{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153860,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153860,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153860,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153860,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153860,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153860,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153860,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153860,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153860,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153860,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153860,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153860,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153860,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153860,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153860,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153860,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20153860,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20153860,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"15.3860","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Importverbot f\u00fcr lebende Hummer zu Speisezwecken","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, ein Importverbot f\u00fcr die Einfuhr lebender Panzerkrebse (Hummer, Langusten, Krabben) zu Speisezwecken zu erlassen.</p>","ReasonText":"<p>Jedes Jahr werden an die 130 000 lebende Hummer zu Speisezwecken in die Schweiz eingef\u00fchrt. Aufrecht gestapelt wie Weinflaschen in einem Karton, die Scheren mit Gummib\u00e4ndern gefesselt und die F\u00fchler beim unsanften Transport oft abgebrochen, haben sie bereits ein monatelanges Martyrium hinter sich, wenn sie unser Land erreichen. Die einzelg\u00e4ngerischen Meerestiere - die gem\u00e4ss aktuellem Wissensstand \u00fcber ein komplexes Nervensystem verf\u00fcgen und schmerzempfindlich sind - werden schon Monate vor dem Konsum gefangen und anschliessend zu Tausenden, ohne Futter und Wasser, in K\u00fchlhallen zwischengelagert. Sie leiden monatelang in beengter Haltung ohne R\u00fcckzugs- und Bewegungsm\u00f6glichkeit. Am Ende steht hierzulande dann der qualvolle Tod im kochenden Wasser.</p><p>Die Vereinigung Schweizer Kantonstier\u00e4rztinnen und Kantonstier\u00e4rzte (VSKT) zeigt mit einer k\u00fcrzlich erarbeiteten Studie zu Fang, Transport, Haltung und T\u00f6tung der Hummer zu Speisezwecken auf, dass der Umgang mit den Tieren gleich mehrfach gegen geltendes Recht verst\u00f6sst: Den Tieren werden Schmerzen und k\u00f6rperliche Sch\u00e4den zugef\u00fcgt (Art. 4 TSchG), sie werden nicht tiergerecht gehalten (Art. 3, 4, 7 TSchV), es findet kein tiergerechter Transport statt (Art. 15 TSchG), der Umgang mit den Tieren wird nicht auf das unerl\u00e4ssliche Mass beschr\u00e4nkt (Art. 99 TSchV), die T\u00f6tung erfolgt gew\u00f6hnlich auf qualvolle Art (Art. 16 TSchV), und die Ausbildung der mit den Tieren betrauten Personen ist nicht gew\u00e4hrleistet (Art. 97 TSchV). Der Detailh\u00e4ndler Coop lebt vor, dass der Handel mit Hummer nicht auf den Import lebender Tiere angewiesen ist. Die von Coop gehandelten Tiere werden unmittelbar nach dem Fang elektrisch bet\u00e4ubt und get\u00f6tet und anschliessend frisch tiefgek\u00fchlt importiert. Es bestehen weder lebensmittelhygienische noch geschmackliche Gr\u00fcnde, die die Einfuhr lebender Hummer notwendig machen. Im Gegenteil: Nur die Tiefk\u00fchlung garantiert einen einwandfreien hygienischen Zustand des Fleisches.</p><p>Aus diesen Gr\u00fcnden ist es h\u00f6chste Zeit, dass der Bund handelt und dem Import von lebenden Hummern zu Speisezwecken einen Riegel schiebt.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Import und der Verkauf von lebenden Hummern zu Speisezwecken sind aus Tierschutzsicht problematisch. Nach dem Tierschutzgesetz d\u00fcrfen Tieren namentlich nicht ungerechtfertigt Schmerzen, Leiden oder Sch\u00e4den zugef\u00fcgt werden (Art. 4 Abs. 2 TSchG; SR 455). Es soll deshalb gepr\u00fcft werden, wie die Anforderungen an den Transport und an die Haltungsbedingungen beim Verkauf von lebenden Hummern erh\u00f6ht werden k\u00f6nnen. Im Rahmen einer f\u00fcr 2016 geplanten Revision der Ausf\u00fchrungsbestimmungen zum Tierschutzgesetz sollen unter anderem folgende \u00c4nderungen, die zu einer wirksamen Verbesserung der Lebensbedingungen von Hummern f\u00fchren w\u00fcrden, zur Diskussion gestellt werden:</p><p>- Nach geltendem Recht ist der Lebendtransport von Fischen auf Eis oder in Eiswasser verboten (Art. 23 Abs. 1 Bst. d TSchG; SR 455.1). Dieses Verbot k\u00f6nnte auf Panzerkrebse (Hummer, Langusten, Krabben) ausgedehnt werden.</p><p>- Die Haltung von lebenden Hummern ausserhalb von Salzwasser k\u00f6nnte verboten werden.</p><p>- Lebende Hummer werden heute in der Regel ohne vorhergehende Bet\u00e4ubung im kochenden Wasser get\u00f6tet. Diese problematische T\u00f6tungsmethode k\u00f6nnte ausdr\u00fccklich verboten werden. Heute existieren tiergerechtere Bet\u00e4ubungs- und T\u00f6tungsmethoden.</p><p>Ein Importverbot hingegen d\u00fcrfte nicht mit dem bilateralen Veterin\u00e4rabkommen mit der EU (Angang 11 des Abkommens \u00fcber den Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen; SR 0.916.026.81) vereinbar sein. Schliesslich ist zu beachten, dass aus handelsrechtlicher Sicht (WTO und Freihandelsabkommen) an ein Importverbot hohe Anforderungen gestellt werden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1448409600000)\/","SubmittedBy":"Graf Maya","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1497484800000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|52","Category":null,"Modified":"\/Date(1690524024530)\/","SubmissionDate":"\/Date(1442361600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4920,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Umwelt"}}