{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20154125,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20154125,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20154125,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20154125,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20154125,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20154125,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20154125,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20154125,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20154125,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20154125,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20154125,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20154125,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20154125,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20154125,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20154125,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20154125,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20154125,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20154125,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"15.4125","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Palm\u00f6limporte. Auswirkungen auf die Versorgung mit gesunden pflanzlichen Fetts\u00e4uren","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der starke Franken und die tiefen Weltmarktpreise setzen den \u00d6lsaaten-Sektor bereits heute enorm unter Druck. Je nach Verhandlungsresultat bei Freihandelsabkommen (FHA) mit palm\u00f6lproduzierenden L\u00e4ndern wird das Holl-Raps\u00f6l (high oleic, low linolenic) durch Palm\u00f6l verdr\u00e4ngt, und der Preisdruck wird zu einer Ver\u00e4nderung der Fetts\u00e4urenzusammensetzung in der Ern\u00e4hrung f\u00fchren. </p><p>1. Kann und will der Bund gew\u00e4hrleisten, dass bei einem FHA mit palm\u00f6lproduzierenden L\u00e4ndern die Wertsch\u00f6pfungskette Raps l\u00e4ngerfristig aufrechterhalten wird und von der gemeinsam erreichten Innovation \"Holl-Raps\" profitieren werden kann?</p><p>2. Wie beurteilt der Bundesrat den Einfluss auf die Gesundheit der Schweizer Bev\u00f6lkerung, wenn Holl-Raps\u00f6l vollst\u00e4ndig durch Palm\u00f6l ersetzt w\u00fcrde? Inwiefern gedenkt er die Entwicklung zu verfolgen und negativen Auswirkungen zu begegnen? </p><p>3. Wie soll die Versorgung von Omega-3-Fetts\u00e4uren in der Schweiz in Zukunft gew\u00e4hrleistet werden?</p><p>4. Aufgrund seiner sch\u00e4dlichen Wirkung auf Umwelt und Gesundheit wird Palm\u00f6l insbesondere dort das Raps\u00f6l verdr\u00e4ngen, wo die Konsumentinnen und Konsumenten nicht wissen, welches \u00d6l verwendet wird, wie etwa in der Gastronomie, am Take-away, in Backwaren und anderen verarbeiteten Lebensmitteln. Wie steht der Bundesrat zu dieser T\u00e4uschungsgefahr, und was gedenkt er dagegen zu tun?</p>","ReasonText":"<p>Raps ist mit rund 80 000 Tonnen pro Jahr eine wirtschaftlich wichtige Kultur f\u00fcr die Wertsch\u00f6pfungskette \u00d6lsaaten, von den Produzenten \u00fcber die Sammelstellen bis zu den \u00d6lm\u00fchlen. Die Z\u00fcchtung von Holl-Raps erm\u00f6glichte die Erschliessung von Marktsegmenten in der Gastronomie und der Lebensmittelindustrie und macht heute rund 20 000 Tonnen bzw. 25 Prozent der Schweizer Produktion aus. Die Entwicklung von Holl-Raps wurde vom Bund unterst\u00fctzt und wird allseits als Erfolg gewertet: Alle Beteiligten entlang der Wertsch\u00f6pfungskette profitieren von dieser Innovation. Bei FHA mit palm\u00f6lproduzierenden L\u00e4ndern droht die Rapsproduktion deutlich zur\u00fcckzugehen.