{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153411,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153411,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153411,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153411,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153411,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153411,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153411,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153411,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153411,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153411,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153411,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153411,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153411,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153411,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153411,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153411,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153411,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20153411,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"15.3411","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Sofortige Sistierung des Vertriebs von gef\u00e4hrlichen glyphosathaltigen Unkrautvertilgungsmitteln","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird aufgefordert, den Vertrieb von Glyphosat und glyphosathaltigen Produkten sofort zu sistieren und die Langzeitrisiken einer Exposition f\u00fcr Mensch, Tier und Umwelt umfassend abzukl\u00e4ren.</p>","ReasonText":"<p>Die Internationale Agentur f\u00fcr Krebsforschung (IARC) ist Teil der Weltgesundheitsorganisation. In der Fachzeitschrift \"The Lancet\" ver\u00f6ffentlichten IARC-Wissenschaftler am 20. M\u00e4rz 2015 eine Neubewertung von insgesamt vier Wirkstoffen, wobei Glyphosat als \"wahrscheinlich krebserregend f\u00fcr Menschen\" klassifiziert und in die zweih\u00f6chste von f\u00fcnf Kategorien gehoben wurde. Nach IARC-Einsch\u00e4tzung liefern Studien, die seit 2001 in den USA, Kanada und Schweden erschienen sind, Hinweise auf eine krebsausl\u00f6sende Wirkung beim Menschen und ausreichende Belege f\u00fcr eine Kanzerogenit\u00e4t im Tierversuch.</p><p>Glyphosat als Herbizid wird weltweit am meisten gespritzt und t\u00f6tet jede Pflanze ab. Auch in der Schweiz ist Glyphosat der meistverkaufte Wirkstoff und findet sich in \u00fcber 70 zugelassenen Herbizidprodukten. Die verkaufte Menge nimmt zu und wird auf rund 300 Tonnen Glyphosat j\u00e4hrlich gesch\u00e4tzt. Ausgebracht wird es im Ackerbau, in Obstanlagen, im professionellen wie privaten Gartenbau sowie auf den Gleisanlagen usw. Glyphosat oder N-(Phosphonomethyl)glycin wurde vom Schweizer Chemiker Henri Martin im Jahre 1950 erfunden. Die Substanz kam erstmals 1974 als Wirkstoff des Totalherbizids Roundup von Monsanto auf den Markt.</p><p>Bereits in den letzten Jahren haben sich Hinweise verdichtet, dass der Wirkstoff Glyphosat und weitere Zusatzstoffe sowie deren Abbauprodukte nicht nur f\u00fcr die Pflanzen und Umwelt (Grundwasservergiftung), sondern auch f\u00fcr Menschen und Tiere gef\u00e4hrlicher als bisher angenommen sind. Konkret stehen sie im Verdacht, das menschliche Hormonsystem bereits in winzigen Mengen zu beeinflussen und so bei Tieren und Menschen die Fortpflanzung und Embryonal- bzw. F\u00f6talentwicklung zu st\u00f6ren sowie bestimmte Krebserkrankungen zu beg\u00fcnstigen. Unser \u00d6kosystem ist sensibel, unsere Umwelt und somit auch unsere Gesundheit werden durch immer mehr chemische Stoffe belastet. Langzeitstudien fehlen in vielen F\u00e4llen. Es ist h\u00f6chste Zeit zu handeln.</p><p>In Deutschland und \u00d6sterreich wie auf EU-Ebene haben die Gr\u00fcnen ebensolche Forderungen nach einer Sistierung, einer umfassenden Langzeit-Risikoabkl\u00e4rung und einer Neubeurteilung des heiklen Wirkstoffes Glyphosat gestellt.