{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163060,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163060,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163060,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163060,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163060,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163060,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163060,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163060,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163060,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163060,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163060,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163060,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163060,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163060,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163060,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163060,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163060,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20163060,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"16.3060","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Die Behandlung psychischer Krankheiten in der Grundversicherung weiterhin gew\u00e4hrleisten","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Trifft es zu, dass die Zahl der Psychiaterinnen und Psychiater in der Schweiz stetig abnimmt und sich zu wenig Nachwuchs finden l\u00e4sst?</p><p>2. Wie stellt er sicher, dass kein Versorgungsengpass bei der Behandlung psychischer Krankheiten entsteht und psychisch kranke Menschen weiterhin effizient und effektiv \u00fcber die Grundversicherung versorgt werden k\u00f6nnen?</p><p>3. Aus welchem Grund hat das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit den laufenden Prozess f\u00fcr einen Systemwechsel (Abl\u00f6sung delegierte Psychotherapie, Schaffung Anordnungsmodell auf Stufe KVV/KLV) unterbrochen? Wann werden die Arbeiten weitergef\u00fchrt?</p><p>4. Wie kann sichergestellt werden, dass der Systemwechsel kostenneutral erfolgt?</p>","ReasonText":"<p>Die psychotherapeutische Versorgung wird heute von Psychiaterinnen und Psychiatern sowie psychologischen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten gew\u00e4hrleistet. Letztere k\u00f6nnen ambulante Leistungen in der Grundversicherung indirekt \u00fcber einen delegierenden Arzt abrechnen (delegierte Psychotherapie). Es wird gesch\u00e4tzt, dass bis im Jahr 2020 bis zu 1000 Psychiaterinnen und Psychiater fehlen (SAEZ, 94:8, 2013). Nachwuchs ist nicht in Sicht. Viel zu wenige junge \u00c4rztinnen und \u00c4rzte entscheiden sich f\u00fcr einen Abschluss in Psychiatrie.</p><p>Bei den psychologischen Psychotherapeutinnen und -therapeuten bestehen hingegen keine Nachwuchsprobleme. Um die Versorgung mittelfristig zu gew\u00e4hrleisten, hat der Bundesrat im Jahr 2011 deshalb einen Systemwechsel angek\u00fcndigt (Anfrage Prelicz-Huber 11.1068). Das geltende Modell der delegierten Psychotherapie war als \u00dcbergangsl\u00f6sung gedacht, bis die Aus- und Weiterbildung schweizweit geregelt und harmonisiert ist. Die Voraussetzungen daf\u00fcr wurden mit dem Psychologieberufegesetz geschaffen, das am 1. April 2013 in Kraft getreten ist. Eine Verordnungs\u00e4nderung f\u00fcr die direkte \u00dcbernahme psychologischer Psychotherapie in der Grundversicherung hat das BAG im Auftrag des EDI zusammen mit den betroffenen Verb\u00e4nden erarbeitet. Der Prozess wurde aber 2014 unterbrochen, ohne Angabe von Gr\u00fcnden. Die Frage stellt sich, wie der Bundesrat die Behandlung psychischer Krankheiten mittelfristig sicherstellt.</p><p>Epidemiologische Studien zeigen eine hohe H\u00e4ufigkeit von psychischen St\u00f6rungen und Erkrankungen. Die gesch\u00e4tzten volkswirtschaftlichen Kosten von psychischen Krankheiten belaufen sich in der Schweiz j\u00e4hrlich auf \u00fcber 19 Milliarden Franken, das sind 3,2 Prozent des BIP. Durch eine ad\u00e4quate psychotherapeutische Versorgung k\u00f6nnen direkte, aber auch indirekte Kosten wie Produktivit\u00e4tseinbussen, lange Arbeitsabwesenheiten und hohe Sozialleistungsausgaben massiv reduziert werden. Ein Versorgungsengpass f\u00fchrt dazu, dass die Menschen keinen oder verz\u00f6gerten Zugang zu den Behandlungen haben und viele Leiden chronisch werden k\u00f6nnen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Die Statistik der FMH zu berufst\u00e4tigen \u00c4rzten in der Schweiz zeigt eine Zunahme der Zahl von \u00c4rztinnen und \u00c4rzten mit Hauptfachgebiet Psychiatrie und Psychotherapie (von 2701 im Jahr 2008 bis 3521 im Jahr 2014). Auch die Daten des Medizinalberuferegisters zeigen eine Zunahme der erteilten Berufsaus\u00fcbungsbewilligungen im Bereich der Psychiatrie und Psychotherapie. Im station\u00e4ren Sektor weist die Krankenhausstatistik eine Zunahme der \u00e4rztlichen T\u00e4tigkeit in psychiatrischen Kliniken aus.