{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163061,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163061,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163061,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163061,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163061,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163061,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163061,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163061,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163061,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163061,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163061,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163061,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163061,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163061,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163061,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163061,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163061,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20163061,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"16.3061","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Die Freibergerrasse und den Wissensschatz der Z\u00fcchterinnen und Z\u00fcchter retten","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, geeignete innovative Massnahmen zu pr\u00fcfen, um den R\u00fcckgang bei den Geburten von Pferden der Freibergerrasse aufzuhalten, damit diese Rasse und der Wissensschatz der Z\u00fcchterinnen und Z\u00fcchter erhalten bleiben. Er soll insbesondere pr\u00fcfen, ob alle nach den WTO-Abkommen zul\u00e4ssigen M\u00f6glichkeiten genutzt werden, um die Zucht von Freibergern zu sch\u00fctzen, z. B. indem man das Zollkontingent wieder so weit reduziert, wie das nach den Abkommen m\u00f6glich ist (3322 Pferde statt der aktuellen 3822).</p>","ReasonText":"<p>Die Anzahl Geburten bei der Freibergerrasse sinkt seit zwanzig Jahren kontinuierlich: 1995 wurden 3639 Fohlen in der Schweiz registriert, 2015 waren es nur noch 2019, was einem R\u00fcckgang von 44,5 Prozent entspricht, d. h. 2,2 Prozent pro Jahr. W\u00e4hrend der letzten f\u00fcnf Jahre hat sich der R\u00fcckgang noch beschleunigt und betrug 3,3 Prozent pro Jahr.</p><p>Die Freibergerrasse ist die letzte Rasse schweizerischer Herkunft, und unser Land hat sich mit der Unterzeichnung des \u00dcbereinkommens von Rio \u00fcber die biologische Vielfalt zu ihrem Erhalt verpflichtet. Doch diese Rasse ist gef\u00e4hrdet. Der Wissensschatz der Z\u00fcchterinnen und Z\u00fcchter und das Vereinsleben, das mit der Zucht verbunden ist, sind es ebenfalls. Es braucht also zus\u00e4tzliche Massnahmen, um den Trend der sinkenden Bestandszahlen aufzuhalten.</p><p>Es ist sehr wichtig f\u00fcr die Freibergerrasse, dass die Zahl der Geburten hoch genug bleibt, sodass die genetische Basis ausreicht, um einen zu hohen Inzuchtgrad zu vermeiden. Der Freiberger ist ein ausgezeichnetes Freizeitpferd, das den Bed\u00fcrfnissen des Marktes entspricht, aber er ist einer \u00fcberm\u00e4chtigen ausl\u00e4ndischen Konkurrenz ausgesetzt: Neben den deutlich tieferen Aufzuchtkosten im Ausland sind auch die Kosten f\u00fcr den Import sehr tief (Kontingentszollansatz von 120 Schweizerfranken plus 2,5 Prozent Mehrwertsteuer), wohingegen sie f\u00fcr den Export \u00fcberm\u00e4ssig hoch sind (bis zu \u00fcber 40 Prozent des Preises des Pferdes).</p><p>Der Wissensschatz der Z\u00fcchterinnen und Z\u00fcchter ist ebenfalls kostbar und muss erhalten bleiben. Die Z\u00fcchterinnen und Z\u00fcchter geben sich im Moment mit sehr tiefen Gewinnmargen zufrieden, ja sogar negativen, weil die Pferdezucht ihre Leidenschaft ist und sie immer noch an bessere Zeiten glauben. Aber f\u00fcr wie lange noch? Wenn die Wirtschaftlichkeit der Produktion nicht rapide verbessert wird, werden sie die Zucht aufgeben, und ihr Wissensschatz wird verlorengehen.