{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153639,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153639,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153639,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153639,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153639,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153639,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153639,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153639,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153639,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153639,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153639,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153639,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153639,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153639,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153639,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153639,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153639,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20153639,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"15.3639","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Abschaffung des Z\u00fcchtigungsrechts","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Gesetzgebung ist dahingehend anzupassen, dass das Z\u00fcchtigungsrecht der Eltern gegen\u00fcber ihren Kindern abgeschafft wird.</p>","ReasonText":"<p>K\u00f6rperliche Z\u00fcchtigung taugt nicht als Erziehungsmittel und lehrt das Kind nicht, mit schwierigen Situationen konstruktiv und l\u00f6sungsorientiert umzugehen. Im Gegenteil wird dieses angelernte Muster als L\u00f6sungsstrategie oft gegen\u00fcber gleichaltrigen Kindern oder sp\u00e4ter als Erwachsener gegen\u00fcber Kindern selber verwendet, wodurch Gewalt statt konstruktive Konfliktl\u00f6sung gelehrt wird. Ebenso wenig tr\u00e4gt die k\u00f6rperliche Z\u00fcchtigung zum Selbstwert und zu einer gesunden Entwicklung des Kindes bei, im Gegenteil, sie behindert diese oft. Die Anzahl an Misshandlungen hat zugenommen. Eine grunds\u00e4tzliche Abschaffung des Z\u00fcchtigungsrechts setzt ganz klare Grenzen und sch\u00fctzt das Kind.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat ist der klaren \u00dcberzeugung, dass ein Z\u00fcchtigungsrecht der Eltern mit dem Kindeswohl heute nicht mehr vereinbar ist.</p><p>Bis zum Inkrafttreten des neuen Kindesrechts im Jahr 1978 waren die Eltern aufgrund von Artikel\u00a0278 des Zivilgesetzbuches (ZGB) befugt, \"die zur Erziehung der Kinder n\u00f6tigen Z\u00fcchtigungsmittel anzuwenden\". Das neue Kindesrecht hob diese Bestimmung auf. Somit enth\u00e4lt das geltende ZGB zwar kein ausdr\u00fcckliches Z\u00fcchtigungsverbot, es entspricht aber der heutigen Auffassung, dass ein Z\u00fcchtigungsrecht der Eltern mit dem Wohl des Kindes nicht zu vereinbaren ist. Eine gesetzliche Bestimmung, die diesen Grundsatz im ZGB ausdr\u00fccklich festh\u00e4lt, erscheint angesichts dieser Rechtslage nicht notwendig. Auch im Strafrecht bedarf es keiner \u00c4nderung: Seit 1990 sind wiederholt begangene T\u00e4tlichkeiten gegen\u00fcber Schutzbefohlenen, namentlich Kindern, von Amtes wegen zu verfolgen. F\u00fcr vors\u00e4tzliche K\u00f6rperverletzungen gilt die Verfolgung von Amtes wegen ohnehin. Diese Regelung gibt keinen Anspruch auf einmalige k\u00f6rperliche Z\u00fcchtigung, tr\u00e4gt aber dem Umstand Rechnung, dass jedes Strafverfahren innerhalb der Familie zu einer Belastung des Familienfriedens f\u00fchrt, was letztlich auch dem Kindeswohl abtr\u00e4glich sein kann. Deshalb verm\u00f6gen nach Auffassung des Bundesrates ein gut ausgebautes Kinder- und Jugendhilfesystem sowie aktive Sensibilisierungsmassnahmen, die auf eine \u00c4nderung der Einstellung und damit des Verhaltens der betroffenen Personen zielen, weitaus mehr zu erreichen als ein ausdr\u00fcckliches gesetzliches Z\u00fcchtigungsverbot.</p><p>Im \u00dcbrigen hatte der Bundesrat in den vergangenen Jahren bereits mehrmals Gelegenheit, zu entsprechenden parlamentarischen Vorst\u00f6ssen Stellung zu nehmen (Motion Feri Yvonne 13.3156, \"Gewaltfreie Erziehung\"; Anfrage Fehr Jacqueline 13.1022, \"Gewalt in der Erziehung. Wie stoppen?\"; Interpellation Fehr Jacqueline 11.3528, \"K\u00f6rperliche Z\u00fcchtigung im Namen Gottes?\"). Das Parlament ist den Antr\u00e4gen des Bundesrates auf Ablehnung der erw\u00e4hnten Vorst\u00f6sse stets gefolgt.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1439942400000)\/","SubmittedBy":"Gallad\u00e9 Chantal","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1493769600000)\/","ResponsibleDepartment":5,"ResponsibleDepartmentName":"Justiz- und Polizeidepartement","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EJPD","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|1211","Category":null,"Modified":"\/Date(1690523723257)\/","SubmissionDate":"\/Date(1434585600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4919,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Zivilrecht"}}