{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163073,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163073,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163073,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163073,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163073,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163073,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163073,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163073,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163073,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163073,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163073,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163073,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163073,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163073,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163073,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163073,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163073,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20163073,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"16.3073","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Verbot und Unterstrafestellung von Therapien zur \"Heilung\" von Homosexualit\u00e4t bei Minderj\u00e4hrigen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>In der Schweiz werden nach wie vor Therapien auch bei Minderj\u00e4hrigen durchgef\u00fchrt, die eine Heilung von Homosexualit\u00e4t versprechen. Nach wie vor gibt es Psychologen, Therapeuten und Seelsorger, die Homosexualit\u00e4t als Krankheit deklarieren und Jugendliche oft jahrelang therapieren. Dass solche Therapien nicht erfolgreich sein k\u00f6nnen, versteht sich. Es ist wissenschaftlich belegt, dass Homosexualit\u00e4t angeboren und keine Selbstwahl der sexuellen Orientierung ist. Dass diese Therapien aber bei den Betroffenen unendliches Leid bis hin zu Suizidabsichten/Suizid ausl\u00f6sen k\u00f6nnen, ist wahrscheinlich. Die Organisationen sind vorsichtiger geworden. Gegen\u00fcber fr\u00fcher werben sie nicht mehr direkt auf der Homepage. Auf Anfrage werden aber Therapien nach wie vor durchgef\u00fchrt. Dies kann als Hinweis gewertet werden, dass sich die Organisationen und Therapeuten durchaus bewusst sind, dass sie sich hier auf unsicherem Terrain bewegen.</p><p>1. Ist dem Bundesrat bekannt, dass es Organisationen gibt, welche solche Therapien auch bei Jugendlichen durchf\u00fchren?</p><p>2. Auch wenn er keine Kenntnis hat, will er sich daf\u00fcr einsetzen, dass vor allem Jugendliche vor solchen Therapien gesch\u00fctzt sind?</p><p>3. Was konkret will er im Sinne des Jugendschutzes unternehmen?</p><p>4. Geht er davon aus, dass ein Straftatbestand, z. B. N\u00f6tigung, erf\u00fcllt ist?</p><p>5. Wenn nein, was unternimmt er, damit im 21. Jahrhundert Psychologen, Therapeuten, Seelsorger, die solche Therapien durchf\u00fchren, unter Strafe gestellt werden k\u00f6nnen?</p><p>6. Kann oder m\u00fcsste eine Kesb hier eingreifen, obwohl kantonal unterschiedliches Vorgehen wenig sinnvoll w\u00e4re?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Dem Bundesrat sind namentlich keine Organisationen oder Personen bekannt, welche Therapien gegen Homosexualit\u00e4t bei Minderj\u00e4hrigen anbieten oder durchf\u00fchren.</p><p>2. Aus Sicht des Bundesrates geh\u00f6rt der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor jeglicher Art von psychisch oder physisch sch\u00e4dlichen Behandlungen, zu denen auch die erw\u00e4hnte Therapierung von Homosexualit\u00e4t geh\u00f6rt, zu den Kernaufgaben unserer Gesellschaft. Solche Therapien sind nicht nur wirkungslos, sondern mit erheblichem Leid f\u00fcr die betroffenen Kinder und Jugendlichen verbunden. Das Netz von \u00f6ffentlichen und privaten Instanzen und Einrichtungen des Jugendschutzes sowie der Beratung und Unterst\u00fctzung von Kindern und Jugendlichen auf Bundesebene, in Kantonen und Gemeinden ist gut ausgebaut. Dieses Netz kann jedoch nur wirksam werden, wenn sich Kinder und Jugendliche oder aber die f\u00fcr sie verantwortlichen Erwachsenen an diese Stellen wenden.</p><p>3. Der Bundesrat sieht dar\u00fcber hinaus keine spezifisch auf den Schutz Minderj\u00e4hriger vor Therapien gegen die Homosexualit\u00e4t ausgerichtete Handlungsm\u00f6glichkeit bzw. -notwendigkeit. Es sei darauf hingewiesen, dass der Bund die T\u00e4tigkeit und die Projekte von LGBT Youth Schweiz (Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender) sowie \"Beratung + Hilfe 147\" von Pro Juventute finanziell unterst\u00fctzt. LGBT Youth Schweiz ist im Bereich der Pr\u00e4vention t\u00e4tig und will LGBT-Jugendliche bez\u00fcglich ihrer sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentit\u00e4t st\u00e4rken.</p><p>4. Wenn Minderj\u00e4hrige Therapien gegen Homosexualit\u00e4t unterzogen werden, geschieht dies notwendigerweise im Einverst\u00e4ndnis mit oder auf Initiative ihrer Eltern. Da sich die Therapie von Minderj\u00e4hrigen gegen Homosexualit\u00e4t mit der Berufsethik von psychotherapeutischen oder seelsorgerischen Fachpersonen nicht vereinbaren l\u00e4sst, ist davon auszugehen, dass insbesondere Angebote von selbsternannten \"Heilern\" in Anspruch genommen werden. Ob die Durchf\u00fchrung solcher Therapien einen Straftatbestand darstellt, kann nur im Einzelfall von einem Gericht beurteilt werden.</p><p>5. Die privatwirtschaftliche Berufsaus\u00fcbung in eigener fachlicher Verantwortung von psychotherapeutisch t\u00e4tigen Psychologinnen und Psychologen unterliegt bereits heute den gesetzlichen Bestimmungen des Psychologieberufegesetzes. Dieses legt die Berufspflichten in diesem Bereich verbindlich fest: Namentlich m\u00fcssen diese Personen ihren Beruf sorgf\u00e4ltig und gewissenhaft aus\u00fcben, sich an die Grenzen ihrer Kompetenzen halten und die Rechte ihrer Klientinnen und Klienten respektive Patientinnen und Patienten wahren. Zust\u00e4ndig f\u00fcr die Aufsicht \u00fcber die Einhaltung dieser Berufspflichten ist die Aufsichtsbeh\u00f6rde des Kantons, welcher die Berufsaus\u00fcbungsbewilligung erteilt hat. Die Durchf\u00fchrung von Therapien zur Heilung von Homosexualit\u00e4t, ob an Minderj\u00e4hrigen oder Erwachsenen, stellt eine Verletzung dieser Berufspflichten dar. Eine solche Verletzung kann, so sie der zust\u00e4ndigen kantonalen Beh\u00f6rde gemeldet wird, Disziplinarmassnahmen bis hin zum Entzug der Berufsaus\u00fcbungsbewilligung zur Folge haben. F\u00fcr die Durchsetzung der Berufsethik in der kirchlichen Seelsorge sind die Kirchen zust\u00e4ndig.</p><p>6. Jede Person kann der zust\u00e4ndigen Kindes- und Erwachsenenschutzbeh\u00f6rde (Kesb) Meldung erstatten, wenn sie von der Gef\u00e4hrdung eines Kindes respektive eines Minderj\u00e4hrigen Kenntnis hat. Die Kesb sind f\u00fcr die Anordnung von Kinderschutzmassnahmen zust\u00e4ndig. Sie sind in diesem Sinne die richtige Ansprechstelle, wenn Kinder bzw. Minderj\u00e4hrige psychisch oder physisch misshandelt werden und ihre Eltern diesen Missstand nicht beheben k\u00f6nnen oder wollen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1464134400000)\/","SubmittedBy":"Quadranti Rosmarie","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1466121600000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|1216|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690522846277)\/","SubmissionDate":"\/Date(1457568000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5002,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Strafrecht|Gesundheit"}}