{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153541,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153541,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153541,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153541,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153541,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153541,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153541,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153541,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153541,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153541,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153541,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153541,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153541,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153541,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153541,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153541,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153541,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20153541,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"15.3541","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"St\u00e4rkung des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorts Schweiz. Ersatz von Tierversuchen durch Alternativmethoden","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>In der Schweiz werden an \u00fcber 50 akademischen Forschungsstandorten im Rahmen von Projekten Tierversuche durchgef\u00fchrt. W\u00e4hrend der vergangenen Jahre wurden \u00fcber 100 Millionen Franken an Steuergeldern in den Bau von neuen Geb\u00e4uden oder in den Ausbau von Versuchsanlagen und Forschungszentren investiert. Die \u00f6ffentlichen Haushalte werden pro Jahr durchschnittlich mit mindestens 100 Millionen Franken f\u00fcr die Aufzucht, den Kauf und die Haltung von Labortieren sowie f\u00fcr deren Verwendung in Tierversuchen belastet. Der SNF gibt an, im Jahr 2013 insgesamt 651 Projekte mit Tierversuchen mit 117,5 Millionen Franken unterst\u00fctzt zu haben. Im Jahr 2014 hat der SNF 849 Millionen Franken (4 Prozent mehr als im Vorjahr) in 3469 Projekte im Bereich der Grundlagenforschung investiert. Davon entfielen fast 40 Prozent (etwa 313 Millionen Franken, 16 Prozent mehr als im Vorjahr) auf Projekte in den Fachbereichen Biologie und Medizin.</p><p>Zurzeit fliessen lediglich 0,4 Prozent der Subventionen in die Entwicklung und Umsetzung von tierversuchsfreien Verfahren, w\u00e4hrend 99,6 Prozent an Projekte gehen, in deren Rahmen Tierversuche durchgef\u00fchrt werden.</p><p>Alternativmethoden haben nachweislich wirtschaftliches und wissenschaftliches Potenzial. Im Vergleich zu Tierversuchen sind sie kosteng\u00fcnstiger, weniger zeitaufwendig und liefern zuverl\u00e4ssigere Resultate. Ich bitte den Bundesrat deshalb darzulegen:</p><p>1. wie er k\u00fcnftig das wirtschaftliche und wissenschaftliche Potenzial, das Alternativmethoden im Vergleich zu Tierversuchen haben, auf bessere Weise und in verst\u00e4rktem Mass nutzen will;</p><p>2. wie er den Anschluss an wichtige Wirtschaftsnationen wie Deutschland oder die USA, die Hunderte von Millionen in die Entwicklung und Anwendung von Alternativmethoden investieren, finden will;</p><p>3. wie er den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Schweiz durch die F\u00f6rderung von Verfahren ohne Tierversuche mittel- und langfristig st\u00e4rken will;</p><p>4. auf welche Weise er in F\u00e4llen, in denen Tierversuche notwendig sind, mehr Mittel sprechen will, damit weniger Tiere verwendet und deren Leiden gemindert werden.</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die Forschung an und mit Tieren unterliegt dem Tierschutzgesetz (TSchG, SR 455). Dieses fordert eine G\u00fcterabw\u00e4gung zwischen den Interessen des Tieres und des Menschen. Dabei bilden die Entwicklung, Anerkennung und Anwendung von Methoden, die Tierversuche ersetzen, mit weniger Versuchstieren auskommen oder eine geringere Belastung derselben zur Folge haben, eine zentrale Grundlage (sogenanntes 3R-Prinzip: replace, reduce, refine). Artikel\u00a022 des Tierschutzgesetzes verpflichtet den Bund, 3R-Forschung zu f\u00f6rdern.</p><p>Gest\u00fctzt darauf wurde 1987 die Stiftung Forschung 3R (SF3R) mit dem Auftrag, die Umsetzung des 3R-Prinzips zu f\u00f6rdern, gegr\u00fcndet.</p><p>Vor diesem Hintergrund k\u00f6nnen die Fragen wie folgt beantwortet werden:</p><p>1. Der Bundesrat hat am 1. Juli 2015 den Bericht \"Zukunft der Stiftung Forschung 3R und Alternativmethoden f\u00fcr Tierversuche - Bericht des Bundesrates in Erf\u00fcllung des Postulates der Kommission f\u00fcr Wissenschaft, Bildung und Kultur NR 12.3660 vom 17. August 2012\" verabschiedet. Darin werden verschiedene Massnahmen dargelegt, mit denen die 3R-Kompetenz in der Schweiz gest\u00e4rkt werden soll. Als zentrale Massnahmen sollen die Schaffung eines nationalen Kompetenzzentrums und die Durchf\u00fchrung eines nationalen Forschungsprogramms zwecks St\u00e4rkung der 3R-Methoden-Entwicklung gepr\u00fcft werden. Weiter soll gepr\u00fcft werden, wie die 3R-Thematik im Curriculum der Studierenden aller naturwissenschaftlichen und medizinischen Studienrichtungen besser verankert werden k\u00f6nnte.</p><p>2. Im Unterschied zu Deutschland, wo im europ\u00e4ischen Vergleich \u00fcberdurchschnittlich viel in die Projektf\u00f6rderung von Ersatzmethoden zu Tierversuchen investiert wird, setzt die Schweiz mit ihren geplanten Massnahmen st\u00e4rker auf strukturelle Verbesserungen der Methodenentwicklung, namentlich auch um die Potenziale zur \u00dcberf\u00fchrung von Projektergebnissen in einsatzreife Methoden systematisch nutzen zu k\u00f6nnen.</p><p>3. Mit der Umsetzung der vorgeschlagenen Massnahmen im 3R-Bereich beziehungsweise den mittelfristigen Anpassungen in der Forschungsf\u00f6rderungspraxis werden auch geeignete Alternativen zu Tierversuchen gef\u00f6rdert. Zu erwarten ist, dass dies einerseits zu kosteng\u00fcnstigeren, effizienteren Projekten, andererseits zu (daraus resultierenden) \u00f6konomisch interessanten Optionen (z. B. im Bereich der Diagnostik) f\u00fchren wird.</p><p>4. Im geltenden Tierschutzgesetz sind eine strenge Bewilligungspraxis f\u00fcr Tierversuche sowie die F\u00f6rderung und Unterst\u00fctzung von Methodenentwicklungen zum 3R-Prinzip verankert. Die bis heute erreichten Verbesserungen bei der Planung und Durchf\u00fchrung von Projekten mit Tierversuchen sind ein Resultat gemeinsamer Anstrengungen aller Beteiligten. Wie im obengenannten Bericht ausgef\u00fchrt, soll die Umsetzung des 3R-Prinzips auch auf der Ebene der Versuchsplanung weiter verbessert werden. So soll unter anderem der Informationsfluss zwischen den F\u00f6rderinstitutionen wie z. B. dem Schweizerischen Nationalfonds (wissenschaftliche Pr\u00fcfung der Tierversuchsvorhaben) und den Bewilligungsbeh\u00f6rden (Evaluation der Tierversuchsgesuche) namentlich betreffend die \"Eignung des methodischen Vorgehens\" der zu beurteilenden Forschungsvorhaben optimiert werden.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1440547200000)\/","SubmittedBy":"Chevalley Isabelle","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1443139200000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"36|52","Category":null,"Modified":"\/Date(1763108129127)\/","SubmissionDate":"\/Date(1433894400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4919,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wissenschaft und Forschung|Umwelt"}}