{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163075,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163075,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163075,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163075,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163075,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163075,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163075,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163075,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163075,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163075,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163075,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163075,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163075,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163075,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163075,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163075,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163075,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20163075,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"16.3075","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"P\u00e4dophilie. Pr\u00e4ventionsprojekt \"Kein T\u00e4ter werden\" f\u00fcr die Schweiz","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird aufgefordert, in einem Bericht darzulegen, wie das Projekt \"Kein T\u00e4ter werden\" in der Schweiz initiiert werden kann. Dabei sind insbesondere zwei Varianten zu pr\u00fcfen:</p><p>1. Lancierung eines solchen Projektes durch den Bund;</p><p>2. Koordination und Unterst\u00fctzungsm\u00f6glichkeiten des Bundes f\u00fcr Organisationen (Stiftungen, Institute usw.), welche sich in diesem Bereich engagieren.</p>","ReasonText":"<p>Das Thema P\u00e4dophilie wurde im Rahmen der Unverj\u00e4hrbarkeits- und der P\u00e4dophilen-Initiative im Parlament, in der Bev\u00f6lkerung und in den Medien intensiv diskutiert. Die Volksentscheide sind klar: Kinder sollen besser vor P\u00e4dokriminalit\u00e4t gesch\u00fctzt werden. W\u00e4hrend diese Initiativen und viele Vorst\u00f6sse beim Strafrecht ansetzen, gilt es auch die Pr\u00e4vention in diesem Bereich zu verbessern. Ziel muss sein, dass m\u00f6glichst viele Opfer verhindert werden k\u00f6nnen. Bisher fehlt ein nationales Pr\u00e4ventionsprojekt, welches sich an p\u00e4dophile, nicht straff\u00e4llige M\u00e4nner richtet.</p><p>In Deutschland gibt es an verschiedenen Standorten das Pr\u00e4ventionsnetzwerk \"Kein T\u00e4ter werden\": <a href=\"http://www.kein-taeter-werden.de/\">www.kein-taeter-werden.de/</a>.</p><p>Im Rahmen der Therapie erhalten die betroffenen Personen Unterst\u00fctzung, um mit ihrer p\u00e4dophilen oder hebephilen Neigung leben zu lernen und sexuelle \u00dcbergriffe durch direkten k\u00f6rperlichen Kontakt oder indirekt durch den Konsum von Kinderpornografie zu verhindern. Die gesamte Therapie erfolgt unter Schweigepflicht. Ziel der Therapie ist es, Probleme im Umgang mit der sexuellen Neigung zu bew\u00e4ltigen. Dazu geh\u00f6rt insbesondere, das eigene Verhalten so zu kontrollieren, dass es zu keinem sexuellen \u00dcbergriff auf Kinder kommt. Wer die Therapie in Anspruch nehmen will, muss bez\u00fcglich seiner auf Kinder gerichteten sexuellen Impulse \u00fcber ein Problembewusstsein verf\u00fcgen und von sich aus und ohne juristische Auflagen therapeutische Hilfe suchen. Dies soll auch die Zielsetzung in der Schweiz sein.</p><p>Ein m\u00f6glicher Partner bzw. ein Modell ist das \"Forio\", das Forensische Institut Ostschweiz, welches seit 2009 Beratungen und Therapien f\u00fcr M\u00e4nner mit p\u00e4dophilen Neigungen anbietet. Das Angebot richtet sich vor allem an nicht straff\u00e4llig gewordene Betroffene und nimmt unter anderem Bezug auf die seit Jahren erfolgreichen Angebote des deutschen Pr\u00e4ventionsnetzwerks \"Kein T\u00e4ter werden\".</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Es ist dem Bundesrat ein grosses Anliegen, dass Kinder vor sexuellen \u00dcbergriffen gesch\u00fctzt werden. Er erachtet es als wichtig, dass neben den laufenden Arbeiten am Strafrecht auch pr\u00e4ventive Massnahmen, die sich an Personen mit p\u00e4dophiler Neigung richten, gest\u00e4rkt werden.</p><p>Gest\u00fctzt auf die Verordnung \u00fcber Massnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen sowie zur St\u00e4rkung der Kinderrechte (SR 311.039.1) verf\u00fcgt der Bund \u00fcber die M\u00f6glichkeit, Organisationen, die sich in diesem Bereich pr\u00e4ventiver Massnahmen im Kinderschutz engagieren, zu unterst\u00fctzen. So erh\u00e4lt der Verein DIS NO seit April 2014 Finanzhilfen f\u00fcr den Aufbau eines Informations- und Hilfsangebots f\u00fcr Erwachsene und Jugendliche, die p\u00e4dophile Neigungen versp\u00fcren oder sexuelle Fantasien mit Kindern haben, jedoch keine sexuellen \u00dcbergriffe ver\u00fcbt haben. Das Angebot st\u00fctzt sich auf die Erfahrungen des Projekts \"Kein T\u00e4ter werden\" aus Deutschland. Es erstreckt sich \u00fcber die ganze Romandie, bietet Betroffenen niederschwellige Beratung an und vermittelt sie an f\u00fcr das Thema sensibilisierte Fachpersonen, welche eine gezielte Therapie durchf\u00fchren k\u00f6nnen. Hierzu wurde ein Netzwerk von spezialisierten Therapeutinnen und Therapeuten aufgebaut. Die Ausrichtung der Finanzhilfen an DIS NO hat zudem das Ziel, das Angebot den Betroffenen und weiten Fachkreisen bekanntzumachen und den Austausch von erfolgversprechenden Praktiken mit Spezialisten und analogen Institutionen auf nationaler und internationaler Ebene zu f\u00f6rdern. In der Deutschschweiz gibt es neben dem im Postulat erw\u00e4hnten Forensischen Institut Ostschweiz auch andere Stellen, wie die Universit\u00e4ren Psychiatrischen Kliniken Basel oder der Forensisch-Psychiatrische Dienst der Universit\u00e4t Bern, die pr\u00e4ventive Beratungs- und Therapieangebote f\u00fcr Personen mit p\u00e4dophilen Neigungen anbieten und sich untereinander \u00fcber ihre Erfahrungen mit den Angeboten austauschen.</p><p>Der Bund setzt beim Schutz von Kindern auf einen ganzheitlichen Ansatz. Auf der Stufe der Gesetzgebung zeigt dies zuletzt die Botschaft vom 15. April 2015 (\u00c4nderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches. Kindesschutz; BBl 2015 3431), mit der der Bundesrat schweizweit vereinheitlichte Melderechte und Meldepflichten bei Gef\u00e4hrdungen von Kindern vorschl\u00e4gt, auf die der Nationalrat in der Sondersession vom April 2016 Nichteintreten beschloss. Auf der Stufe der Pr\u00e4vention werden die im Postulat angesprochenen Massnahmen in der Schweiz schon umgesetzt. Der Bund kann bereits heute Organisationen unterst\u00fctzen, die sich in diesem Bereich engagieren. Insbesondere limitiert er sich nicht auf ein einzelnes Projekt und unterst\u00fctzt bestehende gesamtschweizerische oder sprachregionale Pr\u00e4ventionsangebote f\u00fcr Kinder und Jugendliche. Der im Postulat geforderte Bericht w\u00fcrde \u00fcber die bereits bekannten Elemente hinaus keinen Mehrwert bringen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1462924800000)\/","SubmittedBy":"Jositsch Daniel","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1466035200000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|1216|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690522619090)\/","SubmissionDate":"\/Date(1457913600000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5002,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Strafrecht|Gesundheit"}}