</p><p>Gesundheitlich leistet Raps\u00f6l, das rund 25 Prozent des in der Schweiz verwendeten Pflanzen\u00f6ls ausmacht, einen grossen Beitrag an die Versorgung mit gesunden unges\u00e4ttigten Fetts\u00e4uren. Sowohl das konventionelle wie auch das Holl-Raps\u00f6l enthalten nur rund 7 Prozent ges\u00e4ttigte Fetts\u00e4uren, Palm\u00f6l hingegen fast 50 Prozent. Zudem ist Raps\u00f6l die einzige bedeutende einheimische Quelle f\u00fcr Omega-3-Fetts\u00e4uren und wird deshalb vom BLV empfohlen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. In einem von der Kommission f\u00fcr Technologie und Innovation (KTI) unterst\u00fctzten, international ausgelegten Projekt wurde in den Jahren 2004 bis 2008 eine neue Rapssorte mit mehr \u00d6l- und weniger Linolens\u00e4ure (Holl: high oleic, low linolenic) entwickelt. Nach der erfolgreichen Positionierung von Raps\u00f6l in der kalten K\u00fcche konnten mit Holl-Raps\u00f6l Marktanteile in der warmen K\u00fcche hinzugewonnen werden.</p><p>Die Verhandlungen \u00fcber Freihandelsabkommen verlaufen im Rahmen des vom Bundesrat erteilten Mandats, zu welchem die Aussenpolitischen Kommissionen (APK) konsultiert wurden. Der Bundesrat ist sich bewusst, dass der Wettbewerbsdruck auf Raps\u00f6l in Abh\u00e4ngigkeit der Konzessionen an palm\u00f6lproduzierende Handelspartner der Schweiz steigen k\u00f6nnte. Die m\u00f6glichen Konzessionen der Schweiz tragen deshalb den allf\u00e4lligen Folgen f\u00fcr den Binnenmarkt Rechnung und sind mit der Agrarpolitik kompatibel. In Kenntnis der unterschiedlichen Sensibilit\u00e4ten legt der Bundesrat den Verhandlungen das gesamtwirtschaftliche Interesse zugrunde.</p><p>2./3. Holl-Raps\u00f6l wird vorwiegend f\u00fcr die warme K\u00fcche (zum Erhitzen) empfohlen, da sein Gehalt an Omega-3-Fetts\u00e4uren, welche nicht hitzestabil sind, tiefer ist als jener in herk\u00f6mmlichem Raps\u00f6l. F\u00fcr die kalte K\u00fcche empfehlen die Schweizerische Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung (SGE) und das Bundesamt f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und Veterin\u00e4rwesen (BLV) die Verwendung von kaltgepresstem oder raffiniertem Raps\u00f6l. Neben der empfohlenen Menge von 10 bis 15 Gramm Raps\u00f6l pro Tag sind auch der t\u00e4gliche Konsum von N\u00fcssen, vor allem Baumn\u00fcssen, sowie der regelm\u00e4ssige Verzehr von fettreichem Fisch n\u00f6tig, um eine ausreichende Zufuhr von Omega-3-Fetts\u00e4uren zu erreichen. Holl-Raps\u00f6l spielt im Vergleich zu diesen Lebensmitteln bei der Versorgung mit Omega-3-Fetts\u00e4uren eine weniger wichtige Rolle, da der Omega-3-Fetts\u00e4uregehalt geringer ist.</p><p>Solange die Konsumentinnen und Konsumenten beim Einkaufen die Wahl haben und die Empfehlungen der Schweizer Lebensmittelpyramide ber\u00fccksichtigen, erwartet der Bundesrat im Fall von einem teilweisen Ersatz von Holl-Raps\u00f6l durch Palm\u00f6l keinen negativen Einfluss auf die Gesundheit der Bev\u00f6lkerung.</p><p>4. Bei der Verwendung von Pflanzen\u00f6l und -fett muss die genaue Bezeichnung der pflanzlichen Herkunft angegeben werden. F\u00fcr offen angebotene Lebensmittel oder Angebote in Verpflegungsbetrieben gelten betreffend die Informationen \u00fcber die Zusammensetzung dieselben Anforderungen wie an vorverpackte Lebensmittel. Diese Informationen unterliegen aber nicht zwingend einer Schriftlichkeit, sondern k\u00f6nnen auch m\u00fcndlich erfolgen. Auf Nachfrage der Konsumentinnen und Konsumenten muss der Anbieter also entsprechend Auskunft geben. Der Bundesrat sieht diesbez\u00fcglich keine T\u00e4uschungsgefahr und somit auch keinen Handlungsbedarf.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1455667200000)\/","SubmittedBy":"Hausammann Markus","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1513296000000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|55|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690522011930)\/","SubmissionDate":"\/Date(1450137600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5001,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Landwirtschaft|Gesundheit"}}