{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153452,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153452,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153452,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153452,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153452,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153452,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153452,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153452,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153452,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153452,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153452,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153452,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153452,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153452,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153452,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153452,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153452,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20153452,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"15.3452","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Die Gef\u00e4hrlichkeit von Glyphosat und die Bewilligungen zu dessen Verwendung \u00fcberpr\u00fcfen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird gebeten, Folgendes zu \u00fcberpr\u00fcfen:</p><p>1. seine Beurteilung der Gef\u00e4hrlichkeit von Glyphosat;</p><p>2. die f\u00fcr die Verwendung von Glyphosat erteilten Bewilligungen;</p><p>3. die Arbeit der Verwaltung in diesem Bereich.</p>","ReasonText":"<p>Am 20. M\u00e4rz 2015 hat die Internationale Agentur f\u00fcr Krebsforschung (IARC), eine Einrichtung der Weltgesundheitsorganisation, in der Zeitschrift \"Lancet Oncology\" eine Bewertung der Gef\u00e4hrlichkeit von f\u00fcnf Pestiziden ver\u00f6ffentlicht. Drei davon wurden in die Kategorie \"wahrscheinlich krebserzeugend\" eingeteilt - eine Kategorie, die gleich nach der Kategorie \"krebserzeugend\" kommt. Es handelt sich um Malathion und Diazinon, die bei einer Exposition zu einem erh\u00f6hten Risiko f\u00fchren, am Non-Hodgkin-Lymphom, einer Art Leuk\u00e4mie, zu erkranken. Die Exposition gegen\u00fcber Malathion, das vor allem in der Landwirtschaft eingesetzt wird, f\u00fchrt zudem zu einem erh\u00f6hten Prostatakrebsrisiko, Diazinon zu einem erh\u00f6hten Lungenkrebsrisiko.</p><p>Am beunruhigendsten ist die Einstufung von Glyphosat als \"wahrscheinlich krebserzeugend\". Glyphosat, auch unter dem Namen Roundup bekannt, wird nicht nur von Berufsleuten, sondern auch von Privatpersonen sehr h\u00e4ufig eingesetzt. Die IARC zeigt anhand einer umfassenden Studie, dass es gen\u00fcgend Beweise gibt, um Glyphosat als f\u00fcr Tiere krebserzeugend einzustufen und um zu best\u00e4tigen, dass die Substanz die DNA von menschlichen in-vitro-kultivierten Zellen besch\u00e4digt und beim Menschen zu einem erh\u00f6hten Risiko f\u00fchrt, am Non-Hodgkin-Lymphom zu erkranken. Zu diesem Ergebnis kommen Studien, in denen w\u00e4hrend der letzten f\u00fcnfzehn Jahre in Schweden, in den USA und in Kanada Menschen untersucht wurden, die bei ihrer Arbeit in der Landwirtschaft und im Gartenbau Glyphosat ausgesetzt sind.</p><p>Es w\u00e4re deshalb angebracht, dass der Bundesrat seine Bewertung der Gef\u00e4hrlichkeit von Glyphosat sowie die f\u00fcr die Verwendung von Glyphosat erteilten Bewilligungen \u00fcberdenkt.</p><p>Wie wir \u00fcbrigens bereits in unserer Interpellation 12.3764 vom 20. September 2012 festgehalten haben, haben Forscherinnen und Forscher unter der Leitung von Gilles-Eric S\u00e9ralini der Universit\u00e4t Caen gezeigt, dass sowohl die Einnahme von Roundup wie auch die Einnahme einer gentechnisch ver\u00e4nderten Maissorte bei Ratten zu einer erh\u00f6hten Sterblichkeit f\u00fchren. Sie haben zudem nichtlineare und geschlechterabh\u00e4ngige Auswirkungen auf das Hormonsystem festgestellt. Die Weibchen haben laut der Studie t\u00f6dliche Brusttumore entwickelt, und die M\u00e4nnchen haben unter Lebersch\u00e4den und Verdauungsproblemen gelitten sowie Nieren- und Hauttumore entwickelt. Unseres Wissens hat der Bundesrat jedoch nicht die Massnahmen ergriffen, die sich logischerweise aufgedr\u00e4ngt h\u00e4tten. Es stellt sich deshalb die Frage, ob die Verwaltung die Interessen der agrarchemischen Industrie st\u00e4rker gewichtet als die Sicherheit der Bev\u00f6lkerung und ob sie den Bundesrat angemessen informiert.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Glyphosat wird seit den Siebzigerjahren vermarktet. Es wurde in den letzten Jahren mehrmals durch verschiedene Beh\u00f6rden, nationale und internationale Expertengremien - z. B. die Europ\u00e4ische Beh\u00f6rde f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und das Joint Meeting on Pesticide Residues WHO/FAO - \u00fcberpr\u00fcft und nie als \"krebserregend\" bewertet. F\u00fcr diese Risikobeurteilungen wurden mehrere hundert Studien ber\u00fccksichtigt. Auch im Rahmen der neusten, erst k\u00fcrzlich durchgef\u00fchrten \u00dcberpr\u00fcfung von Glyphosat in der EU wurden - basierend auf der Neubewertung von fast tausend Studien - keine Gr\u00fcnde f\u00fcr eine Einstufung als krebserregend gefunden.</p><p>Dem Bundesrat ist bekannt, dass die internationale Agentur f\u00fcr Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im M\u00e4rz 2015 Glyphosat neu als \"wahrscheinlich krebserregend\" eingestuft hat. Dieser Entscheid wurde am 20. M\u00e4rz 2015 in \"The Lancet\" in Form eines kurzen Artikels publiziert. Dieser Artikel erlaubt es jedoch nicht, die Schlussfolgerungen des IARC objektiv und wissenschaftlich nachzuvollziehen. Der umfassende Bericht und die detaillierten Auswertungen, die zu dieser neuen Einstufung gef\u00fchrt haben, stehen noch nicht zur Verf\u00fcgung.</p><p>Gest\u00fctzt auf die aktuell zur Verf\u00fcgung stehenden toxikologischen Studien gibt es im Moment keinen Anlass, die Gef\u00e4hrlichkeit von Glyphosat zu \u00fcberpr\u00fcfen. Sobald der vollst\u00e4ndige Bericht der IARC vorliegt, wird er eingehend gepr\u00fcft werden. Sollten neue wissenschaftliche Informationen zeigen, dass eine neue Einstufung gerechtfertigt ist, werden die n\u00f6tigen Massnahmen f\u00fcr den Schutz des Menschen und der Umwelt getroffen und n\u00f6tigenfalls die Bewilligungen angepasst.</p><p>Im Rahmen der Erarbeitung des nationalen Aktionsplans zur Risikoreduktion und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln wird zudem gepr\u00fcft, wie die Risiken weiter reduziert werden k\u00f6nnen.</p><p>Die Beurteilung von Pflanzenschutzmitteln durch die zust\u00e4ndigen Schweizer Beh\u00f6rden erfolgt unabh\u00e4ngig und ausschliesslich nach international anerkannten, nachvollziehbaren wissenschaftlichen Kriterien. Die beurteilenden Beh\u00f6rden stehen in keinem Interessenskonflikt.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1434672000000)\/","SubmittedBy":"Gr\u00fcne Fraktion","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1489622400000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"36|55|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690524588540)\/","SubmissionDate":"\/Date(1430870400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4918,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wissenschaft und Forschung|Landwirtschaft|Gesundheit"}}