherweise im Honig vor. Zur Bek\u00e4mpfung der Wachsmotte - ein Sch\u00e4dling, welcher ausserhalb der Bienenv\u00f6lker die Wabenvorr\u00e4te zerst\u00f6rt - werden seit Jahrzehnten Schwefelschnitten (also Schwefeldioxid) verwendet. Das alles hat zu keinem Problem bei der Honigqualit\u00e4t gef\u00fchrt.</p><p>Fragen:</p><p>1. Welche Mittel empfiehlt das Zentrum f\u00fcr Bienenforschung aktuell f\u00fcr die Behandlung der Bienenv\u00f6lker gegen die Varroamilbe?</p><p>2. Angenommen, alle Imker wenden diese Empfehlung in der Praxis regelkonform an: Welche Mengen der S\u00e4uren werden dann f\u00fcr die Behandlung aller Schweizer Honigbienenv\u00f6lker ben\u00f6tigt?</p><p>3. Wurden in den letzten 15 Jahren aufgrund der Behandlungen der Bienenv\u00f6lker unzul\u00e4ssige Mengen von Ameisen-, Oxal- oder Milchs\u00e4ure oder Schwefel in Honigproben festgestellt?</p>","ReasonText":"<p>Der Honig ist ein Qualit\u00e4tsprodukt. Damit es \u00fcberhaupt Honig gibt, m\u00fcssen die Bienenv\u00f6lker gegen die Varroamilbe behandelt werden. Die Schweizer Imkerschaft legt grossen Wert auf guten und m\u00f6glichst r\u00fcckstandsfreien Honig. Daher hat die Schweizer Imkerei schon sehr fr\u00fch auf in der Natur vorhandene Stoffe, also auf organische S\u00e4uren statt andere Chemikalien gesetzt. Ich m\u00f6chte wissen, ob wir Imker mit dem Behandlungskonzept nach wie vor auf dem richtigen Weg sind.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Bienen leisten einen \u00e4usserst wichtigen Beitrag zur Best\u00e4ubung vieler Kultur- und Wildpflanzen. Bei den Honigbienen sieht man sich seit mehr als zehn Jahren mit dem Ph\u00e4nomen des Wintersterbens konfrontiert, dessen Ursachen noch nicht vollst\u00e4ndig gekl\u00e4rt sind. Der Parasit Varroa destructor scheint hier jedoch eine wichtige Rolle zu spielen. Der Bundesrat ist sich der problematischen Situation bewusst und hat im Mai 2014 die Erarbeitung eines nationalen Massnahmenplans f\u00fcr die Gesundheit der Bienen beschlossen. Die Sofortmassnahmen des Massnahmenplans umfassen die Verbesserung der Nahrungsressourcen der Bienen und eine zeitlich begrenzte Erh\u00f6hung der Mittel zur Beurteilung der Risiken, die f\u00fcr Bienen von Pflanzenschutzmitteln ausgehen.</p><p>1. Seit dem ersten Auftreten des Parasiten Varroa destructor in der Schweiz in den Achtzigerjahren empfiehlt das Zentrum f\u00fcr Bienenforschung (ZBF) den Imkerinnen und Imkern, auf synthetische Akarizide zu verzichten, da Probleme mit R\u00fcckst\u00e4nden in den Bienenprodukten - namentlich im Bienenwachs - und Resistenzen gegen\u00fcber den Wirkstoffen beobachtet wurden. Das Zentrum f\u00fcr Bienenforschung hat aus diesen Gr\u00fcnden alternative Bek\u00e4mpfungsstrategien gegen die Varroamilbe entwickelt. Diese Strategien werden vom Zentrum f\u00fcr Bienenforschung noch heute empfohlen und auch in unseren Nachbarl\u00e4ndern angewendet.