{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153619,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153619,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153619,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153619,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153619,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153619,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153619,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153619,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153619,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153619,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153619,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153619,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153619,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153619,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153619,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153619,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153619,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20153619,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"15.3619","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Tarife von Laboranalysen. Strebt der Bundesrat wirklich das beste Kosten-Nutzen-Verh\u00e4ltnis f\u00fcr Versicherte an?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Am 1. Januar 2015 hat das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit die Analysenliste angepasst und Tariferh\u00f6hungen vorgenommen, die insbesondere ambulante Laboranalysen betreffen. Es ist allgemein bekannt, dass die vom EDI im Jahr 2009 beschlossene Anpassung zu einer betr\u00e4chtlichen Tarifsenkung von ungef\u00e4hr 60 Prozent f\u00fcr sogenannte Routineanalysen gef\u00fchrt hat. Was aber besonders auff\u00e4llt, ist der erhebliche Preisunterschied zwischen den Analysen in einer Arztpraxis, die manchmal das Dreifache des festgesetzten Tarifs betragen, und jenen, die in einem akkreditierten Labor durchgef\u00fchrt werden, welches zudem strenge qualitative Auflagen zu erf\u00fcllen hat. Dieser Zustand ist bedenklich, gerade jetzt, wo Wirtschaftlichkeit, Zweckm\u00e4ssigkeit und Wirksamkeit hinsichtlich der Eind\u00e4mmung von Gesundheitskosten wichtiger denn je sein sollten.</p><p>Ich stelle dem Bundesrat deshalb folgende Fragen:</p><p>1. Welche objektiven Kriterien standen bei dieser neuen Tarifgestaltung im Vordergrund?</p><p>2. Wie rechtfertigt der Bundesrat derartige Unterschiede zwischen Analysen im Labor und Analysen in der Arztpraxis?</p><p>3. Wie hoch sind die gesamten Zusatzkosten, die sich f\u00fcr die obligatorische Krankenpflegeversicherung aus diesen Tarifunterschieden ergeben?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Nationalrat und St\u00e4nderat haben mit der Motion 12.3643, \"St\u00e4rkung der Hausarztmedizin\", den Bundesrat beauftragt, f\u00fcr eine angemessene Abgeltung der haus\u00e4rztlichen Leistungen, insbesondere durch \u00dcberpr\u00fcfung und gegebenenfalls Anpassung der Analysenliste sowie der Struktur des Tarmed, zu sorgen. In Umsetzung des Masterplans \"Hausarztmedizin und medizinische Grundversorgung\" werden seit dem 1. Januar 2015 insgesamt 33 schnelle Analysen in \u00e4rztlichen Praxislaboratorien h\u00f6her abgegolten. Diese 33 schnellen Analysen dienen den h\u00e4ufig gestellten Fragen in der medizinischen Grundversorgung und sind von hoher diagnostischer Aussagekraft, sodass der Arzt bzw. die \u00c4rztin unmittelbar, d. h. w\u00e4hrend der Konsultation (im Rahmen der sogenannten Pr\u00e4senzdiagnostik), wegweisende diagnostische oder therapeutische Entscheidungen treffen kann. Wenn die Analysen in einem Auftragslaboratorium ausgef\u00fchrt werden, liegt das Ergebnis in der Regel erst am n\u00e4chsten Tag vor. Das sofortige Vorliegen der Ergebnisse kann Folgekosten f\u00fcr die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) reduzieren und die Behandlung des Patienten bzw. der Patientin optimieren. Bei einem Normalbefund bleibt dem Patienten bzw. der Patientin eine erneute kurzfristige Konsultation in der Praxis erspart. Weiter k\u00f6nnen durch das sofortige Vorliegen der Ergebnisse therapeutische Massnahmen schneller eingeleitet respektive unn\u00f6tige Massnahmen vermieden werden.</p><p>Bei den Tarifen der schnellen Analysen des \u00e4rztlichen Praxislaboratoriums fallen keine weiteren Taxen oder Zuschl\u00e4ge an, w\u00e4hrenddessen bei den Analysen, die in Auftragslaboratorien durchgef\u00fchrt werden, zus\u00e4tzlich zum Tarif der Analysen eine Auftragstaxe von 24 Franken pro Auftrag verrechnet wird. Somit k\u00f6nnen bei einer kleinen Anzahl Analysen pro Auftrag die Analysen des \u00e4rztlichen Praxislaboratoriums insgesamt kosteng\u00fcnstiger als die Analysen des Auftragslaboratoriums sein.</p><p>Was die Anforderungen an die Qualit\u00e4t der Laboranalysen betrifft, h\u00e4lt der Bundesrat fest, dass die \u00e4rztlichen Praxislaboratorien wie alle medizinischen Laboratorien, die Analysen zulasten der OKP durchf\u00fchren, interne und externe Qualit\u00e4tskontrollen durchf\u00fchren m\u00fcssen (vgl. in diesem Zusammenhang auch die Antwort des Bundesrates auf die Interpellation Heim 13.3855, \"Qualit\u00e4tssicherung bei Analysen medizinischer Laboratorien\", vom 26. September 2013).</p><p>2. Die h\u00f6here Tarifierung der schnellen Analysen f\u00fcr das Praxislaboratorium gegen\u00fcber dem Auftragslaboratorium wird durch unterschiedliche Produktionsbedingungen und Kostenstrukturen begr\u00fcndet. Im Auftragslaboratorium werden typischerweise grosse Serienl\u00e4ngen von Laboranalysen auf komplexen Laborger\u00e4ten durchgef\u00fchrt. Diese bedingen einerseits hohe Investitionen, jedoch kann die einzelne Analyse aufgrund der grossen Serienl\u00e4nge mit geringeren Produktionskosten erstellt werden. Bei der Pr\u00e4senzdiagnostik im \u00e4rztlichen Praxislaboratorium liegen keine grossen Serienl\u00e4ngen vor. Die Investitionen f\u00fcr die Laborger\u00e4te sind zwar kleiner als im Auftragslaboratorium, das Erstellen der Analysen ist jedoch mit einem h\u00f6heren Aufwand an Arbeitszeit und Reagenzien verbunden, was zu h\u00f6heren Produktionskosten f\u00fcr die einzelne Analyse f\u00fchrt.</p><p>3. Ein direkter Kostenvergleich zwischen Auftragslaboratorium und \u00e4rztlichem Praxislaboratorium ist schwierig durchzuf\u00fchren, weil neben dem unterschiedlichen Tarif der einzelnen Analysen auch ber\u00fccksichtigt werden muss, dass die Auftragstaxe von 24 Franken pro Auftrag und Tag nur vom Auftragslaboratorium verrechnet werden darf. Gekl\u00e4rt ist indessen, dass die Einf\u00fchrung des Kapitels \"Schnelle Analysen\" in der Analysenliste zu einer Mehrbelastung der OKP von j\u00e4hrlich rund 35 Millionen Franken f\u00fchrt.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1441152000000)\/","SubmittedBy":"Parmelin Guy","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1456963200000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690522991980)\/","SubmissionDate":"\/Date(1434585600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4919,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}