</p><p>Das mit der Zucht verbundene Vereinsleben droht durch die sinkenden Bestandszahlen ebenfalls zu verschwinden. Zahlreiche Veranstaltungen und Aktivit\u00e4ten in Verbindung mit der Arbeit der Z\u00fcchterinnen und Z\u00fcchter beleben die Regionen. Bekannte Zuchtveranstaltungen wie der March\u00e9-Concours von Saignel\u00e9gier und der National FM von Avenches locken jedes Jahr Zehntausende Zuschauerinnen und Zuschauer an. Werden diese Veranstaltungen in zehn Jahren noch stattfinden, wenn der Bestand dieser Pferde weiter so abnimmt?</p><p>Ausserdem tragen die mit der Zucht verbundenen Aktivit\u00e4ten mit Arbeitspl\u00e4tzen und Investitionen betr\u00e4chtlich zur Wirtschaft in l\u00e4ndlichen Gebieten bei, wo der sekund\u00e4re und der terti\u00e4re Sektor wenig entwickelt sind.</p><p>Von den zu pr\u00fcfenden Massnahmen zur Rettung der Freibergerrasse k\u00f6nnten sich vor allem zwei als wirksam erweisen: ein besserer Schutz an der Grenze und ein st\u00e4rkeres finanzielles Engagement als gegenw\u00e4rtig im Hinblick auf die Absatzf\u00f6rderung.</p><p>Die finanziellen Mittel der Z\u00fcchterinnen und Z\u00fcchter reichen f\u00fcr eine ausgedehnte F\u00f6rderung bei Weitem nicht aus. Sie sind sogar zu gering, als dass mit ihnen die bundesrechtlichen Anforderungen erf\u00fcllt werden k\u00f6nnten, die f\u00fcr die Gew\u00e4hrung von Mitteln f\u00fcr die Absatzf\u00f6rderung vorausgesetzt werden. Die entsprechenden Verordnungsbestimmungen verlangen 50 Prozent eigene finanzielle Mittel - Mittel, \u00fcber die die Z\u00fcchterinnen und Z\u00fcchter schlicht und einfach nicht verf\u00fcgen.</p><p>Die vom Bundesrat vorgeschlagenen Massnahmen sollten die bestehende direkte Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Zucht erg\u00e4nzen, vor allem die Beitr\u00e4ge f\u00fcr die Erhaltung der Freibergerrasse.</p><p>Ich beauftrage den Bundesrat deshalb, innovative Massnahmen zu pr\u00fcfen, mit denen die Zukunft der Freiberger und die Erhaltung des jahrhundertealten Wissensschatzes \u00fcber die Zucht, der in zahlreichen Regionen der Schweiz vorhanden ist, sichergestellt werden.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Gest\u00fctzt auf die Abkommen im Rahmen der Gatt-Uruguay-Runde von 1994 ist die Schweiz die Verpflichtung des Marktzutritts im Rahmen eines Zollkontingents von 3322 Tieren der Pferdegattung eingegangen. 2010 hat der Bundesrat das entsprechende notifizierte WTO-Zollkontingent autonom um 500 Einheiten erh\u00f6ht. Die R\u00fccksetzung der Kontingentsausdehnung auf das Niveau der WTO-Verpflichtung von 1994 w\u00e4re grunds\u00e4tzlich m\u00f6glich. Eine R\u00fccksetzung der Kontingentsmenge w\u00fcrde vorwiegend den Handel mit anderen Pferderassen tangieren, ohne die Situation des Freibergers zu verbessern. Die Geburtenzahlen beim Freiberger sind in den letzten 20 Jahren, unabh\u00e4ngig vom Import, gesunken. Ein R\u00fcckschluss auf die Beeinflussung der Anzahl Geburten durch Importe kann nicht gemacht werden. Das Bundesamt f\u00fcr Landwirtschaft wird zu gegebener Zeit die betroffenen Akteure (Pferdeh\u00e4ndler, Pferdezuchtorganisationen, Schweizer Pferdesportverband, mitinteressierte Bundesstellen usw.) dennoch zu einer Aussprache \u00fcber die zuk\u00fcnftige Ausgestaltung des Zollkontingents einladen.