</p><p>Die vom Zentrum f\u00fcr Bienenforschung entwickelte und empfohlene Bek\u00e4mpfungsstrategie setzt in erster Linie auf Befallskontrollen der Bienenv\u00f6lker und auf die Behandlung mit organischen S\u00e4uren (Ameisens\u00e4ure im Sommer und Oxal- oder Milchs\u00e4ure im Winter). Auf der Grundlage dieser Arbeiten wurden von verschiedenen Firmen neue Bienenarzneimittel formuliert. Die Antr\u00e4ge auf Zulassung von vier Bienenpr\u00e4paraten konnte Swissmedic inzwischen gutheissen, sodass heute 60-, 70- und 85-prozentige Ameisens\u00e4ure und Oxuvar-Tr\u00e4ufell\u00f6sung mit 2,5 Prozent Oxals\u00e4ure als Tierarzneimittel verf\u00fcgbar sind. Weil bis anhin noch keine Gesuche vorliegen, sind keine Bienenarzneimittel auf der Basis von Milchs\u00e4ure und Oxals\u00e4ure zum Verdampfen zugelassen. Milchs\u00e4ure ist in der Schweiz als Lebensmittelzusatzstoff (E 270) zugelassen; jedoch hat die Verwendung von Milchs\u00e4ure als Zusatzstoff in Lebensmitteln nichts mit dem Einsatz als Tierarzneimittel zur Behandlung von Bienen zu tun.</p><p>Die Umsetzung dieser Bek\u00e4mpfungsstrategie ist nicht leicht, und viele Imkerinnen und Imker bekunden damit Probleme. Das Zentrum f\u00fcr Bienenforschung arbeitet zurzeit an der Vereinfachung der Methoden und an mittel- und langfristigen L\u00f6sungen, die einerseits die Verwendung neuer Molek\u00fcle oder Formulierungen in der Behandlung vorsehen und andererseits die Erforschung der Resistenzmechanismen zur Selektion resistenter Bienenst\u00e4mme beinhalten. Dies ist ein langfristiges Ziel, ist jedoch die einzige L\u00f6sung, um diesen Parasiten k\u00fcnftig nicht allj\u00e4hrlich mittels Behandlungen in Schach halten zu m\u00fcssen.</p><p>2. Falls s\u00e4mtliche Schweizer Imkerinnen und Imker bei Behandlungen im Sommer auf Ameisens\u00e4ure zur\u00fcckgriffen, w\u00fcrden etwa 42 000 Liter ben\u00f6tigt. Bei der Behandlung im Winter mit Oxals\u00e4ure w\u00fcrden rund 240 Kilogramm Oxals\u00e4ure-Dihydrat gebraucht. Ameisens\u00e4ure wird von rund 67 Prozent und Oxals\u00e4ure von rund 89 Prozent der Imker eingesetzt. Von Milchs\u00e4urel\u00f6sungen werden nur einige Hundert Liter eingesetzt.</p><p>3. Ameisen-, Oxal- und Milchs\u00e4ure sind nat\u00fcrliche Bestandteile des Honigs. Sie stammen aus dem von den Bienen gesammelten Nektar und Honigtau sowie aus der nat\u00fcrlichen enzymatischen Umwandlung des Zuckers. Zahlreiche Studien zeigen, dass sich bei der Verwendung von Ameisen-, Oxal- und Milchs\u00e4ure gem\u00e4ss den Empfehlungen von Agroscope der nat\u00fcrliche Gehalt an diesen S\u00e4uren im Honig nicht erh\u00f6ht. Schwefel ist seit 2013 ausschliesslich zum Abt\u00f6ten von Bienenv\u00f6lkern bei Seuchen zugelassen, und das Material wird anschliessend verbrannt. Fr\u00fcher wurde Schwefel auch zur Bek\u00e4mpfung eines Wachssch\u00e4dlings in den Wabenlagern verwendet.</p><p>Die Kontrolle der Lebensmittel ist eine kantonale Aufgabe. Dem Bundesrat ist nicht bekannt, ob unzul\u00e4ssige Mengen Ameisen-, Oxal- oder Milchs\u00e4ure oder Schwefel in Honigproben festgestellt wurden.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1431043200000)\/","SubmittedBy":"Guhl Bernhard","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1434672000000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"55","Category":null,"Modified":"\/Date(1690525202560)\/","SubmissionDate":"\/Date(1426636800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4917,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Landwirtschaft"}}