{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163140,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163140,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163140,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163140,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163140,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163140,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163140,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163140,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163140,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163140,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163140,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163140,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163140,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163140,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163140,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163140,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20163140,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20163140,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"16.3140","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Anerkennung des Frankoprovenzalischen und der Arbeit der Patois-Sprecherinnen und -Sprecher","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Schweiz hat 1997 die Europ\u00e4ische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen ratifiziert. Seitdem hat sie dem Generalsekretariat des Europarates sechs periodische Berichte vorgelegt, den letzten im Dezember 2015. Ein Teil dieses Berichts (Teil II, Ziff. 1, \u00a78) antwortete auf den Wunsch, den der Sachverst\u00e4ndigenausschuss, der mit der Pr\u00fcfung der periodischen Berichte betraut ist, ge\u00e4ussert hatte. Der Ausschuss hatte den Wunsch ge\u00e4ussert, die Situation des Frankoprovenzalischen in der Schweiz besser kennenzulernen, und er hatte die Schweizer Beh\u00f6rden dazu angeregt, \"in Zusammenarbeit mit den zust\u00e4ndigen kantonalen Beh\u00f6rden und Vertreterinnen und Vertretern der Sprechenden zu pr\u00fcfen, ob das Frankoprovenzalische als Regional- oder Minderheitensprache im Sinne von Artikel\u00a01 Absatz a der Charta zu bezeichnen sei\". Im Bericht werden die kantonalen Massnahmen aufgelistet, mit denen das Frankoprovenzalischen erhalten und gef\u00f6rdert wird. Ein Anstoss zu \u00dcberlegungen zur Anerkennung des Frankoprovenzalische als Regional- oder Minderheitensprache ist nicht zu erkennen. Es wird weiterhin nicht als Sprache anerkannt.</p><p>Das Frankoprovenzalische verdient eine formelle Anerkennung. In allererster Linie tr\u00e4gt dies zu dessen Schutz bei. Kultur, Identit\u00e4t und die Verwurzelung einer Region k\u00f6nnen nur an die zuk\u00fcnftigen Generationen weitergegeben werden, wenn die Sprache gesch\u00fctzt wird. Und schliesslich wird mit einer formellen Anerkennung auch die Arbeit zur Erhaltung und F\u00f6rderung, die Patois-Sprecherinnen und -Sprecher seit Jahren leisten, anerkannt.</p><p>Deshalb bitte ich den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie beantwortet der Bundesrat die Frage des Sachverst\u00e4ndigenausschusses, \"ob das Frankoprovenzalische als Regional- oder Minderheitensprache in Sinne von Artikel\u00a01 Absatz a der Charta zu bezeichnen sei\"?</p><p>2. Wieso anerkennt der Bundesrat das Frankoprovenzalische nicht formell als eine Regional- oder Minderheitensprache?</p><p>3. Welche Alternativen zu einer formellen Anerkennung des Frankoprovenzalischen sieht der Bundesrat?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Mit der Ratifizierung der Europ\u00e4ischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen (Charta; SR 0.441.2) im Jahr 1997 hat der Bundesrat die F\u00f6rderung der Regional- oder Minderheitensprachen als eine der strategischen Ausrichtungen in seiner Sprachenf\u00f6rderungspolitik festgelegt.</p><p>Der Bundesrat beantwortet die in der Interpellation formulierten Fragen wie folgt:</p><p>1. Die Charta definiert als \"Regional- oder Minderheitensprachen\" diejenigen Sprachen, a. die herk\u00f6mmlicherweise in einem bestimmten Gebiet eines Staates von Angeh\u00f6rigen dieses Staates gebraucht werden, die eine Gruppe bilden, deren Zahl kleiner ist als die der \u00fcbrigen Bev\u00f6lkerung des Staates, und b. die sich von der (den) Amtssprache(n) dieses Staates unterscheiden.</p><p>Das Frankoprovenzalische entspricht dieser Definition einer Regional- oder Minderheitensprache. Es wird von einer kleinen Zahl Personen herk\u00f6mmlicherweise in einigen Gebieten der Kantone Freiburg und Wallis gesprochen.</p><p>2. Eine f\u00f6rmliche Anerkennungserkl\u00e4rung muss vom Bundesrat in \u00dcbereinkunft mit jenen Kantonen abgewogen werden, in denen das Frankoprovenzalische noch gesprochen wird, insbesondere also mit den Kantonen Freiburg und Wallis. Eine Anerkennung muss von allen involvierten Akteuren gutgeheissen werden. Der Bundesrat wartet die Berichte des Expertenkomitees und des Ministerkomitees des Europarates zum sechsten Bericht der Schweiz und die allenfalls darin abgegebenen Empfehlungen ab. Gegebenenfalls nimmt er Kontakt mit den betreffenden Kantonen auf, um die Frage zu er\u00f6rtern und um ein m\u00f6gliches weiteres Vorgehen zu besprechen.</p><p>3. Unabh\u00e4ngig von der Frage einer f\u00f6rmlichen Anerkennung liefert der sechste Bericht der Schweiz \u00fcber die Umsetzung der Europ\u00e4ischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen eine detaillierte Bestandesaufnahme der derzeit umgesetzten F\u00f6rdermassnahmen f\u00fcr das Frankoprovenzalische. In der Tat ist es erforderlich, dem Frankoprovenzalischen im Rahmen der Bewahrung und der Vermittlung des Kulturerbes eine besondere Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, was in den Kantonen Freiburg und Wallis der Fall ist. Denn als Teil des Kulturerbes betrifft das Frankoprovenzalische nicht nur die Sprechenden, sondern auch die Regionen, in denen es gesprochen wird. In diesem Sinne ist es wichtig, die Unterst\u00fctzung der \u00f6ffentlichen Hand (betreffende Kantone und Bund) auf seine Erhaltung, seine Erforschung und seine Vermittlung auszurichten.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1462924800000)\/","SubmittedBy":"Reynard Mathias","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1466121600000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"10|2831","Category":null,"Modified":"\/Date(1690522590603)\/","SubmissionDate":"\/Date(1458172800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5002,"SubmissionLegislativePeriod":50,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Europapolitik|Kultur"}}