{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153525,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153525,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153525,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153525,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153525,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153525,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153525,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153525,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153525,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153525,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153525,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153525,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153525,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153525,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153525,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153525,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153525,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20153525,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"15.3525","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Masse statt Klasse? Fehlende Fachkr\u00e4fte, daf\u00fcr viele Psychologen, Ethnologen, Soziologen, Historiker, Kultur- und Kunstwissenschafter und dergleichen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Im Rahmen des Fachkr\u00e4ftemangels wurde schon mehrfach ge\u00e4ussert, dass die Hochschulen einerseits beispielsweise zu wenig Ingenieure, Mediziner, Informatiker und andere Natur- und Technikwissenschafter ausbilden, andererseits \u00fcberlaufen Studieng\u00e4nge in den Bereichen Sozial- und Geisteswissenschaften. Die Frage ist, wie der Inflation von diesen Studieng\u00e4ngen begegnet werden kann und die Hochschulen wieder f\u00fcr die Bed\u00fcrfnisse des Arbeitsmarktes Studienabg\u00e4nger hervorbringen k\u00f6nnen. Es muss uns k\u00fcmmern, was mit den Tausenden Studienabg\u00e4ngern beispielsweise in Psychologie, Ethnologie, Soziologie, Geschichte, Kultur- und Kunstwissenschaften passiert und ob \u00fcberhaupt eine Nachfrage nach solchen Akademikern in der Privatwirtschaft besteht. Es scheint auch aus Sicht der Studenten ungerecht zu sein, wenn Massen-Studieng\u00e4nge betrieben werden, welche sp\u00e4ter keine oder nur begrenzte Anstellungsm\u00f6glichkeiten bieten. Der Bundesrat wird diesbez\u00fcglich aufgefordert, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Ist es richtig, dass die meisten Absolventen der Sozial- und Geisteswissenschaften in staatlichen oder staatsnahen Institutionen eine Anstellung finden? Er wird gebeten, diesbez\u00fcgliche Zahlen zu liefern.</p><p>2. Welche konkreten Anstellungen gibt es f\u00fcr solche Absolventen in der Privatwirtschaft? Welcher Anteil dieser Absolventen findet in der Privatwirtschaft eine Anstellung?</p><p>3. In welchen Branchen und f\u00fcr welche T\u00e4tigkeiten werden Absolventen und Doktoren der Geistes- und Sozialwissenschaften sp\u00e4ter angestellt?</p><p>4. Wie hoch ist die Arbeitslosen- und Sozialhilfequote von Studienabg\u00e4ngern und Doktoren dieser Bereiche?</p><p>5. Kann er sich vorstellen, Massnahmen zu ergreifen, um \u00fcber den Schweizerischen Nationalfonds einen reduzierenden Einfluss auf die Anzahl Studierenden in diesen Bereichen geltend zu machen? Wenn nein, warum nicht?</p><p>6. Ist er bereit, im Rahmen der Hochschulkonferenz bei den Kantonen mit diesem Anliegen vorstellig zu werden? Wenn nein, warum nicht?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Gem\u00e4ss BFS war im Jahr 2013 ein Jahr nach Master-Abschluss mit 61 Prozent die Mehrheit der Absolventinnen und Absolventen der Sozial- und Geisteswissenschaften im \u00f6ffentlichen Dienst angestellt. Dies liegt \u00fcber dem Durchschnitt f\u00fcr alle Fachrichtungen (51 Prozent), deckt sich aber ungef\u00e4hr mit dem Anteil der exakten und Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftlern, die im \u00f6ffentlichen Dienst t\u00e4tig sind (60 Prozent).</p><p>2. Gem\u00e4ss BFS arbeiten 39 Prozent der Absolventinnen und Absolventen der Sozial- und Geisteswissenschaften ein Jahr nach Masterabschluss in der Privatwirtschaft. Die Studieng\u00e4nge an universit\u00e4ren Hochschulen vermitteln wissenschaftliches Grundwissen und Kompetenzen, die in sehr verschiedenen Bereichen und Branchen der Privatwirtschaft nachgefragt sind, wie z. B. im Bereich der Medien, des Marketings, der Kommunikation, in Banken oder in Verb\u00e4nden.</p><p>3. Gem\u00e4ss BFS arbeiten die Absolventinnen und Absolventen der Sozial- und Geisteswissenschaften ein Jahr nach Master-Abschluss haupts\u00e4chlich in folgenden Branchen: Erziehung und Unterricht (31 Prozent), Gesundheits- und Sozialwesen (14 Prozent), \u00f6ffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung (11 Prozent).</p><p>4. Gem\u00e4ss BFS waren 2013 f\u00fcnf Jahre nach Abschluss 2,8 Prozent der Absolventinnen und Absolventen der Geistes- und Sozialwissenschaften auf Master-Stufe und 0,5 Prozent auf Doktoratsstufe erwerbslos im Sinne der ILO-Definition. Auf der Master-Stufe liegt die Erwerbslosenquote damit leicht \u00fcber dem Durchschnitt aller Fachrichtungen (2,3 Prozent), auf der Doktoratsstufe liegt sie deutlich darunter (1,4 Prozent). Die Erwerbslosenquote f\u00fcr die Gesamtbev\u00f6lkerung in der Schweiz lag gem\u00e4ss ILO im Jahr 2013 mit 4,4 Prozent deutlich \u00fcber diesen Werten. Entsprechende Zahlen zur registrierten Arbeitslosigkeit gem\u00e4ss Seco sowie zum Sozialhilfebezug lassen sich nicht ermitteln, da die Fachrichtung des Hochschulabschlusses in der Arbeitsmarktstatistik des Seco und in der Sozialhilfestatistik des BFS nicht erfasst werden.</p><p>5. Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) f\u00f6rdert im Auftrag des Bundes die Forschung und den wissenschaftlichen Nachwuchs in allen Gebieten der Wissenschaft. Der SNF hat keinen Einfluss auf die Studienangebote und Studierendenzahlen an den Hochschulen. Die Anzahl Fakult\u00e4ten, Studienpl\u00e4tze und -angebote wird von den kantonalen Tr\u00e4gerschaften bzw. ihren Hochschulen im Rahmen ihrer Hochschulautonomie definiert.</p><p>6. Wie bereits dargelegt, bestehen zurzeit keine Anhaltspunkte, dass Absolventinnen und Absolventen der Sozial- und Geisteswissenschaften in unserem Land \u00fcber keine oder nur begrenzte Anstellungsm\u00f6glichkeiten verf\u00fcgen. Im Gegenteil: Die Erwerbslosenquote der Hochschulabg\u00e4ngerinnen und -abg\u00e4nger dieser Fachrichtungen ist tief, und es bestehen Anstellungsm\u00f6glichkeiten sowohl im \u00f6ffentlichen Dienst als auch in der Privatwirtschaft. Es besteht deshalb f\u00fcr den Bundesrat kein Anlass, dieses Thema in der Schweizerischen Hochschulkonferenz einzubringen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1440547200000)\/","SubmittedBy":"Fraktion der Schweizerischen Volkspartei","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1497571200000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"32|44","Category":null,"Modified":"\/Date(1690523802790)\/","SubmissionDate":"\/Date(1433721600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4919,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Bildung|Besch\u00e4ftigung und Arbeit"}}