{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153845,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153845,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153845,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153845,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153845,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153845,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153845,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153845,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153845,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153845,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153845,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153845,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153845,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153845,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153845,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153845,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153845,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20153845,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"15.3845","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Den Mangel an Impfstoffen beheben","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Europaweit herrscht ein Mangel an Kombinationsimpfstoffen f\u00fcr empfohlene Basisimpfungen von Kindern (Pentavac, DTPa-IPV und Tetravac). Das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit empfiehlt, vor\u00fcbergehend den Impfstoff Infanrix hexa zu benutzen. Schuld an der Knappheit der Impfstoffe seien die steigende Nachfrage sowie die hohen Anforderungen der Qualit\u00e4tskontrollen. Fehlende Impfstoffe f\u00fcr S\u00e4uglinge sind nicht nur ein Problem des Medikamentenmarktes, sondern auch ein Problem der \u00f6ffentlichen Gesundheit. Das Impfen bleibt das wirksamste Mittel, um sich und andere gegen Krankheiten zu sch\u00fctzen. In der Schweiz lassen sich 95 Prozent der Bev\u00f6lkerung gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten impfen. Der Staat ist daf\u00fcr zust\u00e4ndig, dass die gesamte Bev\u00f6lkerung Zugang zu den richtigen Impfstoffen hat. Demzufolge wird der Bundesrat gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Was unternimmt er gegen diesen Mangel, und wie kann dieser nachhaltig behoben werden?</p><p>2. Gibt es gen\u00fcgend Impfstoffe, um den aktuellen sowie m\u00f6gliche weitere M\u00e4ngel zu \u00fcberbr\u00fccken?</p><p>3. Droht beim Impfstoff Infanrix hexa ebenfalls ein Engpass? </p><p>4. Der Impfstoff Infanrix hexa beinhaltet die Impfung gegen Hepatitis B, die in der Regel und sp\u00e4testens bei Jugendlichen im Alter von 11 bis 15 Jahren (vor den ersten sexuellen Kontakten) empfohlen wird. Kann diese Impfung bei S\u00e4uglingen einen negativen Einfluss auf ihre Gesundheit haben?</p><p>5. Welchen Einfluss hat der Verkauf der Abteilung \"Impfung\" von Novartis an Glaxo Smith Kline Anfang dieses Jahres auf die Produktionskapazit\u00e4t bei Impfstoffen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Die Mittel, \u00fcber die der Bundesrat verf\u00fcgt, um eine Versorgung zu gew\u00e4hrleisten, schliessen gem\u00e4ss Bundesgesetz \u00fcber die wirtschaftliche Landesversorgung (SR 531) die Lagerpflicht f\u00fcr Firmen ein: Derzeit werden die n\u00f6tigen Schritte unternommen, damit diese Pflicht auch f\u00fcr die gem\u00e4ss Schweizerischem Impfplan erforderlichen Impfstoffe gilt. Die entsprechende Verordnung wird derzeit revidiert und sollte im Herbst 2016 in Kraft treten. Die Massnahme stellt die nachhaltigste L\u00f6sung f\u00fcr diese Problematik dar. Allerdings brauchen die Firmen eine gewisse Zeit, um ihre Lager aufzubauen, da es mindestens ein Jahr braucht, bis ein Impfstoff hergestellt ist.