</p><p>Die Schweiz ist f\u00fcr die Rekrutierung des Nachwuchses jedoch vom Ausland abh\u00e4ngig. Der Anteil der Psychiaterinnen und Psychiater mit eidgen\u00f6ssischen Aus- und Weiterbildungsabschl\u00fcssen nahm von 77,3 Prozent im Jahr 2011 auf 67,6 Prozent im Jahr 2014 ab. Fast zwei Drittel der zwischen 2011 und 2014 neu erteilten kantonalen Berufsaus\u00fcbungsbewilligungen gingen an Psychiaterinnen und Psychiater, die ihre Aus- und Weiterbildung teilweise oder ganz im Ausland absolviert haben. Das Durchschnittsalter der Psychiaterinnen und Psychiater ist mit 55 Jahren um 1,5 Jahre h\u00f6her als bei den Allgemeinpraktizierenden (53,5 Jahre). Der Anteil der \u00fcber 55-J\u00e4hrigen ist bei den Psychiaterinnen und Psychiatern in den letzten vier Jahren stabil geblieben und liegt bei 51 Prozent, im Vergleich zu rund 46 Prozent bei \u00c4rztinnen und \u00c4rzten der Grundversorgung.</p><p>2. Die unter Ziffer 1 aufgef\u00fchrten Zahlen zur Entwicklung der Anzahl Psychiaterinnen und Psychiater in der Schweiz weisen nicht darauf hin, dass ein Versorgungsengpass vorhanden oder absehbar ist. Der Bundesrat h\u00e4lt in seinem Bericht \"Zukunft der Psychiatrie\" vom 11. M\u00e4rz 2016 in Erf\u00fcllung des Postulates St\u00e4helin 10.3255 (<a href=\"http://www.bag.admin.ch\">www.bag.admin.ch</a>; &gt; Themen &gt; Gesundheitspolitik &gt; psychische Gesundheit &gt; psych. Gesundheit und psych. Krankheiten &gt; Postulat zur Zukunft der Psychiatrie) fest, dass die Schweiz \u00fcber eine qualitativ hochstehende psychiatrische Versorgung verf\u00fcgt. Dennoch zeigt der Bericht Handlungsbedarf auf: Verbessert werden sollen - in Zusammenarbeit mit den Kantonen und der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren - die Koordination der Angebote, die Qualifikation der Fachpersonen sowie die Datenlage \u00fcber die Versorgung. Diese Ziele decken sich mit jenen der Strategie \"Gesundheit 2020\", namentlich der F\u00f6rderung der psychischen Gesundheit, der Verbesserung der Unterst\u00fctzung psychisch erkrankter Personen und der F\u00f6rderung von zeitgem\u00e4ssen Versorgungsangeboten. Die Stiftung Gesundheitsf\u00f6rderung Schweiz plant, vermehrt im Bereich der psychischen Gesundheit t\u00e4tig zu werden, indem sie u. a. kantonale Aktionsprogramme Psychische Gesundheit f\u00f6rdern will.</p><p>Der Bundesrat setzt sich f\u00fcr die F\u00f6rderung des inl\u00e4ndischen \u00c4rztenachwuchses ein und will die universit\u00e4ren Hochschulen bei der Erh\u00f6hung der Anzahl Abschl\u00fcsse in Humanmedizin mit einem Zusatzkredit von 100 Millionen Franken unterst\u00fctzen. Von 2017 bis 2020 soll damit ein gemeinsam mit der Schweizerischen Hochschulkonferenz erarbeitetes Sonderprogramm finanziert werden. Der Bundesrat hat die entsprechende Botschaft \u00fcber die F\u00f6rderung von Bildung, Forschung und Innovation 2017-2020 am 24. Februar 2016 an das Parlament \u00fcberwiesen.</p><p>3./4. Bisher werden diejenigen Psychotherapien von psychologischen Psychotherapeutinnen und -therapeuten durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) verg\u00fctet, die in der Praxis eines Arztes unter dessen Aufsicht und Verantwortlichkeit erfolgen (\"delegierte Psychotherapie\"). Mit dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes \u00fcber die Psychologieberufe (SR 935.81) und der Verordnung \u00fcber die Psychologieberufe (SR 935.811) auf den 1. April 2013 wurden gesch\u00fctzte Berufsbezeichnungen eingef\u00fchrt und die Aus- und Weiterbildung sowie die Berufsaus\u00fcbung der psychologischen PsychotherapeutInnen geregelt. Zurzeit werden verschiedene Modelle der Zulassung gepr\u00fcft.</p><p>Im Zentrum der \u00dcberlegungen steht die Pr\u00fcfung der Zulassung der psychologischen Psychotherapeutinnen und -therapeuten als Personen, die auf Anordnung oder im Auftrag eines Arztes oder einer \u00c4rztin Leistungen erbringen. Die Arbeiten dazu laufen seit 2013. Mit den beteiligten Organisationen wurden im Juli 2014 die vom Eidgen\u00f6ssischen Departement des Innern (EDI) vorgegebenen Rahmenbedingungen diskutiert. Sie hatten die M\u00f6glichkeit, erg\u00e4nzend zu den pr\u00e4sentierten Optionen umsetzbare Vorschl\u00e4ge insbesondere hinsichtlich Gew\u00e4hrleistung der Qualit\u00e4t und Wirtschaftlichkeit einzubringen. Gesucht wurden L\u00f6sungen, die eine nachweisbare Verbesserung der Versorgung bringen und gleichzeitig das Ausgabenniveau der OKP nicht ungeb\u00fchrlich belasten. Nach Pr\u00fcfung verschiedener L\u00f6sungsans\u00e4tze und deren Auswirkungen stellte das EDI im Sommer 2015 fest, dass in Bezug auf die Versorgungssituation nicht gen\u00fcgend Informationen f\u00fcr eine Entscheidung vorliegen, und es wurden entsprechende Studienauftr\u00e4ge vergeben. Die Ergebnisse werden im Herbst 2016 erwartet. Danach soll der Entscheid bez\u00fcglich eines allf\u00e4lligen Wechsels vom Delegations- zum Anordnungsmodell getroffen werden.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1464134400000)\/","SubmittedBy":"Eder Joachim","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1466035200000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690522066543)\/","SubmissionDate":"\/Date(1457481600000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5002,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}