{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153286,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153286,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153286,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153286,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153286,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153286,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153286,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153286,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153286,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153286,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153286,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153286,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153286,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153286,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153286,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153286,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153286,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20153286,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"15.3286","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Waldpolitik 2020. Wie ernsthaft verfolgt der Bundesrat sein Ziel, das Holznutzungspotenzial auszusch\u00f6pfen?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Am 9. M\u00e4rz 2015 hat der St\u00e4nderat unter anderem aufgrund der Haltung des Bundesrates die finanzielle Beteiligung des Bundes an der Erstellung von Erschliessungen ausserhalb des Schutzwaldes abgelehnt.</p><p>1. Wo liegen die in der Debatte angef\u00fchrten 30 000 Kilometer Waldstrassen mit hohen Unterhaltskosten? Wie hoch ist das Holznutzungspotenzial in diesen vermeintlich erschlossenen Gebieten?</p><p>2. In welchem Ausmass geh\u00f6ren die erschlossenen und die unerschlossenen Gebiete ausserhalb des Schutzwaldes denselben Waldeigent\u00fcmern, sodass eine Einsparung durch R\u00fcckbau den unerschlossenen Gebieten zugef\u00fchrt werden k\u00f6nnte?</p><p>3. Wer finanziert heute den Unterhalt der bestehenden Waldstrassen in welchem Ausmass (eine detaillierte Darstellung nach Akteur und Ausmass wird erwartet)?</p><p>4. Mit welchen technischen Verfahren stellt sich der Bundesrat die Realisierung des Holznutzungspotenzials vor?</p><p>5. Gegner der Walderschliessung f\u00fchren Betriebsstatistiken als Argument an. In welchem Ausmass liegt das noch zu realisierende Holznutzungspotenzial in Gebieten mit solchen betrieblichen Strukturen? Wie viel davon ist Privatwald, der durchaus wirtschaftlich genutzt wird?</p><p>6. Welche und wie starke Auswirkungen hat der Verzicht auf die Realisierung der Hauptzielsetzung in der Waldpolitik (Nutzung des einheimischen Rohholzpotenzials) auf die \u00fcbrigen Zielsetzungen der Waldpolitik 2020? (Es wird eine Einsch\u00e4tzung zu jeder einzelnen anderen Zielsetzung erwartet.)</p><p>7. Ist er bereit, auf die Umsetzung der \u00fcbrigen Zielsetzungen der Waldpolitik 2020 ebenfalls zu verzichten, wenn die Hauptzielsetzung (Realisierung des einheimischen Holznutzungspotenzials) nicht erf\u00fcllt werden kann?</p><p>8. Welche Hinweise hat er, dass die Kantone ihren Beitrag zur Realisierung des Holznutzungspotenzials leisten k\u00f6nnen und wollen?</p><p>9. Teilt er die Auffassung dass seine Waldpolitik 2020 ein realit\u00e4tsfernes Lippenbekenntnis bei der Realisierung des Holznutzungspotenzials darstellt?</p><p>10. Welche negativen \u00f6kologischen Effekte hat der Verzicht auf die Realisierung des Holznutzungspotenzials im In- und Ausland (eine detaillierte Darstellung des Ausmasses wird erwartet)?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Die in der Debatte zur Erg\u00e4nzung des Waldgesetzes (14.046) im St\u00e4nderat genannten Zahlen stammen nicht aus der Verwaltung, und die genaue Herleitung ist dem Bundesrat nicht bekannt. Die Verwaltung ist dabei, die bestehenden Daten des Landesforstinventars diesbez\u00fcglich zusammen mit der Eidgen\u00f6ssischen Forschungsanstalt f\u00fcr Wald, Schnee und Landschaft (WSL) soweit m\u00f6glich auszuwerten. Aus \u00fcbergeordneter Sicht lassen sich allerdings keine pauschal g\u00fcltigen Aussagen zur H\u00f6he der Unterhaltskosten herleiten, da unter anderem die lokale Topografie, die Bodenbeschaffenheit und die Waldfunktionen zu ber\u00fccksichtigen sind, welche die erforderliche Erschliessungsdichte und die Unterhaltskosten stark beeinflussen. Die Daten des Landesforstinventars zeigen, dass das Holznutzungspotenzial in Gebieten mit einer hohen Erschliessungsdichte besser genutzt wird als in unzureichend erschlossenen Gebieten.</p><p>2. Das Landesforstinventar erhebt die Erschliessungsdichte im Generellen bez\u00fcglich Waldeigent\u00fcmerkategorien, nicht aber parzellenscharf f\u00fcr einzelne Waldeigent\u00fcmer. Aus nationaler Sicht kann die Frage daher nicht beantwortet werden.