</p><p>Ein weiteres Mittel, das k\u00fcrzlich vom Bundesrat genehmigt wurde, ist die Gr\u00fcndung einer Meldestelle f\u00fcr lebenswichtige Humanarzneimittel und die Verpflichtung der Firmen zur Meldung aller Versorgungsengp\u00e4sse oder Lieferunterbr\u00fcche. Die entsprechende Verordnung (SR 531.215.32) ist am 1. Oktober 2015 in Kraft getreten und gilt explizit auch f\u00fcr Impfstoffe. Dieses Fr\u00fchinformationssystem erm\u00f6glicht gegebenenfalls, m\u00f6glichst rasch Massnahmen zu treffen, z. B. das befristete Inverkehrbringen von identischen Pr\u00e4paraten in ausl\u00e4ndischer Aufmachung durch die Zulassungsinhaberin. Weiter ist momentan aufgrund des Postulates Heim 12.3426, \"Sicherheit in der Medikamentenversorgung\", eine Analyse zur Sicherheit in der Medikamentenversorgung in Erarbeitung. Der Bundesrat wird den Bericht Anfang 2016 verabschieden.</p><p>2. Momentan gibt es gen\u00fcgend Impfstoffe, damit alle im Schweizerischen Impfplan empfohlenen Impfungen vorgenommen werden k\u00f6nnen. Siehe dazu auch die Antwort bei Ziffer 3.</p><p>3. Gem\u00e4ss Angaben der Impfstoffhersteller sind einige Kombinationsimpfstoffe f\u00fcr S\u00e4uglinge sehr wahrscheinlich nicht vor 2016 wieder erh\u00e4ltlich. Als einzige Alternative f\u00fcr S\u00e4uglinge steht momentan Infanrix Hexa zur Verf\u00fcgung. Es ist jedoch nicht auszuschliessen, dass es auch f\u00fcr diesen Impfstoff zu kurzen Lieferunterbr\u00fcchen kommen kann, bis die anderen Kombinationsimpfstoffe wieder verf\u00fcgbar sind. Ein Lieferunterbruch bedeutet aber nicht, dass keine Impfstoffdosen mehr vorhanden sind zur Verabreichung bei S\u00e4uglingen, da P\u00e4diater, Spit\u00e4ler und Apotheken meistens auch noch \u00fcber eigene Vorr\u00e4te verf\u00fcgen.</p><p>4. S\u00e4uglinge werden durch diesen Impfstoff nicht nur gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Poliomyelitis und Meningitis wegen Haemophilus influenzae (Hib) gesch\u00fctzt, sondern auch gegen Hepatitis B. Infanrix Hexa ist von Swissmedic zur Verabreichung an S\u00e4uglinge in der Schweiz zugelassen, und gem\u00e4ss Schweizerischem Impfplan ist die Impfung von S\u00e4uglingen gegen Hepatitis B mit Kombinationsimpfstoffen, wie z. B. Infanrix Hexa, auch m\u00f6glich. Die Tatsache, dass dem f\u00fcnffachen Kombinationsimpfstoff noch die Komponente gegen Hepatitis B hinzugef\u00fcgt wurde, \u00e4ndert nichts an dessen Vertr\u00e4glichkeit f\u00fcr S\u00e4uglinge. Aktuell sind etwa 40 Prozent der S\u00e4uglinge in der Schweiz gegen Hepatitis B geimpft worden und somit bereits gesch\u00fctzt. Sie ben\u00f6tigen als Jugendliche keine weitere Impfung mehr gegen Hepatitis B.</p><p>5. Der Bundesrat kann diese Frage nicht direkt beantworten, da er \u00fcber keine Einsicht in die Gesch\u00e4ftsangelegenheiten von Firmen, die Impfstoffe herstellen, verf\u00fcgt. Versorgungsschwierigkeiten f\u00fcr Impfstoffe nehmen jedoch weltweit zu, nicht nur in der Schweiz. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind vielf\u00e4ltig, haben aber meistens mit den hohen Anforderungen an die Qualit\u00e4t zu tun. Da die Produktion und Pr\u00fcfung von neuen Chargen von Kombinationsimpfstoffen f\u00fcr S\u00e4uglinge mehr als 18 Monate dauert, ergeben sich bei Produktionsproblemen respektive ungen\u00fcgender Qualit\u00e4t zwangsl\u00e4ufig Lieferverz\u00f6gerungen. Zudem \u00fcbertrifft die rasch ansteigende weltweite Nachfrage nach diesen Kombinationsimpfstoffen die aktuellen Produktionskapazit\u00e4ten. Die in der Schweiz f\u00fcr die empfohlenen Basisimpfungen f\u00fcr S\u00e4uglinge vermarkteten Kombinationsimpfstoffe geh\u00f6ren nicht zu den Produkten, welche Glaxo Smith Kline von Novartis \u00fcbernommen hat.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1449187200000)\/","SubmittedBy":"Schmid-Federer Barbara","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1450396800000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690523229767)\/","SubmissionDate":"\/Date(1442275200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4920,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}