</p><p>Im Rahmen der Biodiversit\u00e4tskonvention hat sich die Schweiz verpflichtet, neben den anderen 22 gef\u00e4hrdeten Nutztierrassen mit Schweizer Ursprung auch den Freiberger zu erhalten. Dieser Verpflichtung kommt der Bund mit verschiedenen zus\u00e4tzlichen finanziellen Unterst\u00fctzungsmassnahmen nach. Die Unterst\u00fctzung beinhaltet erstens j\u00e4hrlich h\u00f6chstens 1 160 000 Franken f\u00fcr Stuten mit Fohlen bei Fuss und zweitens Beitr\u00e4ge von bisher total 587 000 Franken aus der Absatzf\u00f6rderung, wobei die Finanzhilfe f\u00fcr alle Organisationen der Produzentinnen und Produzenten oder der entsprechenden Branche h\u00f6chstens 50 Prozent der anrechenbaren Kosten betragen darf (siehe Art. 8 Abs. 1 LafV; SR 916.010), sowie drittens Beitr\u00e4ge von bisher total 693 000 Franken f\u00fcr gezielte Erhaltungsprojekte.</p><p>Zur Unterst\u00fctzung und F\u00f6rderung einer nachhaltigen Entwicklung der Freibergerpferderasse hat Agroscope vom Bundesrat im Rahmen des Leistungsauftrags 2014-2017 den Auftrag erhalten, zusammen mit den betroffenen Akteuren der Branche eine Strategie zu erarbeiten. In drei Gruppen - \u00f6ffentliche und private Unterst\u00fctzung (Gesetzgebung), Markt und Image (Kommunikation und Marketing) sowie Zucht und Genetik - wurden zusammen mit den Vertretern aus dem Kanton Jura sowie dem Zuchtverband und weiteren Akteuren der Branche Massnahmen vorgeschlagen und im Bericht vom M\u00e4rz 2015 publiziert. 2015 wurden in den drei Gruppen konkrete innovative Massnahmen formuliert. Dabei wurde zur Verbesserung und Intensivierung von Kommunikation und Marketing beim Freiberger per 1. M\u00e4rz 2016 bei Agroscope auch eine 50-Prozent-Stelle eingerichtet. 2016 werden die Massnahmen umgesetzt, und die Resultate sind Ende 2017 zu erwarten. Im Rahmen der Weiterentwicklung der Agrarpolitik f\u00fcr den Zeitraum nach 2021 k\u00f6nnen zusammen mit den betroffenen Akteuren erfolgversprechende Massnahmen vertieft werden.</p><p>Mitarbeitende von Agroscope (Gest\u00fct) stehen weiter dem Zuchtverband f\u00fcr die L\u00f6sung z\u00fcchterischer Probleme laufend beratend zur Seite.</p><p>Es sei ferner daran erinnert, dass die Zucht der Freibergerpferde im nationalen Inventar des immateriellen Kulturerbes eingeschrieben ist (Liste der lebendigen Traditionen in der Schweiz: <a href=\"http://www.lebendige-traditionen.ch\">www.lebendige-traditionen.ch</a>). Durch den Inventareintrag werden die kulturellen Aspekte der traditionellen Viehzucht in Wert gesetzt.</p><p>Gegenw\u00e4rtig sind 54 vom Bund gekaufte Freibergerhengste im Gest\u00fct in Avenches. Hiervon werden 46 als Zuchthengste zur Erhaltung einer breiten genetischen Vielfalt landesweit eingesetzt. Die Hengste werden von Mitarbeitenden des Gest\u00fcts auch an vielen Veranstaltungen im In- und Ausland erfolgreich gefahren und geritten und sind damit beste Botschafter f\u00fcr die Vielseitigkeit des Einsatzes der Freibergerpferde. Die von Agroscope gef\u00fchrte Samenbank leistet ebenfalls einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung und F\u00f6rderung der Freibergerrasse.</p><p>Die Infrastruktur des Gest\u00fcts steht dem Freibergerzuchtverband f\u00fcr diverse Anl\u00e4sse wie Stationstest, Hengstk\u00f6rung und weitere Promotionsanl\u00e4sse zur Verf\u00fcgung und leistet damit einen sehr grossen Beitrag zur Bekanntmachung und damit zur F\u00f6rderung des Freibergers.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1462320000000)\/","SubmittedBy":"Seydoux-Christe Anne","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1528761600000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1750810778150)\/","SubmissionDate":"\/Date(1457481600000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5002,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft"}}