</p><p>3. Der Wegunterhalt ist grunds\u00e4tzlich Sache der Werkeigent\u00fcmer, welche grossmehrheitlich Waldeigent\u00fcmer sind. Sie finanzieren diesen vollst\u00e4ndig aus eigenen Mitteln; bei multifunktionalen Erschliessungen werden auch Kostenteiler eingesetzt. Gem\u00e4ss dem forstwirtschaftlichen Testbetriebsnetz betragen die durchschnittlichen Kosten f\u00fcr den Strassenunterhalt rund 11 Franken pro geerntetem Kubikmeter Holz.</p><p>4. Moderne und sichere Holzernteverfahren sind heute voll- respektive hochmechanisiert (Vollernter/Harvester, Forwarder). Im steilen Gel\u00e4nde (\u00fcber 40 Prozent Gef\u00e4lle) erfolgt die Holzernte mittels Seilkrannutzung, welche eine zeitgem\u00e4sse Basiserschliessung erfordert (insb. gen\u00fcgende Breite und Tragf\u00e4higkeit der Waldstrassen).</p><p>5. Bez\u00fcglich der ersten Frage in Ziffer 5 liegen auf nationaler Ebene keine Daten vor. Hingegen ist bekannt, dass ein Grossteil des Holznutzungspotenzials in den Voralpen liegt, in welchen der Anteil Privatwald mit durchschnittlich 50 Prozent deutlich h\u00f6her ist als in den \u00fcbrigen Regionen.</p><p>6. Der Bundesrat gedenkt nicht, auf die Nutzung des einheimischen Rohholzpotenzials zu verzichten. Auf Bundesebene wurden wichtige Massnahmen in diesem Bereich bereits umgesetzt (Aktionsplan Holz, Unterst\u00fctzung von Machbarkeitsstudien und Innovationsprojekten im Bereich der angewandten Forschung und Entwicklung, Marktstudien zum Absatz von Laubholz, Bereitstellung von fachlichen Entscheidgrundlagen usw.). Mit der Vorlage zur \u00c4nderung des Waldgesetzes (Waldpolitik 2020) beantragt der Bundesrat, diese Massnahmen fortzusetzen. Auch die Erschliessung des Waldnutzungspotenzials ist eine wichtige Massnahme. Im Bereich des Schutzwaldes unterst\u00fctzt der Bund diese Aufgabe. Der Erhalt und Ausbau von Erschliessungsanlagen ausserhalb des Schutzwaldes wurde im Rahmen des neuen Finanzausgleichs (NFA) den Kantonen zugeteilt.</p><p>Ein Verzicht auf die Holznutzung ausserhalb des Schutzwaldes steht somit nicht zur Diskussion. Er h\u00e4tte folgende Auswirkungen: reduzierter Beitrag zur Minderung des Klimawandels, verz\u00f6gerte Anpassung an den Klimawandel durch das Ausbleiben der Waldpflege, Verlust an Strukturvielfalt und lichten Waldbest\u00e4nden sowie R\u00fcckgang der wirtschaftlichen Leistungsf\u00e4higkeit der Waldwirtschaft durch Schliessungen von Forstbetrieben und eine Schw\u00e4chung der Baum- und Waldvitalit\u00e4t durch das Ausbleiben von Pflegemassnahmen.</p><p>7. Nein. Der Bundesrat m\u00f6chte alle gesetzten Ziele der Waldpolitik 2020 erreichen. Da etliche Ziele der Waldpolitik 2020 waldbauliche Massnahmen oder gezielte Pflegeeingriffe erfordern (siehe oben), bleibt die Aussch\u00f6pfung des Holznutzungspotenzials weiterhin ein priorit\u00e4res Ziel.</p><p>8. Die Kantone waren in die Erarbeitung der Waldpolitik 2020 einbezogen und tragen deren Zielsetzungen mit. Auf Anfrage der UREK hat sich die Konferenz der kantonalen Forstdirektorinnen und -direktoren klar f\u00fcr eine vermehrte F\u00f6rderung der Walderschliessung ausgesprochen und als Begr\u00fcndung auf die wichtige Bedeutung zur Sicherstellung der Holznutzung und der \u00fcbrigen Waldleistungen hingewiesen.</p><p>9. Nein. Wichtige Massnahmen des Bundes konnten in diesem Bereich bereits umgesetzt werden (Unterst\u00fctzung von Machbarkeitsstudien und Innovationsprojekten im Bereich der angewandten Forschung und Entwicklung, Marktstudien zum Absatz von Laubholz, Bereitstellung von fachlichen Entscheidgrundlagen usw.). Mit der Vorlage zur \u00c4nderung des Waldgesetzes, welche sich zurzeit in der parlamentarischen Beratung befindet, beantragt der Bundesrat, diese Massnahmen fortzusetzen.</p><p>10. Ein f\u00fcr den Bundesrat nicht zur Diskussion stehender Verzicht auf eine st\u00e4rkere Aussch\u00f6pfung des nachhaltigen Holznutzungspotenzials im Schweizer Wald w\u00fcrde einen Verzicht auf die Nutzung einer nachwachsenden und \u00f6kologisch hochwertigen Ressource darstellen. Baumaterial aus Holz aus dem Schweizer Wald w\u00fcrde durch andere, nichterneuerbare Materialien wie z. B. Beton, Stahl, Backsteine oder durch Holz aus weiter entfernten Regionen (z. B. Holz aus Nord-/Nordosteuropa; Tropenholz) ersetzt. Die \u00d6kobilanzen der Bauwerke sowie des \u00f6kologischen Fussabdruckes der Schweiz w\u00fcrden sich dadurch entsprechend verschlechtern. Wie unter Antwort 6 angesprochen, h\u00e4tte ein Verzicht auf die Holznutzung auch negative Effekte auf weitere von der Waldbewirtschaftung abh\u00e4ngige Waldleistungen. Aus diesen Gr\u00fcnden erachtet der Bund die Aussch\u00f6pfung des Holznutzungspotenzials als wichtig. Er f\u00f6rdert diese bereits heute mit mehreren Massnahmen und gedenkt, dies auch weiterhin im Rahmen der Umsetzung der Waldpolitik 2020 zu tun (siehe dazu Antworten 7 und 9).</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1431475200000)\/","SubmittedBy":"von Siebenthal Erich","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1434672000000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1690525027620)\/","SubmissionDate":"\/Date(1426723200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4917,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Landwirtschaft"}}