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Glyphosat ist das in der Schweiz am meisten angewandte Herbizid. Es wird insbesondere f\u00fcr die Neuansaat von Wiesen, vor der Ansaat einer Kultur im Rahmen der bodenschonenden Verfahren, f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung von problematischen Unkr\u00e4utern in Brachen, f\u00fcr die Gleisanlagepflege sowie f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung von Unkr\u00e4uter im Obst- und Weinbau und in \u00f6ffentlichen Anlagen angewendet. Mit dem R\u00fcckzug von vielen Bodenherbiziden bleiben neben der mechanischen oder manuellen Bek\u00e4mpfung f\u00fcr gewisse Anwendungen keine Alternativen.</p><p>Dem Bundesrat ist bekannt, dass die internationale Agentur f\u00fcr Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im M\u00e4rz 2015 Glyphosat neu als \"wahrscheinlich krebserregend\" eingestuft hat. Dieser Entscheid wurde am 20. M\u00e4rz 2015 in \"The Lancet\" in Form eines kurzen Artikels publiziert. Dieser Artikel erlaubt es jedoch nicht, die Schlussfolgerungen des IARC objektiv und wissenschaftlich nachzuvollziehen. Der umfassende Bericht und die detaillierten Auswertungen, die zu dieser neuen Einstufung gef\u00fchrt haben, stehen noch nicht zur Verf\u00fcgung. Gem\u00e4ss diesem Artikel hat die IARC offensichtlich f\u00fcr ihre Beurteilung keine neuen toxikologischen Studien ausgewertet.</p><p>Glyphosat ist in der Schweiz und in Europa nicht als karzinogen eingestuft. Diese Beurteilung basiert auf den Schlussfolgerungen des f\u00fcr die gesundheitliche Bewertung national zust\u00e4ndigen Bundesamtes f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und Veterin\u00e4rwesen, internationaler Expertengremien wie der Europ\u00e4ischen Beh\u00f6rde f\u00fcr Lebensmittelsicherheit, aber auch dem gemeinsamen Expertengremium f\u00fcr Pestizidr\u00fcckst\u00e4nde von WHO und der Ern\u00e4hrungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, das f\u00fcr die Bewertung von Pflanzenschutzmitteln zust\u00e4ndig ist.</p><p>Im Rahmen der neusten, erst k\u00fcrzlich durchgef\u00fchrten \u00dcberpr\u00fcfung von Glyphosat in der EU wurde basierend auf der Neubewertung von fast 1000 Studien Glyphosat weder als krebserregend, reproduktionssch\u00e4digend noch als fruchtsch\u00e4digend beurteilt. Im Rahmen der Zulassungen wurden mehrere Studien \u00fcber die chronische Toxizit\u00e4t von Glyphosat bewertet. Die zul\u00e4ssigen H\u00f6chstkonzentrationen in Lebensmitteln befinden sich weit unter der zum Schutz der Gesundheit maximal akzeptablen Dosis, die gem\u00e4ss dieser Studien abgeleitet wurde.</p><p>Glyphosat erf\u00fcllt ebenfalls alle Anforderungen zum Schutz der Umwelt. Glyphosat ist weder f\u00fcr V\u00f6gel und S\u00e4ugetiere noch f\u00fcr Insekten sch\u00e4dlich. Auch f\u00fcr Gew\u00e4sserorganismen besteht nach heutigem Wissensstand bei sachgem\u00e4sser Anwendung kein unannehmbares Risiko. Dank der guten Bindung von Glyphosat und seinem Metaboliten Ampa im Boden, ist dieser Wirkstoff bez\u00fcglich Grundwasser als eher unproblematisch einzustufen. So belegen Monitoringdaten, dass die gesetzlichen Anforderungen erf\u00fcllt sind und keine negativen Effekte auf aquatische Tiere und Pflanzen und das Grundwasser zu erwarten sind.</p><p>Gest\u00fctzt auf die aktuellen toxikologischen Studien gibt es im Moment keinen Anlass, Glyphosat neu als karzinogen einzustufen. Sollten neue wissenschaftliche Informationen zeigen, dass eine neue Einstufung gerechtfertigt ist, werden die n\u00f6tigen Massnahmen zum Schutz des Menschen und der Umwelt getroffen. Im Rahmen der Erarbeitung des nationalen Aktionsplans zur Risikoreduktion und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln wird zudem gepr\u00fcft, wie die Risiken weiter reduziert werden k\u00f6nnen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1434672000000)\/","SubmittedBy":"Gr\u00fcne Fraktion","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1489622400000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690524182637)\/","SubmissionDate":"\/Date(1430784000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4918,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft|Gesundheit"}}